9. März 2026

Öko-Audit der EU: IHK ehrt Daimler Truck in Kassel

Das Mercedes-Benz Werk Kassel, ein Standort der Daimler Truck AG. gehört zu den Vorreitern in Sachen Umweltschutz und Transparenz – und das bereits seit 30 Jahren.
Dessen Engagement im Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg heute mit einer Urkunde des Bundesumweltministeriums gewürdigt. EMAS ist ein von der Europäischen Gemeinschaft entwickeltes Instrument für Unternehmen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen, indem sie das freiwillige Umweltmanagementsystem (UMS) anwenden und die Umweltbetriebsprüfung mithilfe akkreditierter Umweltgutachter (UGA) realisieren. Es ist auch als EU-Öko-Audit oder Öko-Audit bekannt.
Hessenweit ist die IHK Kassel-Marburg die registerführende Stelle. „Indem EMAS die gesamte Umweltleistung eines Betriebs in den Blick nimmt, lassen sich Auswirkungen von Unternehmen auf die Umwelt systematisch identifizieren. Dadurch sparen sie Energie sowie Ressourcen und verringern damit nicht zuletzt Kosten“, sagt Dr. Hans-Friedrich Breithaupt, Vizepräsident der IHK Kassel-Marburg und Sprecher der Unternehmensallianz Klimaschutz und Nachhaltigkeit. „Wir gratulieren zu 30 Jahren Zertifizierung. Damit gehört die Daimler Truck AG in Kassel zu den EMAS-Unternehmen der ersten Stunde.“ Gleiches gilt für die ALSTOM Transportation Germany GmbH in Kassel, die im Mai geehrt wird.
„Nachhaltigkeit ist für uns keine Zusatzaufgabe, sondern fester Bestandteil unseres Kerngeschäfts“, bekräftigt Hauke Schuler, Standortverantwortlicher des Mercedes-Benz Werkes in Kassel. „Entlang der gesamten Wertschöpfungskette verbindet Daimler Truck innovative Technologien, ressourceneffiziente Produktion und verantwortungsvolle Geschäftspraktiken, um messbare ökologische und geschäftliche Ergebnisse zu erzielen.“ Das belegt und dokumentiert das seit drei Jahrzehnten praktizierte EMAS-Engagement am Standort Kassel – eines der größten Nutzfahrzeug-Achsenwerke Europas und globales Kompetenzzentrum für elektrische Antriebssysteme und konventionelle Nutzfahrzeugachsen von Daimler Truck. In zukunftsweisenden Produktionsverfahren fertigen die rund 2700 Mitarbeiter unter anderem Achsen für Lkw, Busse, Transporter und Pkw, sowie Gelenkwellen und Radsätze. „Die Ambition des Unternehmens, den Transportsektor zu dekarbonisieren, sind eng verknüpft mit Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und langfristiger Wertschöpfung“, ergänzt Hauke Schuler.
Die EMAS-Teilnehmer betreiben nicht nur ein standardisiertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001, sondern gehen weit darüber hinaus. „Die Anforderungen suchen ihresgleichen“, erläutert IHK-Umweltreferentin Elke Elsner. Jedes Jahr unterwerfen sich die EMAS-Teilnehmer den Prüfungen staatlich zugelassener, unabhängiger Umweltgutachter. Der Öffentlichkeit legen sie ihre umweltrelevanten Daten genau dar – darunter Ressourcen- und Energieverbrauch, Emissionen und Abfälle. Ferner legen sie Umweltziele fest und teilen mit, wie sie ihre Leistung kontinuierlich und systematisch verbessern wollen.
Gemeinsam mit Partnern betreibt die IHK Kassel-Marburg darüber hinaus die Initiative #GemeinsamKlimaSchützen. Ein zentraler Teil der Initiative ist die Unternehmensallianz Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Unternehmen, die mitmachen und sich einbringen möchten, finden Informationen unter gemeinsamklimaschuetzen.de „Wir freuen uns über weitere Mitglieder“, lädt Dr. Hans-Friedrich Breithaupt zum Mitmachen ein.
Fragen zu EMAS? IHK-Umweltreferentin Elke Elsner hilft gern weiter: Tel. 06421 9654-32.