Existenzgründung

Der Businessplan

Ein präziser und überzeugend formulierter Businessplan ist das Fundament für einen erfolgreichen Einstieg in die Selbstständigkeit. Je sorgfältiger Sie Ihre Gründungsidee durchdenken und ausarbeiten, desto höher stehen die Chancen, dass Ihr Vorhaben langfristig trägt.
Entwickeln Sie daher im Vorfeld ein stimmiges und realistisch aufgebautes Unternehmenskonzept. Ein professioneller Businessplan macht deutlich, dass Ihre Geschäftsidee fundiert ist, potenzielle Risiken berücksichtigt wurden und realistische Erfolgsaussichten bestehen. Nur wenn Ihr Konzept klar nachvollziehbar ist, werden Banken und Förderinstitutionen erkennen, dass eine Unterstützung Ihres Vorhabens sinnvoll und tragfähig erscheint.

Bestandteile eines Businessplans

1. Zusammenfassung der Geschäftsidee

Die Zusammenfassung bietet einen kompakten und klar strukturierten Überblick über die zentralen Inhalte des Businessplans. Sie wird üblicherweise erst ganz am Ende erstellt – nämlich dann, wenn alle anderen Bestandteile des Geschäftsplans vollständig ausgearbeitet sind.
  • Was ist meine Geschäftsidee?
  • Über welche Kompetenzen verfüge ich bzw. mein Unternehmerteam?
  • Wie sieht meine Finanzplanung aus?
  • Wo sehe ich Chancen und Risiken?

2. Geschäftsidee

Produkt/Dienstleistung
An den Beginn eines Unternehmenskonzepts gehört eine klare und prägnante Beschreibung des Vorhabens. In diesem Abschnitt werden die zentralen Elemente der Geschäftsidee verständlich zusammengefasst – so kompakt wie möglich, aber so ausführlich wie nötig.
Beschreiben Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung in einfachen, zugänglichen Worten, sodass auch Personen ohne Fachwissen den Nutzen und die Attraktivität erkennen. Besonders wichtig ist die Darstellung des Alleinstellungsmerkmals: Wodurch hebt sich Ihr Angebot von bestehenden Wettbewerbern ab? Auf technische Details kann meist verzichtet werden. Entscheidend ist, dass der Leser ein lebendiges Bild Ihrer Idee erhält und nachvollziehen kann, weshalb Kunden sich für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung entscheiden werden.
  • Was ist das Besondere an meiner Geschäftsidee (klares Unterscheidungsmerkmal zur Mitbewerbern)?
  • Welche Produkte oder Dienstleistung/en werde ich verkaufen?
  • Wie beschreibe ich mein Angebot kurz und verständlich? (1-2 Sätze)
  • Erfüllt das Produkt/die Dienstleistung einen echten Wunsch der Kunden?
  • Erfüllt mein Produkt ggf. die einschlägigen Normen, Gesetze und Vorschriften?
  • Wie zukunftssicher ist mein Angebot (Marktentwicklung)?
Kundinnen und Kunden
Eine klare Vorstellung von der Zielkundschaft und dem Markt ist entscheidend. Nur wer genau versteht, welche Personen mit dem eigenen Angebot erreicht werden sollen und wie die aktuelle Marktsituation aussieht, kann Preise, Marketingmaßnahmen und Sortiment sinnvoll und strategisch planen.
  • Wer ist mein/-e Kunde/-in?
  • Bin ich von wenigen Großkunden/-innen abhängig?
  • Besteht Bedarf an meinem Produkt / meiner Dienstleistung und wie ist das Kaufverhalten? (Kundenanalyse)
  • Habe ich einen Überblick über den Markt meiner Produkte / Dienstleistungen?
  • Wie ist die Branchenentwicklung?
Eigene Umfragen liefern oft wertvolle Einblicke, ebenso Gespräche mit Unternehmen aus der Branche. Darüber hinaus verfügen Banken und Sparkassen häufig über aktuelle Branchenanalysen und -zahlen, die hilfreich sind, um die voraussichtliche Entwicklung des geplanten Unternehmens im Marktumfeld realistisch einzuordnen.
Wettbewerb
Ein umfassender Überblick über Ihre Wettbewerber ist entscheidend, um sich erfolgreich am Markt zu positionieren. Identifizieren Sie daher die relevanten Anbieter und analysieren Sie deren Stärken und Schwächen. Passen Sie Ihr eigenes Angebot – ob Produktpalette, Qualität oder Service – gezielt daran an. Erfolg stellt sich nur ein, wenn Sie die Marktstrukturen und die Konkurrenzsituation genau verstehen. Überlegen Sie zudem, ob Sie eine Marktnische besetzen oder ob starke Marktführer dominieren, von denen etwa durch aggressive Preispolitik, Expansion oder Einfluss auf Lieferanten besondere Herausforderungen ausgehen könnten. Für Ihre Recherche eignen sich unter anderem das Internet, Presseberichte aus Wirtschafts- und Fachmedien sowie Informationen der Industrie- und Handelskammern oder einschlägiger Fachverbände.
  • Wer sind die Mitbewerber auf meinem Markt? Was bieten diese an und welches sind die wichtigsten Konkurrenzprodukte?
  • Welche Neuentwicklungen sind von meinen Mitbewerbern zu erwarten?
  • Welcher Mitbewerber ist günstiger als ich, welcher qualitativ besser?
  • Welche Stärken und Schwächen haben meine Mitbewerber?
  • Wie kann ich mich von der Konkurrenz abheben?
Eine Tabelle über die am Markt befindlichen Wettbewerber ist ein wirkungsvolles Instrument, um diese realistisch einzuschätzen und zugleich von deren Stärken zu lernen. Vergleichen Sie Ihr Angebot anhand klarer Kriterien – etwa Preis, Qualität oder Verständlichkeit – direkt mit den Produkten oder Dienstleistungen der Konkurrenz und markieren Sie Vor- und Nachteile übersichtlich, zum Beispiel mit Plus- und Minuszeichen. Während der Konzeptionsphase bündelt diese Tabelle alle relevanten Rechercheergebnisse und macht Unterschiede auf einen Blick sichtbar. So erhalten Sie ein präzises Bild Ihrer eigenen Stärken und Schwächen im Marktumfeld und können Ihr Angebot strategisch schärfen und gezielt positionieren.
Standort
Die Wahl des Unternehmensstandorts hängt maßgeblich vom passenden Umfeld ab, das Ihr Geschäft zum Erfolg benötigt. Wichtige Faktoren sind dabei unter anderem die Anzahl der Wettbewerber sowie die Kundenfrequenz am jeweiligen Standort. Eine gründliche Analyse des Umfelds ist unerlässlich, denn eine unpassende Standortentscheidung kann jungen Unternehmen das Wachstum erheblich erschweren oder im schlimmsten Fall sogar zu einem frühen Scheitern führen.
  • Wo werden sich meine Betriebsräume befinden?
  • Welche Versorgung bietet mir das Umfeld meines Unternehmensstandorts?
  • Verfügt der Standort ggf. über die richtige Kundennähe?
  • Hat das Einzugsgebiet genügend Größe und Kaufkraft?
  • Welche Infrastruktur-Vorteile bietet mir der gewünschte Standort meines Unternehmens (Verkehrsanbindungen/ Parkmöglichkeiten)?
  • Eignen sich die vorgesehenen Betriebsräume für meine Zwecke, auch für eine perspektivische Erweiterung?
  • Wie hoch sind Miete und Nebenkosten, Kaution und Courtage?
  • Bestehen behördliche Auflagen oder Änderungspläne?
Bei der Wahl des passenden Standorts sind – je nach Art des Gewerbes – unterschiedliche gewerbe- und baurechtliche Vorgaben zu berücksichtigen. Daher ist es sinnvoll, frühzeitig Kontakt mit der zuständigen Behörde aufzunehmen, um alle Anforderungen rechtzeitig zu klären.
Preispolitik
Der Preis ist ein zentrales Marketinginstrument. Er beeinflusst nicht nur Gewinn und Umsatz, sondern prägt auch maßgeblich die Positionierung Ihres Unternehmens am Markt. Deshalb ist es entscheidend, für Ihr Angebot einen angemessenen und tragfähigen Preis festzulegen. Auch wenn nicht immer vergleichbare Wettbewerbsangebote vorliegen, gilt eine grundlegende Regel: Ihre Einnahmen müssen mindestens die anfallenden (Fix-)Kosten decken. Eine sorgfältige und realistische Kalkulation ist daher unverzichtbar.
  • Nach welcher Preisstrategie möchten Sie Ihr Produkt anbieten und warum?
  • Wie hoch muss ein kostendeckender Preis kalkuliert werden?
  • Welche Gewinnspanne ist einzurechnen?
  • Welche marktüblichen Preise gelten für das Produkt?
  • Welche Preise haben meine Mitbewerber?
  • Wie finanzkräftig ist meine zukünftige Kundschaft?
Vertrieb
Ein gutes Produkt oder ein hervorragender Service genügt heute nicht mehr, um sich im Wettbewerb durchzusetzen. Eine klar definierte Vertriebsstrategie ist unverzichtbar. Nur wenn Ihr Angebot zur richtigen Zeit über passende Kanäle die passenden Kunden erreicht, kann Ihr Unternehmen nachhaltig erfolgreich sein. Grundsätzlich stehen Ihnen zwei Wege offen: der direkte und der indirekte Vertrieb. Beim Direktvertrieb verkaufen Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen unmittelbar an die Kunden, ohne externe Unternehmen einzubeziehen. Beim indirekten Vertrieb hingegen arbeiten Sie mit Partnern wie Handelsvertretern oder Großhändlern zusammen, die Ihr Angebot für Sie in den Markt bringen.
  • Welche Vertriebswege (Eigenvertrieb/Fremdvertrieb) sind für mein Produkt geplant und warum?
  • Welche Vertriebspartner werde ich nutzen?
  • Wieviel Geld verliere ich durch den Vertrieb über Mittler?
  • Wie stark wird die Abhängigkeit zu meinen Vertriebspartnern sein?
  • Welche Zielgebiete peile ich an?
  • Wer hält den Kontakt zum Kunden?
  • Welche Kosten fallen durch den Vertrieb an?
  • Wie hoch soll mein Absatz sein?
  • Welche Maßnahmen plane ich (Werbung, Akquisition, Kooperationen)?
  • Bestehen bereits Kontakte zu potenziellen Kunden / Geschäftspartnern?
Wer den Unternehmensaufbau nicht vollständig von Grund auf neu stemmen möchte, findet im “Franchising” eine attraktive Alternative. Dabei stellt der Franchise-Geber dem Franchise-Nehmer ein erprobtes und erfolgreiches Geschäftskonzept zur Verfügung, das dieser gegen entsprechende Vereinbarungen nutzen und am Markt umsetzen kann.

3. Angaben zum Unternehmen

Eine durchdachte und klar strukturierte Unternehmensplanung ist in allen Bereichen entscheidend – sei es bei der Wahl der Rechtsform, der Gestaltung der Organisationsstruktur oder der Auswahl des Personals. Diese strategischen Weichenstellungen prägen maßgeblich den langfristigen Erfolg Ihres Unternehmens.
Gründerinnen/ Gründer und Unternehmen
Wer steht hinter dem Unternehmen? Geben Sie im Businessplan einen kurzen Überblick über sich selbst und Ihr Führungsteam.
  • Wer gründet und führt das Unternehmen?
  • Warum möchte ich mich selbstständig machen?
  • Wer übernimmt schwerpunktmäßig welche Aufgaben?
  • Welche persönlichen und unternehmerischen Voraussetzungen sind vorhanden?
  • Welche fachlichen Vorerfahrungen und Kontakte bestehen?
Rechtliche Grundlagen
Bei einer Unternehmensgründung spielen rechtliche Aspekte in vielen Bereichen eine zentrale Rolle. Besonders bedeutsam ist die Wahl der passenden Rechtsform. Nehmen Sie sich in der Planungsphase genügend Zeit, um die verschiedenen Optionen sorgfältig zu prüfen. Eine grundlegende Weichenstellung ist dabei die Entscheidung zwischen einer Personen- und einer Kapitalgesellschaft. Holen Sie sich für diese Auswahl unbedingt fachkundige Beratung, um die für Ihr Vorhaben optimale Rechtsform zu finden.
  • Welche Rechtsform ist für mein Vorhaben geeignet?
  • Eignet sich für mich eine Personen- oder eine Kapitalgesellschaft?
  • Wie wird diese Rechtsform besteuert?
  • Ist es aus bestimmten Gründen wichtig, meine Haftung zu begrenzen?
  • Bin ich rechtlich über die Einnahme-Überschuss-Rechnung hinaus zur Buchführung verpflichtet (Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz etc.)?
  • Legt die Art meiner Kapitalbeschaffung bereits bestimmte Rechtsformen nahe?
  • Woher bekomme ich professionelle Beratung?
Organisation und Mitarbeitende
Ein tragfähiges Geschäftskonzept allein genügt nicht, um eine Gründung langfristig erfolgreich zu machen. Entscheidend ist auch, dass Sie Ihr Angebot dauerhaft in hoher Qualität produzieren und zuverlässig bereitstellen können. Dafür braucht es eine klug aufgebaute Unternehmensstruktur. Zu Ihren zentralen Aufgaben als Unternehmerin oder Unternehmer gehört es, reibungslose und effiziente Abläufe sicherzustellen, damit Ihr Betrieb stabil und leistungsfähig bleibt.
  • Wie sieht die Betriebsorganisation (Aufbau- und Ablauforganisation) aus?
  • Kann ich durch gute Organisation, Technikeinsatz und Aufgabendelegation jeden Arbeitsschritt so weit vereinfachen, dass ich günstiges Personal nutzen kann?
  • Welche Arbeitsschritte schreibe ich auf, damit ich sie nicht mehrmals erklären muss?
  • Wie verhindere ich, dass fehlerhafte Produkte beim Kunden ankommen (Qualitätsmanagement)?
  • Wie viele Mitarbeitende mit welchen Qualifikationen werde ich beschäftigen?
  • Welche arbeitsrechtlichen Vorgaben muss ich bearbeiten?
  • Wie setze ich einen Arbeitsvertrag auf?
  • Wie baue ich eine längerfristige Personalplanung auf?

4. Finanzen

Privater Finanzbedarf
In der Regel wird ein Unternehmen gegründet, um ein Einkommen zu erzielen und den eigenen Lebensunterhalt zu sichern. Deshalb spielt der private Finanzbedarf eine zentrale Rolle in Ihrer Finanzierungsplanung. Nur wenn Sie sowohl Ihr persönliches Wunsch- als auch Ihr Negativszenario realistisch einschätzen, können Sie beurteilen, ob Ihre Selbstständigkeit langfristig eine verlässliche und ausreichende Lebensgrundlage bieten kann.
  • Wie hoch ist meine monatliche private Miete?
  • Wieviel Beiträge habe ich für Kranken- und Rentenversicherung oder sonstige Versicherungen (z. B. Berufshaftpflicht) einzurechnen?
  • Von welchen monatlichen Lebenshaltungskosten gehe ich für mich und meine Familie aus?
  • Habe ich private Kredite abzuzahlen?
  • Welche Rücklagen für Neuanschaffungen, Urlaub oder Ausbildung der Kinder brauche ich?
  • Wie viel Geld muss ich also mindestens verdienen, um meine laufenden privaten Ausgaben (Miete, Lebensmittel, Versicherungen usw.) und eventuell die meiner Familie zu finanzieren?
Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan
Eine sorgfältige Kapitalbedarfsplanung bildet das Fundament für den stabilen Aufbau Ihres Unternehmens. Fällt die Kalkulation zu knapp aus, können die in der Anfangsphase typischen finanziellen Engpässe nur schwer überbrückt werden. Eine übermäßig großzügige Finanzierung verschafft zwar mehr Spielraum, verursacht jedoch Kosten, die gerade zu Beginn nur schwer zu erwirtschaften sind. Prüfen Sie daher fortlaufend und kritisch, für welche Zwecke Sie tatsächlich Kapital benötigen.
  • Welche Investitionen sind zum Zeitpunkt meiner Unternehmensgründung notwendig (Einrichtungen, Warenlager, Werbung, Gebühren, Betriebsmittel usw.)?
  • Welche Investitionen sind in den nächsten 1-3 Jahren geplant?
  • Welcher Kapitalbedarf ergibt sich insgesamt?
Nach der Ermittlung Ihres Finanzbedarfs sollten Sie prüfen, welche Bausteine zur Finanzierung Ihres Vorhabens infrage kommen. Die wichtigste Grundlage bilden dabei Ihre Eigenmittel. Sie sollten in angemessenem Umfang eingebracht werden, um eine stabile und krisenfeste Finanzierung sicherzustellen.
Der Investitionsbedarf sowie ein Teil des Betriebsmittelbedarfs sollten durch Eigenkapital und/oder langfristiges Fremdkapital – etwa Bankdarlehen oder öffentliche Kredite – gedeckt werden. Zudem lohnt es sich zu prüfen, ob staatliche Förderprogramme wie zinsgünstige Darlehen, Zuschüsse oder Bürgschaften genutzt werden können. Darüber hinaus ist es wichtig, eine ausreichende finanzielle Reserve für den privaten Lebensunterhalt einzuplanen, bis der neue Betrieb stabile und ausreichende Erträge erzielt.
Das benötigte Fremdkapital kann über Banken und Sparkassen aufgenommen werden. Da die Konditionen je nach Institut variieren, lohnt sich ein sorgfältiger Vergleich. Dennoch ist es sinnvoll, zunächst das Gespräch mit der eigenen Hausbank zu suchen, da diese Ihre Situation meist am besten einschätzen kann.
Finanzierungsprobleme zählen zu den häufigsten Ursachen für das Scheitern junger Unternehmen. Deshalb sollte der Kapitalbedarf – insbesondere für Betriebsmittel – keinesfalls zu knapp bemessen werden. Ein ausreichender Anteil an Eigenkapital (Faustregel: mindestens 15 bis 20 Prozent des Gesamtbedarfs) ist unerlässlich, um Stabilität zu gewährleisten. Ebenso wichtig ist es, die passenden Finanzierungsinstrumente gezielt und bedarfsgerecht einzusetzen.
Ertrags- und Rentabilitätsvorschau
Im Kern geht es darum, Umsatz und Kosten gegenüberzustellen, um den voraussichtlichen Gewinn zu bestimmen. Diese Aufstellung, dass sich Ihr Unternehmen wirtschaftlich trägt, wird als Rentabilitätsvorschau oder Umsatz- und Ertragsvorschau bezeichnet. Banken und andere Kapitalgeber verlangen in der Regel eine solche Vorschau für mindestens drei Jahre, da sich Umsätze, Kosten und Gewinne besonders in der Gründungsphase unterschiedlich stark entwickeln können. Nur Unternehmen, die im Prognosezeitraum Gewinne erwarten lassen, gelten als tragfähige Investition.
In der Praxis genügt es jedoch nicht, lediglich im Kerngeschäft einen Gewinn (Betriebsergebnis) auszuweisen. Entscheidend ist, dass der erwirtschaftete Gewinn auch alle weiteren Ausgaben deckt – etwa private Lebenshaltungskosten, Zinszahlungen oder Steuerbelastungen. Erst wenn dieses umfassendere Unternehmensergebnis positiv ausfällt, erzielen Sie tatsächlich einen Gesamtgewinn.
  • Welchen Gewinn wird mein Unternehmen erzielen?
  • Lohnt sich mein Vorhaben?
  • Kann ich meine Geldgeber von der wirtschaftlichen Tragfähigkeit meiner Geschäftsidee überzeugen?
  • Wie verteilen sich Umsatz und Ertrag?
  • Wie plane ich die Rentabilität meines Unternehmens zu steigern?
Die Rentabilitätsberechnung liefert entscheidende Hinweise zur finanziellen Leistungsfähigkeit Ihres Unternehmens und ist damit ein zentraler Faktor bei der Kreditvergabe. Eine solide Bonität erhöht nicht nur die Chancen auf eine Kreditzusage, sondern wirkt sich auch positiv auf die Konditionen aus – je besser Ihre Bonität, desto günstiger fallen in der Regel die Zinsen für Bank- und Förderkredite (z. B. der KfW) aus.
Liquiditätsplanung
Ein Unternehmen muss jederzeit in der Lage sein, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen – dazu gehören Löhne und Gehälter, Zahlungen an Lieferanten, Kreditrückführungen, Zinsen und weitere Verbindlichkeiten. Gerät ein Betrieb in die Situation, Rechnungen nicht mehr begleichen zu können, ist seine Existenz akut gefährdet. Zahlungsschwierigkeiten können daher schnell zur entscheidenden Frage über Fortbestand oder Scheitern des Unternehmens werden.
Umso wichtiger ist es, jederzeit über ausreichend liquide Mittel zu verfügen. Eine präzise Übersicht über alle erwartbaren Ein- und Auszahlungen – idealerweise in Form einer monatlichen Liquiditätsplanung – schafft Klarheit. Die Gegenüberstellung zeigt, ob eine Über- oder Unterdeckung besteht. Wenn Sie sich angewöhnen, Ihre Kontobewegungen regelmäßig zu prognostizieren und zu überprüfen, legen Sie damit den Grundstein für ein wirksames Controlling.
  • Wie werden voraussichtlich meine monatlichen Forderungszahlungen in den nächsten drei Jahren aussehen?
  • Wie werden voraussichtlich die monatlichen Kosten meines Unternehmens im Einzelnen in den nächsten drei Jahren aussehen?
  • Mit welcher monatlichen Liquiditätsreserve kann ich rechnen?
  • Wie ist die Rentabilitätsvorschau und die Liquiditätsplanung in meinem Unternehmen eingeplant?
  • Wie werde ich die Liquidität im laufenden Betrieb kontrollieren?

Zusätzliche Unterlagen für den Businessplan

(sofern erforderlich)
  • Lebenslauf/beruflicher Werdegang
  • Vertragsunterlagen im Entwurf (Gesellschaftsvertrag, Kaufvertrag, Mietvertrag etc.)
  • Selbstauskunft, Vermögensaufstellung, Einkommensteuerbescheid
  • Nachweis Eigenkapital
  • Sicherheitenvorschlag
  • Bei Firmenübernahme: Bilanzen der Vorjahre

Ihr Weg zu einem erfolgreichen Businessplan

Für die Ausarbeitung Ihres Businessplans stehen Ihnen zahlreiche Informationsquellen und Unterlagen zur Verfügung, auf die Sie zurückgreifen können:
Mit der Unternehmenswerkstatt Deutschland können Sie komfortabel Ihre Business- und Finanzplanvorlagen erstellen. Die digitale Plattform unterstützt Sie dabei, Ihre Geschäftsidee in einem sicheren und geschützten Umfeld zu entwickeln und sich gleichzeitig mit der bundesweiten Gründer-Community zu vernetzen. Zudem profitieren Sie von einer persönlichen und fachkundigen Begleitung durch eine Expertin oder einen Experten Ihrer IHK. Nutzen Sie die Unternehmenswerkstatt, um Ihre Geschäftsidee auszuarbeiten, die Finanzierung vorzubereiten und Investitionsvorhaben gezielt zu planen.
Ihre Vorteile mit der Unternehmenswerkstatt Deutschland:
Persönlichkeitstest für Existenzgründer/-innen – Entdecken Sie Ihre persönlichen Stärken und Entwicklungspotentiale
Musterverträge – Nutzen Sie die Vertragsvorlagen für verschiedene Geschäftssituationen
Rechtsformfinder – Ermitteln Sie in wenigen Schritten die optimale Rechtsform für Ihre Geschäftsidee
Bankenfähiger Finanzplan – Bereiten Sie Finanzierungsgespräche optimal vor
Persönliche IHK-Beratung – Experten und Expertinnen, die Sie auf Ihrem Weg begleiten
Wirtschaftliche Analyse-Tools – Risiken frühzeitig erkennen, Chancen nutzen
👉 Gestalten Sie Ihre Existenzgründung mit einem starken Partner an Ihrer Seite:
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Digitale Werkzeuge wie der Persönlichkeitstest für Existenzgründerinnen und -gründer, Musterverträge oder der Rechtsformfinder unterstützen Sie dabei, Ihre Gründung professionell zu planen und Ihre Geschäftsidee zielgerichtet umzusetzen. Ergänzend sorgen Leitfäden, Checklisten und ein bankenfähiger Finanzplan dafür, dass Sie den gesamten Prozess strukturiert und sicher gestalten. Unsere IHK-Expertinnen und -Experten stehen Ihnen beratend zur Seite.
Eine alternative Möglichkeit bietet die Gründerplattform des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Auch sie stellt ein kostenloses Online-Tool zur Erstellung von Businessplänen bereit. Der Funktionsumfang ähnelt dem der Unternehmenswerkstatt Deutschland, jedoch unterscheidet sich die Plattform in Struktur und Aufbau.
Selbstverständlich bieten wir Ihnen auch kostenfreie Orientierungsberatungen an und begleiten Sie kompetent durch den gesamten Gründungsprozess. Wenden Sie sich dazu gern an unsere Gründungsberaterinnen und Gründungsberater.

Weitere Tipps für eine erfolgreiche Unternehmensgründung

Wir haben die zentralen Punkte zusammengefasst, die vor dem Start geklärt sein müssen, von der strukturierten Vorbereitung über belastbare Zahlen bis zur klaren Positionierung am Markt. Die Hinweise richten sich an angehende Gründerinnen und Gründer, die fundierte Entscheidungen treffen und typische Fehler vermeiden wollen.