Pressemeldung, 11. Mai 2020

Unternehmen in der Region Köln rechnen nicht mit einer schnellen Erholung

Die Unternehmen in Köln und der Region rechnen nicht mit einem baldigen Ende der Corona-Krise und einer schnellen Erholung.
Das ist das Ergebnis der dritten Blitzumfrage der IHK Köln zu den Auswirkungen der Corona-Krise, an der sich Anfang Mai mehr als 400 Unternehmen beteiligt haben. Jedes dritte Unternehmen rechnet erst für 2021 wieder mit einer Rückkehr zum normalen Geschäft. 19 Prozent erwarten eine Normalisierung der Lage im vierten Quartal 2020, 17 Prozent im dritten.
Jedes zweite Unternehmen hat wegen der Einschränkungen die Digitalisierung des Geschäftsbetriebs intensiviert. Jeweils rund ein Drittel der befragten Unternehmen setzt auf Rationalisierung bzw. stellt das Geschäft auf andere Märkte oder Produkte um.
Mehr als ein Drittel der Unternehmen will Personal abbauen, immerhin mehr als 60 Prozent gehen von einer gleichbleibenden Beschäftigungsplanung aus. Zusätzliches Personal einstellen wollen nur vier Prozent. Dramatisch ist die Lage im Gastgewerbe: Neun von zehn Betrieben wollen hier Personal abbauen.
Fast jedes dritte befragte Unternehmen rechnet mit einem Umsatzrückgang von mehr als 50 Prozent. Von keinen Auswirkungen oder gar einer coronabedingten Umsatzsteigerung geht nur knapp einer von zehn Betrieben aus. Besonders drastisch sind die Zahlen in der Reisewirtschaft und im Gastgewerbe. Hier erwarten 86 bzw. 72 Prozent der Unternehmen einen Umsatzrückgang von mehr als 50 Prozent. Den kompletten Bericht zur Blitzumfrage finden Sie  auf dieser Seite (PDF-Datei · 1112 KB).
Mit ihrer allgemeinen Corona-Hotline (0221-1640 1300) und den Informationen auf ihk-koeln.de unterstützt die IHK Köln derzeit vor allem Mitgliedsunternehmen aus den Branchen, deren Betriebe jetzt wieder öffnen dürfen, bei der Umsetzung der geforderten Hygienemaßnahmen. Für die Corona-Soforthilfe des Landes NRW gibt es weiterhin ein spezielles Hotline-Angebot (0221-1640 4444).