Start der "Plattform Klimaneutrales Stromsystem" (PKNS)

Mit etwas Verspätung hat das Bundeswirtschaftsministerium am gestrigen Montag zum Auftakttreffen der „Plattform Klimaneutrales Stromsystem“ (PKNS) geladen. Laut Koalitionsvertrag sollte der Dialogprozess bereits im Jahr 2022 starten, was aufgrund der Energiekrise nicht abbildbar war.
Ziel der Plattform ist es, in einem beschleunigten Verfahren noch in diesem Jahr einen Sommer- und einen Winterbricht mit Maßnahmen für eine Strommarktreform mit Blick auf das Energiesystem ab 2030 vorzulegen. Vor dem Hintergrund, dass die Arbeit der Plattform noch bis letzte Woche auf das Jahr 2025 terminiert war, ist der neue Zeitplan in jedem Fall sehr ambitioniert. Neben dem Plenum besteht die PKNS aus vier Arbeitsgruppen, die sich erstmals ab März treffen werden. Das Plenum wird sich frühestens Ende April erneut treffen, um ein gemeinsames „Zielbild“ zu formulieren. Wenige Wochen später soll dann bereits der Sommerbericht folgen, in welchem auch Maßnahmen zur Reform der Netzentgelte enthalten sein sollen.
Gleichzeitig soll eine „Kraftwerksstrategie“ erarbeitet werden und auch die Reform zum europäischen Strommarktdesign wird Mitte März Vorschläge der Kommission präsentieren. Wie die unterschiedlichen Prozesse rund um die zukünftige Ausgestaltung des Strommarkts zu einem Gesamtbild zusammenlaufen sollen, bleibt bisher unklar. Fest steht, dass die teilnehmenden Verbände der PKNS kein Mandat wie bei der Kohle- oder Gas-Kommission haben und lediglich unverbindliche Vorschläge erarbeiten sollen.
Weitere Informationen zur PKNS sowie zu den Themen der vier Arbeitsgruppen finden Sie unter: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/plattform-klimaneutrales-stromsystem.html
(Quelle: DIHK)