Pressemeldung, 19. Mai 2020

Brücken-Misere erfordert mehr denn je die volle Konzentration aller Beteiligten

Die IHK Köln reagiert angesichts der zu erwartenden Zusatzbelastungen für die regionale Wirtschaft mit Sorge auf die Nachricht von Verzögerungen bei der Sanierung der Mülheimer Brücke.
„Jede Verlängerung bedeutet mehr Umwegfahrten, Staus und Zusatzkosten sowie entgangene Aufträge für die Unternehmen“, sagt Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln. „Wenn Schäden spät erkannt werden, ist das ein Problem. Klar ist aber auch, dass wir qualitativ hochwertige Neubauten brauchen.“
Durch die Verzögerung werden die anderen Rheinquerungen weiter zusätzlich belastet. Dies führt dort zu möglichen weiteren Schäden. „Die Rheinbrücken sind Nadelöhre - das ganze Augenmerk muss auf ihrer Sicherung und auf ihrer Funktionstüchtigkeit liegen“, sagt Dr. Ulrich S. Soénius, stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK Köln und Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik.
Die IHK Köln fordert deshalb ein Brückennothilfeprogramm und schlägt der Stadt erneut vor, offensiv auf den Bund zuzugehen, damit dieser sich zu mindestens 50 Prozent an den Kosten beteiligt. „Die Brücken sind Teil von Bundesstraßen, da muss der Bund Verantwortung übernehmen“, sagt Soénius. Vor allem bedürfe es auch der Beschleunigung von Vergabe- und Genehmigungsverfahren. „Konzentration und Disziplin sind jetzt mehr denn je gefragt – von allen Beteiligten, mit dem Ziel, jede weitere Verzögerung zu verhindern.“