Aktueller Stand des BMWK zum Übertragungsnetzausbau

In einem Bilanzpapier berichtet das Wirtschaftsministerium über den aktuellen Stand des Übertragungsnetzausbaus.
Der Übertragungsnetzausbau ist dringend notwendig, damit die überregionalen Stromtransporte realisiert werden können. Leider unterstreicht die Bilanz, dass viele Ausbauvorhaben sich noch in der Planung befinden und nicht im Bau sind. Auch enthält das Bilanzpapier an entscheidender Stelle zur Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren keine konkreten Maßnahmen und bleibt vage. Ob der Netzausbau bis 2030, wie in der Planung vorgesehen, fertiggestellt werden kann, um die Versorgungssicherheit in einem weitgehend aus erneuerbaren Energien bestehenden Stromsystem auch zu gewährleisten, bleibt fraglich.
Die Kosten des Übertragungsnetzausbaus werden im Bilanzpapier nicht genannt. Nach dem aktuellen Stand des Netzentwicklungsplans sind in jedem Fall Investitionen der Übertragungsnetzbetreiber von etwa 250 Mrd. Euro bis 2045 für ein klimaneutrales Stromnetz notwendig. Hinzu kommen weitere Investitionen zur Modernisierung der Verteilnetze in den Regionen. Die Kosten der Netzbetreiber werden zukünftig die Höhe der Netzentgelte und damit die Strompreise für Unternehmen stark beeinflussen.
Quelle: DIHK