REACH: Verordnung soll nicht geöffnet werden

Kommissarin Roswall kündigt Verzicht auf Gesetzesöffnung und Fokus auf Vereinfachung und Marktaufsicht an.
In einem Austausch mit Mitgliedern des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments am 27. April 2026 hat EU-Kommissarin Jessika Roswall zentrale Leitlinien für die Weiterentwicklung der Chemikalienverordnung REACH vorgestellt. Nach intensiven Gesprächen mit zahlreichen Stakeholdern sei die Kommission zu dem Schluss gekommen, die Verordnung vorerst nicht erneut zu öffnen. Stattdessen betonte Roswall die Bedeutung von „Planbarkeit und Verlässlichkeit“.
Anstelle einer grundlegenden Revision will die Kommission auf gezielte Vereinfachungen und Modernisierungen setzen, die über das sogenannte Komitologieverfahren umgesetzt werden sollen. Damit kann die Kommission gemeinsam mit Vertretern der Mitgliedstaaten technische Anpassungen in den Anhängen der Verordnung vornehmen, ohne den gesamten Rechtsrahmen neu aufzurollen.
Zugleich kündigte Roswall Initiativen an, um bestehende Herausforderungen bei der Einhaltung der Vorschriften anzugehen. Besonders im Fokus stehen dabei unzureichende Kontrollen an den EU-Außengrenzen sowie eine Stärkung der Marktüberwachung innerhalb des Binnenmarktes.
Der Text der Ansprache der Kommissarin ist hier zu finden: Commissioner Roswall's address at the Structured Dialogue with ENVI Committee
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