27. August 2026
„Perspektivisch tausend Arbeitsplätze“
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg sieht in der heutigen (27. August 2026) Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MoU) zwischen Hessens Ministerpräsident Boris Rhein, seinem Stellvertreter, Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori, sowie dem Vorstandsvorsitzenden der Rheinmetall AG, Armin Papperger, am Kassel Airport ein außerordentliches positives Zeichen für den Innovations- und Verteidigungsstandort Nordhessen.
Dabei geht es um den Aufbau eines Defence Hub Nordhessen. Rheinmetall beabsichtigt nach Angaben der Hessischen Landesregierung, dafür in den nächsten Jahren rund 260 Millionen Euro in sein Werk in Kassel und den Kassel Airport zu investieren. Das Land Hessen unterstützt diese Investition nach eigenen Angaben mit einem zweistelligen Millionenbetrag. Perspektivisch können so über tausend neue Arbeitsplätze in der Region Kassel entstehen.
Drei wesentliche Elemente tragen den Defence Hub Nordhessen: Der Ausbau des Kasseler Rheinmetall-Werks, ein neues vom Land Hessen gefördertes Logistik- und Technologie Zentrum von Rheinmetall am Kassel Airport und der Aufbau eines eigenen Drohnentestzentrums von Rheinmetall. Bereits im August wurde in Calden das Hessische Drohnenkompetenzzentrum (HDKZ) vorgestellt.
von links: Christian Göttlicher (Mitglied des Landtags, CDU), Kassels Oberbürgermeister Dr. Sven Schöller, Staatssekretär Dr. Till Martin Kaesbach (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafen GmbH Kassel), Andreas Siebert (Landrat Landkreis Kassel), Regierungspräsident Mark Weinmeister, Dr. Björn Bernhard (Geschäftsführer Rheinmetall Landsysteme GmbH), Dr. Arnd Klein-Zirbes (Hauptgeschäftsführer IHK Kassel-Marburg), Maximilian Bathon (Mitglied des Landtags, CDU), Esther Kalveram (Mitglied des Landtags, SPD), Kai Georg Bachmann (Regionalmanagement Nordhessen GmbH), Mike Mackewitz (Bürgermeister Calden), Jan Pohlmann (Mitglied des Bundestags, CDU) und Lars Ernst (Geschäftsführer Flughafen Kassel GmbH).
Die IHK Kassel-Marburg erkennt in dem neuen Hub hervorragende Investitions- und Wachstumschancen, die weit über die Region Kassel hinausgehen. Dass diese Chancen genutzt werden können, sei durch ein konstruktives Miteinander von Politik und Wirtschaft möglich geworden. Es sei Ausdruck zukunftsgerichteten politischen Handelns, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Arnd Klein-Zirbes, dass die Landesregierung Rüstungsgipfel organisiert habe und eine investitionsfreundliche Wirtschafts- und Finanzpolitik verfolge. In ihrem Koalitionsvertrag habe sie sich klar zum Kassel Airport bekannt.
von links: Rheinmetall-Chef Armin Papperger, Ministerpräsident Boris Rhein, Hessischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Kaweh Mansoori.
Der Kassel Airport entwickele sich mit hoher Geschwindigkeit als multifunktionaler Infrastrukturstandort, unterstreicht der IHK-Hauptgeschäftsführer, der Mitglied des Aufsichtsrates des Kassel Airport ist. Er dankt allen Beteiligten, die den „strategischen Meilenstein Defence Hub Nordhessen“ möglich gemacht haben. Dieser zeige: „Nordhessen ist ein Standort, an dem anspruchsvolle Produktion, Qualifizierung und sicherheitsrelevante Technologie zusammenkommen. Davon profitieren Beschäftigte und Zulieferer. Nordhessen verfügt zum Beispiel über eine gewachsene industrielle Basis in Fahrzeugtechnik, Metallverarbeitung, Maschinenbau, Logistik und sicherheitsrelevanter Industrie. Das Gewerbegebiet Kassel Airport bietet mit seiner Flächenverfügbarkeit und guten verkehrlichen Anbindungen beste Voraussetzungen für industrielle Ansiedlungen größerer Art.“
Entscheidend wird nun nach Ansicht der IHK Kassel-Marburg sein, die Investitionen zügig umzusetzen und die regionalen Unternehmen in die entstehenden Wertschöpfungs- und Innovationsnetzwerke einzubinden. Die IHK Kassel-Marburg wird diesen Prozess aktiv begleiten.
