Keyfacts zur Bedeutung der Industrie in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg hält eine herausragende Stellung als Industrieregion in Deutschland und Europa. Besondere Kennzeichen Baden-Württembergs sind dabei die mittelständische Struktur und weit verzweigte und tiefe Wertschöpfungsketten.
Was die Industrie in BW leistet, das zeigt sich auch in Zahlen und Statistiken. Die Industrie leidet aktuell unter den Standortbedingungen. Entlassungen und Werksschließungen drohen, ebenso Verlagerungen. Warum der Einsatz für die Industrie wichtig und lohnend ist, zeigen wir hier mit unseren Keyfacts zur Bedeutung der Industrie, zusammengetragen von den IHKs in Baden-Württemberg unter Federführung unserer IHK.
Was die Industrie in BW leistet, das zeigt sich auch in Zahlen und Statistiken. Die Industrie leidet aktuell unter den Standortbedingungen. Entlassungen und Werksschließungen drohen, ebenso Verlagerungen. Warum der Einsatz für die Industrie wichtig und lohnend ist, zeigen wir hier mit unseren Keyfacts zur Bedeutung der Industrie, zusammengetragen von den IHKs in Baden-Württemberg unter Federführung unserer IHK.
- Anzahl der Industriebetriebe mit mehr als 20 Beschäftigten in Baden-Württemberg
- Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung im Bundesländervergleich
- Auszubildendenquote in BW nach Branchen
- Industriebeschäftigte in BW-Betrieben (ab 20 Beschäftigten)
- Interne FuE-Aufwendungen und FuE-Personal im verarbeitenden Gewerbe (Bundesländervergleich)
- Investitionsquote im Verarbeitenden Gewerbe
- Beschäftigungsstruktur der Industrie in Baden-Württemberg
- Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung
- Exportquote der Industrie
- Umsatzentwicklung im Verarbeitenden Gewerbe (Betriebe ab 20 Beschäftigten)
Anzahl der Industriebetriebe mit mehr als 20 Beschäftigten in Baden-Württemberg
Im langfristigen Vergleich (2007 bis 2024) ist die Zahl der Industriebetriebe (Verarbeitendes Gewerbe) relativ stabil geblieben, schwankend um die Marke von 8.400. Der niedrigste Stand war in 2010, bedingt durch die Finanzkrise der Vorjahre. Anschließend folgte bis 2020 ein Aufwuchs um fast 8 Prozent. Seit 2020 ist ein Rückgang der Anzahl der Betriebe zu verzeichnen. Corona und Energiekrise haben dazu beigetragen, aber auch strukturelle Veränderungen.
Die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sollte stärker in den Fokus rücken. Maßnahmen zur Resilienz sind notwendig, um künftige Krisen abzufedern und strukturelle Veränderungen zu begleiten.
Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung im Bundesländervergleich
Mit fast 21 % Anteil an der Bruttowertschöpfung ist das verarbeitende Gewerbe eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft – und im internationalen Vergleich ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Baden-Württemberg liegt mit gut 31 % im Bundesländervergleich mit deutlichem Abstand an der Spitze und zählt auch im europäischen Vergleich zu den am stärksten industrialisierten Regionen.
Industrie schafft Wertschöpfung und Beschäftigung: Die Industrie ist nicht nur Wachstumsmotor, sondern sichert in BW jeden fünften Arbeitsplatz direkt – und über starke Zulieferketten viele weitere indirekt. Die hohe Wertschöpfungstiefe des industriellen Mittelstands bildet dabei das Rückgrat des Standortes.
Innovationskraft als Standortfaktor: Ein Großteil der F&E-Ausgaben wird von der Industrie selbst getragen. Das macht BW zu einer der innovationsstärksten Regionen Europas – ein entscheidender Vorteil beim Aufbau von Zukunftsbranchen wie KI, Wasserstoff, Halbleitern oder neuen Werkstoffen.
Gleichzeitig nimmt der Transformationsdruck zu: Dekarbonisierung, Digitalisierung, geopolitische Spannungen, Fachkräftemangel und der globale Wettbewerb stellen hochindustrialisierte Regionen vor besondere Herausforderungen. Der Umbau von Produkten, Prozessen und Geschäftsmodellen erfordert massive Investitionen – und Tempo.
Was jetzt zählt: Die Erschließung und Stärkung von Zukunftsfeldern über alle Industriebranchen hinweg erhöht die Resilienz und sichert unsere industrielle Spitzenposition. Eine starke Industrie ist und bleibt der Schlüssel für Wohlstand, Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit in Baden-Württemberg.
Auszubildendenquote in BW nach Branchen
Ohne Nachwuchs keine Zukunft – und darum bleibt die Ausbildungsquote für Baden-Württemberg entscheidend. Die Auszubildendenquote misst den Anteil der Auszubildenden an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten – ein zentraler Indikator für die Fachkräftesicherung und damit für die Zukunftsfähigkeit des Standorts.
Langfristiger Trend: Die Quote ist im Zeitverlauf leicht gesunken. Nach einem spürbaren Rückgang bis 2017 zeigen sich seither stabile bis positive Entwicklungen – jedoch mit deutlichen Unterschieden zwischen den Branchen.
Industrie erholt sich deutlich: Das Verarbeitende Gewerbe (inkl. Bau) verzeichnet ab 2020 einen klaren Anstieg. Ein starkes Signal: Die Industrie investiert in Ausbildung und damit in ihre eigene Fachkräftesicherung.
Dienstleistungen fallen zurück: Handel, Dienstleistungen und öffentlicher Sektor lagen fast durchgehend unter dem Industrieniveau und zeigen seit 2021 eine gegenläufige Entwicklung: Das schwächt die Fachkräftebasis dort – und trifft indirekt auch die Industrie (z. B. IT, Logistik, Verwaltung).
Warum das wichtig ist: Eine stabile Ausbildungsbasis ist ein zentraler Standortfaktor – gerade in einem Bundesland mit außergewöhnlich hoher industrieller Wertschöpfung. Wo ausgebildet wird, bleiben Fachkräfte, entstehen Innovationen und sichern Unternehmen ihre Zukunftsfähigkeit. Eine starke Ausbildungsquote ist mehr als eine Kennzahl – sie entscheidet über Innovationskraft, Fachkräftebasis und Resilienz des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg.
Industriebeschäftigte in BW-Betrieben (ab 20 Beschäftigten)
Die Zahl der Industriebeschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe ist ein zentraler Indikator für die wirtschaftliche Substanz und die Widerstandsfähigkeit des Industriestandorts Baden-Württemberg. Langfristige Entwicklung: Trotz erheblicher Krisen hat die Industrie ihre Beschäftigtenbasis langfristig ausgebaut. Seit 2007 ist die Zahl der Industriebeschäftigten insgesamt gestiegen – unterbrochen durch zwei markante Einschnitte: die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 und die Coronapandemie.
Aber: Der Trend ist kein Selbstläufer: Aktuelle Entwicklungen – insbesondere in zentralen Industriebranchen wie dem Automotive-Sektor – zeigen, dass diese Stabilität unter Druck steht. Transformation, Kostenbelastungen und Unsicherheiten wirken zunehmend auf Beschäftigungsentscheidungen.
Schlussfolgerung: Die Industrie bleibt ein zentraler Arbeitgeber in Baden-Württemberg. Entscheidend für die Zukunft ist jedoch, ob es gelingt, den Standort für Fachkräfte im In- und Ausland attraktiv zu halten, Transformation aktiv zu begleiten und Qualifizierung und Weiterbildung systematisch auszubauen. Nur so lässt sich industrielle Beschäftigung langfristig sichern – auch unter veränderten Rahmenbedingungen.
Aber: Der Trend ist kein Selbstläufer: Aktuelle Entwicklungen – insbesondere in zentralen Industriebranchen wie dem Automotive-Sektor – zeigen, dass diese Stabilität unter Druck steht. Transformation, Kostenbelastungen und Unsicherheiten wirken zunehmend auf Beschäftigungsentscheidungen.
Schlussfolgerung: Die Industrie bleibt ein zentraler Arbeitgeber in Baden-Württemberg. Entscheidend für die Zukunft ist jedoch, ob es gelingt, den Standort für Fachkräfte im In- und Ausland attraktiv zu halten, Transformation aktiv zu begleiten und Qualifizierung und Weiterbildung systematisch auszubauen. Nur so lässt sich industrielle Beschäftigung langfristig sichern – auch unter veränderten Rahmenbedingungen.
Interne FuE-Aufwendungen und FuE-Personal im verarbeitenden Gewerbe (Bundesländervergleich)
Forschung und Entwicklung (FuE) sind der zentrale Treiber industrieller Wettbewerbsfähigkeit. Die internen FuE-Aufwendungen und das FuE-Personal zeigen, wo in Deutschland technologischer Fortschritt entsteht. Baden-Württemberg als klarer Spitzenreiter: Im Bundesländervergleich liegt Baden-Württemberg deutlich an der Spitze: Jeder dritte Euro der internen FuE-Aufwendungen stammt aus dem Ländle. Rund 31 % des gesamten FuE-Personals im verarbeitenden Gewerbe sind hier beschäftigt. Kein anderes Bundesland erreicht eine vergleichbare Konzentration von industrieller Innovationsleistung.
Baden-Württemberg ist das Innovationszentrum der deutschen Industrie – doch diese Position ist kein Selbstläufer. Um Risiken zu reduzieren, braucht es eine breite Verteilung von Forschungsaktivitäten auf viele Branchen, die Stärkung neuer Technologiefelder, und eine konsequente Steigerung der Attraktivität technischer Berufe – etwa durch Stipendien, Ausbildungsinitiativen und eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Hochschulen. Innovationskraft entsteht aus Investitionen, Talenten und Vielfalt – und genau hier entscheidet sich die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts.
Baden-Württemberg ist das Innovationszentrum der deutschen Industrie – doch diese Position ist kein Selbstläufer. Um Risiken zu reduzieren, braucht es eine breite Verteilung von Forschungsaktivitäten auf viele Branchen, die Stärkung neuer Technologiefelder, und eine konsequente Steigerung der Attraktivität technischer Berufe – etwa durch Stipendien, Ausbildungsinitiativen und eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Hochschulen. Innovationskraft entsteht aus Investitionen, Talenten und Vielfalt – und genau hier entscheidet sich die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts.
Investitionsquote im Verarbeitenden Gewerbe
Die Investitionsquote – also der Anteil der Investitionen am Umsatz – zeigt, wie stark Unternehmen in ihre eigene Zukunft investieren. Sie ist ein zentraler Indikator für Modernisierung, Kapazitätsausbau und Transformation.
Baden-Württemberg ist über dem Bundesdurchschnitt: In allen betrachteten Jahren lag die Investitionsquote der Industrie in Baden-Württemberg über dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Ein klares Zeichen für die traditionell hohe Investitionsbereitschaft der baden-württembergischen Industrie. Seit 2020: deutlicher Rückgang: Sowohl in Baden-Württemberg als auch deutschlandweit ist seit 2020 ein spürbarer Rückgang der Investitionsquote zu beobachten. Das deutet auf zunehmende Unsicherheiten und eine wachsende Zurückhaltung bei Unternehmen hin.
Schlussfolgerung: Die Industrie in Baden-Württemberg hat ihre Investitionskraft über Jahre hinweg unter Beweis gestellt. Entscheidend ist nun, wieder verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu gehören Planungssicherheit für Unternehmen, gezielte Investitionsanreize und steuerliche Impulse sowie eine wirtschaftspolitische Stabilität, die Transformationsprozesse unterstützt. Denn Investitionen von heute sichern Innovationskraft, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit von morgen.
Baden-Württemberg ist über dem Bundesdurchschnitt: In allen betrachteten Jahren lag die Investitionsquote der Industrie in Baden-Württemberg über dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Ein klares Zeichen für die traditionell hohe Investitionsbereitschaft der baden-württembergischen Industrie. Seit 2020: deutlicher Rückgang: Sowohl in Baden-Württemberg als auch deutschlandweit ist seit 2020 ein spürbarer Rückgang der Investitionsquote zu beobachten. Das deutet auf zunehmende Unsicherheiten und eine wachsende Zurückhaltung bei Unternehmen hin.
Schlussfolgerung: Die Industrie in Baden-Württemberg hat ihre Investitionskraft über Jahre hinweg unter Beweis gestellt. Entscheidend ist nun, wieder verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu gehören Planungssicherheit für Unternehmen, gezielte Investitionsanreize und steuerliche Impulse sowie eine wirtschaftspolitische Stabilität, die Transformationsprozesse unterstützt. Denn Investitionen von heute sichern Innovationskraft, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit von morgen.
Beschäftigungsstruktur der Industrie in Baden-Württemberg
Jeder vierte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Baden-Württemberg arbeitet in der Industrie – ein Wert, von dem viele Regionen Europas nur träumen können. Die Industrie prägt Baden-Württemberg nicht nur durch Wertschöpfung und Exporte, sondern auch als Arbeitgeber. Ein Blick auf die Beschäftigungsstruktur zeigt, welche Branchen den Industriestandort besonders tragen.
Rund 27 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Baden-Württemberg arbeiten im Verarbeitenden Gewerbe. Damit bleibt die Industrie ein zentraler Pfeiler für Beschäftigung, Wohlstand und Innovationskraft im Land.
Innerhalb der Industrie ist der Maschinen- und Fahrzeugbau mit Abstand die größte Branche. Auf ihn entfallen rund 42 % aller Industriebeschäftigten. Die Stärke Baden-Württembergs basiert damit maßgeblich auf Branchen, die seit Jahrzehnten für technologische Spitzenleistungen und internationale Wettbewerbsfähigkeit stehen.
Neben dem Maschinen- und Fahrzeugbau spielen auch die Elektronik-, Metall- und Chemieindustrie eine wichtige Rolle. Gemeinsam stellen sie rund 40 % der Industriebeschäftigten. Das zeigt: Baden-Württemberg verfügt über eine vergleichsweise breit diversifizierte Industrielandschaft, die auf mehreren starken Säulen steht.
Die breite Branchenstruktur ist eine wichtige Stärke des Industriestandorts Baden-Württemberg und trägt zur Stabilität bei. Gleichzeitig sollte die Diversifizierung weiter vorangetrieben werden. Besonders die Elektronik- und Chemieindustrie bieten Chancen für zukünftiges Wachstum. Entscheidend bleibt zudem, ausreichend in Forschung, Entwicklung und Innovation zu investieren, damit die Wettbewerbsfähigkeit aller industriellen Kernbranchen langfristig gesichert werden kann.
Rund 27 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Baden-Württemberg arbeiten im Verarbeitenden Gewerbe. Damit bleibt die Industrie ein zentraler Pfeiler für Beschäftigung, Wohlstand und Innovationskraft im Land.
Innerhalb der Industrie ist der Maschinen- und Fahrzeugbau mit Abstand die größte Branche. Auf ihn entfallen rund 42 % aller Industriebeschäftigten. Die Stärke Baden-Württembergs basiert damit maßgeblich auf Branchen, die seit Jahrzehnten für technologische Spitzenleistungen und internationale Wettbewerbsfähigkeit stehen.
Neben dem Maschinen- und Fahrzeugbau spielen auch die Elektronik-, Metall- und Chemieindustrie eine wichtige Rolle. Gemeinsam stellen sie rund 40 % der Industriebeschäftigten. Das zeigt: Baden-Württemberg verfügt über eine vergleichsweise breit diversifizierte Industrielandschaft, die auf mehreren starken Säulen steht.
Die breite Branchenstruktur ist eine wichtige Stärke des Industriestandorts Baden-Württemberg und trägt zur Stabilität bei. Gleichzeitig sollte die Diversifizierung weiter vorangetrieben werden. Besonders die Elektronik- und Chemieindustrie bieten Chancen für zukünftiges Wachstum. Entscheidend bleibt zudem, ausreichend in Forschung, Entwicklung und Innovation zu investieren, damit die Wettbewerbsfähigkeit aller industriellen Kernbranchen langfristig gesichert werden kann.
Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung
Das verarbeitende Gewerbe ist eine tragende Säule der hiesigen Wirtschaft – insbesondere im internationalen Vergleich. Der Anteil der Industrie an der Bruttowertschöpfung zeigt, wie stark ein Wirtschaftsstandort industriell geprägt ist.
Mit einem Anteil von 31 % weist Baden-Württemberg den höchsten Industrieanteil bei der Bruttowertschöpfung aller Bundesländer auf. Es gibt große Unterschiede zwischen den Bundesländern: Während einige Regionen stark industriell geprägt sind, liegt der Anteil in anderen Ländern deutlich niedriger. Das verdeutlicht die besondere Rolle Baden-Württembergs als industrieller Kernstandort Deutschlands.
Die hohe industrielle Wertschöpfung bildet die Grundlage für Exportstärke, Innovation, hochwertige Beschäftigung und technologische Wettbewerbsfähigkeit. Gerade Zukunftsfelder wie Automatisierung, Umwelttechnologien, KI oder klimaneutrale Produktion bauen auf dieser industriellen Basis auf.
Aber: zunehmender globaler Wettbewerbsdruck, hohe Transformationskosten hin zur klimaneutralen Industrie, steigende Energie- und Standortkosten, Risiken durch technologische Umbrüche in Schlüsselbranchen fordern die Industrie.
Baden-Württemberg und Deutschland profitieren von einer starken industriellen Basis – doch ihre Zukunftsfähigkeit hängt entscheidend davon ab, wie erfolgreich die Transformation gestaltet wird.
Mit einem Anteil von 31 % weist Baden-Württemberg den höchsten Industrieanteil bei der Bruttowertschöpfung aller Bundesländer auf. Es gibt große Unterschiede zwischen den Bundesländern: Während einige Regionen stark industriell geprägt sind, liegt der Anteil in anderen Ländern deutlich niedriger. Das verdeutlicht die besondere Rolle Baden-Württembergs als industrieller Kernstandort Deutschlands.
Die hohe industrielle Wertschöpfung bildet die Grundlage für Exportstärke, Innovation, hochwertige Beschäftigung und technologische Wettbewerbsfähigkeit. Gerade Zukunftsfelder wie Automatisierung, Umwelttechnologien, KI oder klimaneutrale Produktion bauen auf dieser industriellen Basis auf.
Aber: zunehmender globaler Wettbewerbsdruck, hohe Transformationskosten hin zur klimaneutralen Industrie, steigende Energie- und Standortkosten, Risiken durch technologische Umbrüche in Schlüsselbranchen fordern die Industrie.
Baden-Württemberg und Deutschland profitieren von einer starken industriellen Basis – doch ihre Zukunftsfähigkeit hängt entscheidend davon ab, wie erfolgreich die Transformation gestaltet wird.
Exportquote der Industrie
Baden-Württemberg verdient jeden zweiten Euro im Ausland – und genau darin liegt Stärke und Risiko zugleich. Die Exportquote misst den Anteil der Auslandsumsätze am Gesamtumsatz und ist ein zentraler Indikator für die internationale Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft.
Die Industrie in Baden-Württemberg weist seit 2007 durchgehend eine höhere Exportquote auf als der deutsche Durchschnitt. Ein klares Zeichen für die starke internationale Ausrichtung des Industriestandorts. Seit 2007 ist die Exportquote in Baden-Württemberg um rund 10 Prozentpunkte gestiegen – deutlich stärker als in Deutschland insgesamt (+ gut 5 Prozentpunkte). Das zeigt: Die Unternehmen im Land haben ihre Position auf den Weltmärkten erfolgreich ausgebaut.
Selbst in wirtschaftlichen Einbrüchen wie 2009 oder 2020 ging die Exportquote in Baden-Württemberg weniger stark zurück als im Bundesdurchschnitt. Ein Hinweis auf die hohe Wettbewerbsfähigkeit und Spezialisierung der Industrie.
Gefährliche Entwicklungen können entstehen durch zunehmende Abhängigkeit von globalen Märkten, geopolitische Spannungen und Handelskonflikte, regulatorische Hürden im internationalen Handel, wachsende Konkurrenz durch aufstrebende Industrienationen und konjunkturelle Schwächen in wichtigen Absatzmärkten.
Die Industrie in Baden-Württemberg weist seit 2007 durchgehend eine höhere Exportquote auf als der deutsche Durchschnitt. Ein klares Zeichen für die starke internationale Ausrichtung des Industriestandorts. Seit 2007 ist die Exportquote in Baden-Württemberg um rund 10 Prozentpunkte gestiegen – deutlich stärker als in Deutschland insgesamt (+ gut 5 Prozentpunkte). Das zeigt: Die Unternehmen im Land haben ihre Position auf den Weltmärkten erfolgreich ausgebaut.
Selbst in wirtschaftlichen Einbrüchen wie 2009 oder 2020 ging die Exportquote in Baden-Württemberg weniger stark zurück als im Bundesdurchschnitt. Ein Hinweis auf die hohe Wettbewerbsfähigkeit und Spezialisierung der Industrie.
Gefährliche Entwicklungen können entstehen durch zunehmende Abhängigkeit von globalen Märkten, geopolitische Spannungen und Handelskonflikte, regulatorische Hürden im internationalen Handel, wachsende Konkurrenz durch aufstrebende Industrienationen und konjunkturelle Schwächen in wichtigen Absatzmärkten.
Die Exportstärke ist eine der größten Stärken Baden-Württembergs – gleichzeitig erhöht sie die Verwundbarkeit gegenüber externen Schocks.
Umsatzentwicklung im Verarbeitenden Gewerbe (Betriebe ab 20 Beschäftigten)
Der Industrieumsatz ist ein zentraler Indikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Standorts. Er zeigt, wie stark die industrielle Basis Baden-Württembergs im internationalen Wettbewerb eingebunden ist. Der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe zeigt insgesamt ein nachhaltiges Wachstum – allerdings mit deutlichen Einbrüchen 2009 im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise und 2020 während der Coronapandemie.
Auf beide Krisen folgten schnelle und dynamische Erholungen mit zweistelligen Wachstumsraten. Das unterstreicht die Anpassungsfähigkeit und Substanz der baden-württembergischen Industrie. Für 2024 zeigt sich erneut ein deutlicher Rückgang. Das macht sichtbar: Die Industrie ist widerstandsfähig – aber auch stark abhängig von globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Baden-Württemberg profitiert von einer starken industriellen Basis, die sich in der Vergangenheit als krisenfest erwiesen hat. Diese Resilienz gibt Anlass zur Zuversicht – auch in aktuell herausfordernden Phasen.
Entscheidend bleibt jedoch die weitere Diversifizierung von Märkten und Branchen, Investitionen in zukunftsorientierte Technologien sowie die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch gute Standortbedingungen.
Auf beide Krisen folgten schnelle und dynamische Erholungen mit zweistelligen Wachstumsraten. Das unterstreicht die Anpassungsfähigkeit und Substanz der baden-württembergischen Industrie. Für 2024 zeigt sich erneut ein deutlicher Rückgang. Das macht sichtbar: Die Industrie ist widerstandsfähig – aber auch stark abhängig von globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Baden-Württemberg profitiert von einer starken industriellen Basis, die sich in der Vergangenheit als krisenfest erwiesen hat. Diese Resilienz gibt Anlass zur Zuversicht – auch in aktuell herausfordernden Phasen.
Entscheidend bleibt jedoch die weitere Diversifizierung von Märkten und Branchen, Investitionen in zukunftsorientierte Technologien sowie die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch gute Standortbedingungen.