Das Bundeswirtschaftsministerium stellt erste Pläne für ein Wasserstoffstartnetz dar

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) unterstützt das Konzept eines privatwirtschaftlich organisierten Wasserstoffnetzes laut dem Vorschlag der Fernleitungsbetreiber (FNB Gas).
Die Debatte über die Errichtung einer staatlichen Wasserstoffnetzgesellschaft, wie sie im ersten Entwurf zur Fortschreibung der nationalen Wasserstoffstrategie vorgesehen ist, die den Ausbau des Wasserstoffnetzes unter staatlicher Führung ermöglichen soll, sollte daher vom Tisch sein.
In einem zweiten Schritt sollen bereits ab 2024 die Planungen für das Gas- und das Wasserstoffnetz in einem „integrierten Netzentwicklungsplan Gas/Wasserstoff“ zusammengeführt werden.
Ab dem Sommer soll ein Projekt für ein Wasserstoffnetz mit einer Länge von etwa 1700 Kilometern fertig sein, in das auch die IPCEI-Projekte integriert werden. Die Bundesnetzagentur sollte in Zusammenarbeit mit den Fernleitungsnetzbetreibern und auf der Grundlage ihres Netzentwicklungsplans (NEP) für den Ausbau des Netzes zuständig sein. Alle Bundesländer sollten angeschlossen werden. Ab 2027 könnte ein Wasserstoffnetz aus umgewidmeten Gasleitungen geschaffen werden, beginnend mit dem westlichen Teil der Bundesrepublik.
Auch die Frage der Netzfinanzierung muss geklärt werden. Diese könnte auf dem Konzept des "Amortisationskontos" der Dena basieren, das eine staatliche Absicherung für die Netzbetreiber für den Fall einer Verzögerung des Wasserstoff-Markthochlaufs und somit Kunden, bzw. Netznutzer, ausbleiben. Laut diesem Konzept sollten die Netzbetreiber den Ausbau vorfinanzieren und in der Anfangsphase sollten die Netzentgelte gedeckelt werden, um potenzielle Netznutzer nicht abzuschrecken. Die sich daraus ergebende Finanzierungslücke sollte durch das "Amortisationskonto" geschlossen werden, von dem die Ausbaukosten abgezogen und auf das die Netzentgelte eingezahlt werden.
Quelle: DIHK