Corona

Hygiene und Arbeitsschutz in der Pandemie

Hinweise und Tipps zu Prävention, Verordnungen und Quarantäneregeln.
Bitte informieren Sie sich zu den Bedingungen für Ihre Branche bei den Berufsgenossenschaften. Im grünen Kasten unten finden Sie die Links dazu. Das ganze Gebiet der Arbeitsschutzvorschriften ist durch die Corona-Verordnungen noch komplizierter geworden. Wenn Sie Vorschriften nicht verstehen oder weitere Fragen haben, rufen Sie uns gerne an!
So komme ich als Unternehmen zu branchenspezifischen Informationen:
1. Öffnen Sie die Sonderseite der Berufsgenossenschaften.
2. Wählen Sie Ihre jeweilige Berufsgenossenschaft aus.
3. Wählen Sie Ihre Branche aus.
4. Beachten Sie für Ihre Hygienekonzepte die Handlungshilfe und gesetzlichen Regelungen.
Weitere branchenspezifische Informationen erhalten Sie hier bei der DGUV.
Bei individuellen Fragen wenden Sie sich auch gerne telefonisch an uns.

Aktuelle Änderung

Mit der Annahme des Gesetzesentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) am 16. März 2022 sowie der Änderung der CoronaSchVO ergeben sich unter anderem folgende Änderungen:
  • Wegfall 3-G am Arbeitsplatz
  • Keine Homeoffice-Pflicht
  • Maskenpflicht im Luft- und Personenfernverkehr, Krankenhäusern, Dialyse- und Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen zur Unterbringung von Asylbewerbern und ÖPNV
  • “Vollständig Geimpft“ = drei Impfungen (Übergangsfrist: 30.09.2022)
  • Geltungsdauer Genesenennachweis: 90 Tage
  • Testpflicht zum Schutz vulnerabler Personen (Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Schulen, Kitas oder Einrichtungen zur Unterbringung von Asylbewerbern).

Testnachweis:

  •  Unter Aufsicht (§ 22 Abs. 3 Nr. 1IfSG): Zugang zu Arbeitsstätten/Gastronomie/Veranstaltungen, jedoch kein Zugang in z.B. Pflegeheimen.
  •  „Arbeitsschutzrechtliche“ Testungen/ Testungen nach TestVO (§ 22 Abs. 3 Nr. 2 & 3 IfSG): Zugang zu anderen Orten.
  • In „Hotspots“ können die Länder konkrete Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht, Abstand, 3G-Nachweis, Erstellung von Hygienekonzepten festlegen (§ 28a IfSG)
  • Impf- und Serostatus von Mitarbeitern in Einrichtungen nach § 36 Abs. 1 IfSG dürfen weiterhin verarbeitet werden (§ 36 Abs. 3 IfSG)
  • Arbeitgeber müssen weiterhin über die Risiken einer COVID-19-Erkrankung aufklären, über die Möglichkeiten einer Impfung informieren und diese ggf. während der Arbeitszeit ermöglichen
  • Betriebliche Hygienekonzepte sind übergangsweise weiter zu nutzen. Dies betrifft:  
       -    AHA+L bei der Arbeit.
       -    Reduzierung von betriebsbedingten Kontakten.
       -    Im Rahmen des Hygienekonzepts muss überprüft werden, ob regelmäßige Testangebote für in Präsenz arbeitende Mitarbeiter notwendig sind.
Weitere Informationen erhalten Sie beim BMAS.

Wie kann das Testangebot durch den Arbeitgeber umgesetzt werden?

  1. Durch Dritte z.B. durch geeignete Dienstleister oder anerkannte Testzentren/Leistungserbringer (für 3-G-Nachweis geeignet).
  2. Den Beschäftigten können Selbsttestkits ausgehändigt oder nach Hause geschickt werden (nicht für 3-G-Nachweis geeignet).
  3. Tests können den Beschäftigten im Arbeitsumfeld angeboten werden (für 3-G-Nachweis geeignet).

Hierbei bestehen zwei Möglichkeiten:

  • Arbeitgeber dürfen geeignete unterwiesene Personen (ein Verständnis von der Testdurchführung ist Voraussetzung) damit beauftragen, Beschäftigte bei der Durchführung von Schnelltests, die diese an sich selbst vornehmen (sog. Selbsttests) zu überwachen und das Ergebnis zu dokumentieren. (Bsp.: Name der getesteten Person, Uhrzeit, Testvariante (Marke), Name der überwachenden Person)
  • Betriebliche Testungen durch fachkundiges Personal bzw. durch geschultes Personal unter der Aufsicht von fachkundigem Personal durchgeführt werden.
Bei beiden Varianten können nach § 2 Abs. 3 CoronaTestQuarantäneVO (PDF-Datei · 166 KB) Testnachweise ausgefüllt werden. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die die Möglichkeit zur Erstellung von Testnachweisen anbieten wollen, haben dies der für den jeweiligen Standort zuständigen unteren Gesundheitsbehörde vor dem Beginn der Erteilung von Testnachweisen anzuzeigen. Das entsprechende Kontaktformular finden Sie auf der Seite der Landesregierung NRW.
Auf der Webseite des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte können Sie eine Liste über zugelassenen Selbsttests einsehen.

Testpflicht in besonderen Einrichtungen

Es wird eine Testpflicht in besonderen Einrichtungen beispielsweise Pflegeeinrichtungen, Rehabilitationseinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe vorgesehen. Ungeimpfte Beschäftigte und alle Besucher müssen täglich einen Testnachweis erbringen. Geimpfte Beschäftigte werden regelmäßig zweimal wöchentlich getestet.

Einrichtungsbezogene Impfpflicht

In medizinischen und pflegerischen Einrichtungen gilt seit dem 16. März 2022 eine Impflicht. Davon sind nicht nur die dortigen Beschäftigten betroffen, sondern auch Personen, die in einer solchen Einrichtung oder Unternehmen tätig sind.  Der Katalog der betroffenen Branchen bzw. Tätigkeiten ist im   § 20a  Infektionsschutzgesetz (IfSG) enthalten. Weitere Informationen finden Sie unter: Einrichtungsbezogene Impfpflicht: Land unterstützt Gesundheitsämter und Einrichtungen bei der Umsetzung | Land.NRW

Unter die Nachweispflicht fallen im Besonderen folgende Personengruppen:

  • Rechtliche Betreuerinnen und Betreuer,
  • Personen der Heimaufsicht,
  • (externe) Handwerkerinnen und Handwerker,
  • Mitarbeitende in der Verwaltung, Leitung oder in technischen oder IT-Diensten (sofern keine klare räumliche Abgrenzung zu den in der Einrichtung bzw. dem Unternehmen behandelten, untergebrachten oder gepflegten Personen vorhanden ist),
  • Friseurinnen und Friseure (die in die betroffenen Einrichtungen tätig werden) sowie
  • Freie Mitarbeitende (z. B. Honorarkräfte, Beraterinnen und Berater o. ä.).

Nicht unter die Nachweispflicht fallen beispielweise:

  • Postbotinnen und Postboten oder Paketzustellerinnen und -zusteller,
  • Personen, die sich lediglich über einen ganz unerheblichen Zeitraum in der Einrichtung aufhalten und
  • Personen, die ausschließlich außerhalb der Einrichtung oder des Unternehmens am Gebäude Arbeiten durchführen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter Zusammen gegen Corona | Bundesministerium für Gesundheit.

Wie kann und wie muss ich in meinem Betrieb Vorsorge gegen das Coronavirus treffen?

Weiterhin gilt es, dass Arbeitgeber eine Gefährdungsbeurteilung durchführen und ein Hygienekonzept erstellen müssen. Branchenbezogene Handlungshilfen sind bei den jeweiligen Unfallversicherungsträgern zu erhalten. Daneben bestehen weiterhin die Anforderungen aus der Arbeitsschutzregel, auf die in der Arbeitsschutzverordnung verwiesen wird.
  • Zudem enthält die Coronaschutzverordnung NRW Regelungen für Arbeitsplätze mit Kundenkontakt und zu einer Testpflicht nach (Urlaubs-)abwesenheit vom Arbeitsplatz.
  • Die arbeitsmedizinische Vorsorge erläutert Ihnen ebenfalls die BAuA. Was ist im Betrieb zu beachten, wenn ein Mitarbeiter infiziert ist? Wie sieht in Zeiten der Pandemie die Arbeitsvorsorge aus?
  • Infografiken und Hygienetipps bieten die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die BGHW zum Download an (siehe weitere Informationen), weitere Infografiken zu den G-Regeln sowie zur Maskenpflicht finden Sie hier.
  • Hinweise zur Handhabung und Pflege von Behelfsmasken finden Sie auf der Seite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die IHK Köln hat Informationen zu Schnell- und Selbsttests für Sie zusammengestellt.
  • Das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung NRW hat Empfehlungen zur Beschäftigung von schwangeren und stillenden Frauen während der Corona-Pandemie veröffentlicht.

Was kann ich tun, wenn ich glaube, dass Mitarbeiter meines Unternehmens am Coronavirus erkrankt sein könnten?

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW hat eine neue Quarantäneverordnung erlassen, mit der für bestimmte Personengruppen eine automatische Quarantäne angeordnet wird.

Grundsätzliche Hinweise:

Bei einem konkreten Corona-Verdacht sollten die betroffenen Beschäftigten nach Hause gehen und ihren Hausarzt oder Hausärztin informieren. Bis zum Bekanntwerden des Testergebnisses muss der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin in häuslicher Quarantäne bleiben.
Im Betrieb sollten alle Kontaktflächen der betroffenen Person von unterwiesenen Reinigungskräften zunächst gründlich gereinigt werden. Eine Desinfektion von Oberflächen nach Kontamination durch COVID-19 erkrankte Personen kann eine Verbreitung des Erregers reduzieren.
Bei einem positiven Testergebnis meldet der Arzt das Ergebnis an das Gesundheitsamt. Dieses wendet sich dann an den Betrieb und kann in Absprache mit dem Arbeitgeber weitere Regelungen treffen.
Der Arbeitgeber sollte in dieser Zeit möglichst in Kontakt mit den betroffenen Beschäftigten bleiben, um Fragen zu Freistellung, Lohnfortzahlung, Heimarbeit oder Kontaktpersonen zu klären.
Die Stadt Köln hat unter der Nummer 0221/221-33500 ein "Bürgertelefon" geschaltet. Auch können Sie sich via E-Mail an folgende Adresse richten: quarantaene@stadt-koeln.de. Dort sollten Name und Telefonnummer hinterlegt werden!

Quarantäne-Regelungen

Infizierte Personen (positiver offizieller Schnelltest oder PCR-Test)

  • Automatische zehntägige Quarantäne auch ohne behördliche Anordnung ab dem Moment des positiven Testergebnisses oder Symptombeginn. Eine gesonderte behördliche Anordnung bedarf es nicht für die Geltendmachung von Entschädigungen für ausfallende Löhne.
  • Verkürzungsmöglichkeit auf fünf Tage: Dazu muss die Person 48 Stunden symptomfrei sein und einen negativen offiziellen Schnelltest oder PCR-Test (CT-Wert über 30) vorweisen. Beschäftigte in Krankenhäusern etc. müssen einen negativen PCR-Test vorweisen, der dem Arbeitgeber vorgelegt werden muss.
  • Der Testnachweis muss mindestens für einen Monat aufbewahrt werden.  
  • Die Kontaktpersonen (diejenigen, mit denen für mehr als zehn Minuten, mit einem Abstand unter 1,5 m und ohne das Tragen einer Maske ein Kontakt bestand oder über längere Zeit ein Kontakt in einem schlecht oder nicht belüfteten Raum bestand) der letzten zwei Tage müssen schnellstmöglich eigenständig von der Infektion informiert werden.

Kontaktpersonen von infizierten Personen aus dem gleichen Haushalt

Es gelten die gleichen Bestimmungen wie für infizierte Personen.
  • Bei Kindern in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und Schülern kann die Quarantänezeit mit einem negativen Test auf fünf Tage verkürzt werden. Wenn während der Quarantäne Symptome auftreten, ist unverzüglich ein PCR-Test vorzunehmen.
  • Andere Kontaktpersonen (bspw.: gemeinsamer Gaststättenbesuch, gemeinsame Sportausübung usw.): Quarantäne nur durch eine ausdrückliche Anordnung des Gesundheitsamtes.

Folgende Personen sind von einer Quarantäne ausgenommen:

  • Personen mit einer 3. Impfung (Auffrischungsimpfung)
  • Geimpfte Genese (zweifach geimpfte mit Durchbruchsinfektion/ Genesene mit späterer Impfung)
  • Zweifach geimpfte (zwischen dem 15. und 90. Tag nach der zweiten Impfung)
  • Genesene (zwischen dem 28. und 90. Tag ab dem Datum des positiven Tests)

Was kann ich sonst noch tun?

Auch unabhängig vom Corona-Virus ist es für Unternehmen immer empfehlenswert, für den Fall einer Erkrankung des Geschäftsführers/der Geschäftsführerin einen „Notfallkoffer“ zu packen, der etwa mit Vollmachten, einem Vertretungsplan, Informationen zu Kunden- und Lieferantenstrukturen und einer Dokumentenmappe mit Bankverbindungen, Passwörtern versehen ist.
Weitere Informationen dazu gibt Ihnen gerne:
Tanja Kinstle
Leiterin Unternehmensförderung
0221 - 1640 1570
tanja.kinstle@koeln.ihk.de
In Zeiten der Coronakrise sichern Home-Office-Möglichkeiten die Arbeitsfähigkeit vieler Betriebe. Hier finden Sie Informationen zum Förderprogramm „ Go Digital", das Digitalisierungsmaßnahmen in Unternehmen fördert.

Vermittlungsplattformen für Schutzausrüstung und Masken

Die hier aufgeführten Vermittlungsplattformen vernetzen Angebot und Nachfrage.