Energiesteuern auf Kraftstoffe jetzt auf EU-Mindestmaß senken

Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) unterstützt den aktuellen Vorschlag von DIHK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Helena Melnikov, die Energiesteuern auf Kraftstoffe befristet auf das europäische Mindestniveau zu senken.
„Wir machen uns den Vorschlag von Dr. Helena Melnikov ausdrücklich zu eigen. Die Bundesregierung sollte die Energiesteuern auf Kraftstoffe jetzt befristet auf das europäische Mindestniveau senken. Die Unternehmen in unserer Region brauchen rasch eine spürbare Entlastung – nicht irgendwann, sondern jetzt“, sagt IHKLW-Präsident Andreas Kirschenmann.
Nach Einschätzung der IHKLW wäre eine solche Entscheidung eine schnell wirksame Entlastung für Unternehmen und Verbraucher. Gerade für Logistik, Handel, Handwerk, Dienstleistungen und andere mobilitätsabhängige Betriebe würden sinkende Kraftstoffkosten unmittelbar wirken. „Hohe Spritpreise treffen längst nicht nur das Verkehrsgewerbe. Sie verteuern Transporte, erhöhen Beschaffungs- und Vertriebskosten und belasten ganze Wertschöpfungsketten. Deshalb braucht es jetzt eine pragmatische Lösung, die schnell umsetzbar ist und direkt bei den Unternehmen ankommt“, so Kirschenmann.
Die IHKLW begrüßt ausdrücklich, dass mit dem DIHK-Vorschlag ein konkreter und kurzfristig umsetzbarer Weg auf dem Tisch liegt. Demnach könnte das Benzin um rund 35 Cent je Liter und Diesel um knapp 17 Cent je Liter günstiger werden. Eine solche befristete Absenkung staatlich veranlasster Belastungen auf Kraftstoffe würde aus Sicht der Kammer in der aktuellen wirtschaftlichen Lage das richtige Signal senden.
Die aktuellen Konjunkturberichte der IHKLW zeigen, dass viele Unternehmen im IHKLW-Bezirk bereits zurückhaltend investieren und vorsichtig planen. Zusätzliche Belastungen bei Energie und Mobilität verschärfen diesen Druck weiter. „Unsere Unternehmen brauchen Entlastung statt neuer Zusatzkosten. Wer Investitionen, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit stärken will, muss bei den staatlich beeinflussten Energie- und Mobilitätskosten ansetzen. Deshalb unterstützen wir auch die Forderung, die Stromsteuer dauerhaft auf das europäische Mindestniveau zu senken“, betont Kirschenmann.
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Lüneburg, 25. März 2026