Interview

Zwei Fragen an... Johannes Schilling und Anton Bausinger

Johannes Schilling und Anton Bausinger sind Vorsitzende des IHK-Ausschusses für Stadt- und Regionalentwicklung.

Sie regen den Einsatz eines professionellen City-Managements oder einer eigenen Stabsstelle an. Was sollte als erstes angepackt werden?

Bausinger: Wichtig ist die Aufmerksamkeit dahin zu lenken, Plätze zum Verweilen zu schaffen. Das ist der erste Schritt für eine höhere Aufenthaltsqualität und ließe sich bereits über einfache Maßnahmen umsetzen.
Der Neumarkt beispielsweise ist mit seinem alten Baumbestand ein wunderschöner Platz mit Strahlkraft, der jedoch lieblos und heruntergekommen wirkt. Diesen Platz aufzuräumen und von allem Unnötigen zu befreien würde nicht nur das Entrée zur Innenstadt aufwerten, sondern auch der Drogenproblematik entgegenwirken und so die Sicherheit erhöhen.
Das Erschaffene zu pflegen und zu erhalten, ist natürlich eine ebenso wichtige Aufgabe, wie für Sauberkeit zu sorgen. Es nützt nichts, wenn liebevoll gestaltete Plätze und Grünflächen verwahrlosen, weil sich niemand darum kümmert.

Womit kann die Region Köln punkten?

Schilling: Köln verfügt über einmalige kulturelle Schätze, die auch Individual-Touristen anziehen. Mit dem Dom und dem Weltkulturerbe Karneval kann sich die Stadt mit ihren vielen Museen, der Philharmonie, Oper und Schauspiel sowie den zahlreichen hochwertigen Kulturveranstaltungen, Galerien und Kunstmessen noch viel stärker als Kulturmetropole profilieren.
Wir müssen in Köln Kultur und Qualität fördern, denn eine Metropole ohne Qualität ist wie eine Suppe ohne Salz.