Rohstoffe: Neues DERA-Frühwarnsystem für die Wirtschaft

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der BGR hat ein Echtzeitmonitoring für global bedeutende Produktionsstandorte von mineralischen Rohstoffen eingeführt. Damit können sich Unternehmen schneller über kritische Ereignisse auf den Rohstoffmärkten und damit verbundene Preis- und Lieferrisiken informieren.
Der Start des neuen Frühwarnsystems, das Teil des DERA-Rohstoffmonitorings ist, erfolgte heute in Anwesenheit von Frank Wetzel, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE).
Das neue Frühwarnsystem ist Bestandteil der nationalen Krisenvorsorge zur Erhöhung der Lieferketten-Resilienz. Gleichzeitig dient es der Umsetzung der EU-Verordnung zu kritischen Rohstoffen („European Critical Raw Materials Act“), die den Aufbau resilienter Lieferketten zum Ziel hat.
Mit dem Echtzeitmonitoring der DERA werden knapp 900 Bergbau- und Raffineriestandorte mit weltweiter Bedeutung für die Rohstoffmärkte überwacht. Für das Monitoring hat die DERA zunächst zwölf strategisch wichtige Rohstoffe ausgewählt, darunter Kupfer, Lithium und Seltene Erden. Gemeinsam mit einem beauftragten Unternehmen werden mit Hilfe von Big Data und künstlicher Intelligenz täglich Millionen von globalen Meldungen zu Ereignissen wie Naturkatastrophen, Unruhen, handelspolitische Konflikte oder Produktionsausfälle getrackt und bewertet. Haben solche Störungen das Potenzial weitreichender Auswirkungen auf die Lieferketten, erhalten Unternehmen von der DERA eine Warnmeldung mit einer Einschätzung der Situation für die jeweiligen Rohstoffmärkte.
Unternehmen, die Interesse am Echtzeitmonitoring haben, können sich ab sofort hier mit ihren Rohstoffpräferenzen anmelden.