KI to go, das heißt: einfach loslegen, einfach machen und keine Scheu haben. Bei unserem großen KI-Tag haben wir gezeigt, wie das geht.
Beim ersten großen KI-Tag der IHK Köln ging es nicht darum, die neuesten Trends aus dem Silicon Valley oder Roboter-Prototypen vorzustellen, sondern ganz pragmatische Beispiele aus der echten Arbeitswelt zu zeigen.
Das Motto auf der Bühne lautete: Unternehmen präsentieren Lösungen, die im Alltag WIRKLICH helfen.
Den ganzen Tag über war der Saal gut gefüllt mit interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern.
Zeigen, wie man Prozesse ganz einfach optimieren kann
„KI-Veranstaltungen haben sonst eine zu hohe Flughöhe. Heute geht es um echte Lösungen. ChatGPT kann jeder, aber wir zeigen hier, wie man die Prozesse optimieren kann“, sagte IHK-Vizepräsident Mike Gahn (ownSoft GmbH) zur Begrüßung. Und Timo von Lepel (NetCologne) ergänzte: „Es geht nicht darum, bessere E-Mails zu schreiben. Unser Ziel ist, dass Sie mit vielen Anregungen in Ihr Unternehmen zurückgehen.“
IHK-Vizepräsident Mike Gahn (von links), Chefredakteur Willi Haentjes und Timo von Lepel (NetCologne) bei der Eröffnung der Veranstaltung.
Die beiden Ehrenamtler hatten den Best-Practice-Day angestoßen und waren sichtlich stolz, dass mehr als 400 Unternehmerinnen und Unternehmer der Einladung ins Kölner smartvillage gefolgt sind. Hier gab es den ganzen Tag über Vorträge und Workshops zum Thema.
Das moderne smartvillage war die perfekte Location für diese Veranstaltung.
Zwischendurch konnte man es sich auch mal gemütlich machen.
KI kann Personalpläne, Newsletter und Kundenmanagement
Dennis Lieske, Geschäftsführer der Gaffel am Dom GmbH, erklärte zum Beispiel, wie er den Dienstplan im Brauhaus mit KI erstellen lässt. Das Programm berechnet Wetter, Events in der Stadt und verfügbares Personal genau ein und erstellt in kurzer Zeit einen Plan, für den man sonst mindestens einen Tag gebraucht hätte – für jeden im Saal, der Dienstpläne schmiedet und nachhalten muss, eine echte Wohltat.
Dennis Lieske von Gaffel am Dom erklärte, wie KI ihm Dienstpläne erstellt.
Silke Stegemann von der BarmeniaGothaer Finanzholding AG erklärte, wie KI in der Versicherung Dokumente zusammenfasst, erste Analysen erstellt und so die Risikoprüfung erleichtert. Rosa Lenz und Peter Zens vom Erlebnisbauernhof Gertrudenhof haben einen Chatbot für ihre Homepage entwickelt, bei dem Gäste jetzt rund um die Uhr ihre Fragen loswerden können – und natürlich auch Antworten bekommen. „Und das alles, ohne dass wir Techis wären”, machte Lenz deutlich.
Peter Zens (links) und Rosa Lenz im Gespräch mit Moderator Willi Haentjes.
Außerdem wurden Tools vorgestellt, die Wissen im Unternehmen halten, wenn Menschen gehen. Dabei führt die KI Sprachinterviews mit Mitarbeitenden durch und fragt sie zu ihren Tätigkeiten ab. Die Antworten werden dann mit weiteren Dokumenten und Listen gebündelt und aufbereitet, so dass sie für die verbliebenen Mitarbeitenden weiter verfügbar sind. Künstliche Intelligenz kann auch dabei helfen, Newsletter zu erstellen oder wie im Fall von NetCologne Kundenanfragen zu bündeln und an den richtigen Ansprechpartner weiterzuleiten.
Sören Braun vom 1. FC Köln
Highlight am Ende war ein Kurzinterview mit Sören Braun vom 1. FC Köln zur Frage, wie die KI das Geschäftsmodell Profifußball unterstützen kann.
Dank KI mehr Zeit für die wichtige Arbeit
Es lag ein fantastischer Spirit in der Luft: KI ist eine riesige Chance, gerade für kleinere Unternehmen, Alltagsherausforderungen zu meistern! Das Fazit des Tages: Keine Angst vor KI haben, einfach mal ausprobieren und schauen, wo sie dabei helfen kann, unangenehme Aufgaben zu erledigen, damit mehr Zeit für die wichtige Arbeit bleibt.