Ausbildungsbotschafter im Porträt
IHKLW-Ausbildungsbotschafter*innen geben Schüler*innen authentische Einblicke in die Berufswelt und zeigen, wie vielfältig Ausbildung heute ist. Matti Heuer und Antonia Noth sind zwei von rund 500 IHKLW-Ausbildungsbotschafter*innen, die im Moment im Einsatz an über 100 Schulen sind. Zwei Ausbildungsbotschafter*innen im Kurz-Porträt:
Matti Heuer
Matti Heuer weiß noch genau, wie sich seine Einsätze als Ausbildungsbotschafter anfühlten. Er, der angehende Bankkaufmann vor der Klasse. Auf der anderen Seite die zuerst noch recht unruhigen SchülerInnen. „Ich habe mich durchaus wiedererkannt“, sagt der 21-Jährige, der im August sein drittes Lehrjahr in der Volksbank eG Südheide – Isenhagener Land – Altmark in Celle beginnt. Und als Matti Heuer verrät, dass er selbst sich für sein Abitur relativ wenig ins Zeug gelegt habe, bringt man dies kaum zusammen mit dem jungen Mann, der extrem reflektiert wirkt. Mit Ausbildungsstart habe er begonnen, hohe Erwartungen an sich zu stellen. Für ihn nur folgerichtig, sich für das IHK-Amt zu bewerben. Er ist überzeugt: „Das Ehrenamt hat definitiv meine eigene Persönlichkeitsentwicklung geprägt.“ Oberste Priorität sei es gewesen, den Jugendlichen auf Augenhöhe zu begegnen. Kein Problem für seine Generation, die der 21-Jährige für besonders offen hält. „Man redet auch über vermeintliche Tabus wie Gehälter und ist bereit, neue Wege auszuprobieren.“ Sein persönlicher Ansatz: „Ich wollte nicht stumpf Werbung für meinen Job machen, sondern Denkprozesse anstoßen. Deshalb habe ich ermutigt, über folgende Fragen nachzudenken: Wer bin ich, und wie soll meine Zukunft aussehen?“ Fragen, die auch im weiteren Berufsleben relevant seien.
Antonia Noth
Wenn man sich mit Antonia Noth unterhält, wird sehr schnell deutlich, dass sie ihren Traumberuf gefunden hat. Die ausgelernte Hotelfachfrau hatte nach dem Fachabitur ihre Lehre im The Ritz-Carlton in Wolfsburg begonnen – zur eigenen Freude zusammen mit ihrem besten Freund. „Ich hatte mich auf eine abwechslungsreiche Ausbildung gefreut, und tatsächlich: Jeder Tag war anders“, sagt die 22-Jährige. Schon deshalb, weil sie bald „ins kalte Wasser“ habe springen und Verantwortung übernehmen müssen. „Spontane Einsätze im Service oder die Leitung einer Hausführung haben mich gezwungen, meine Comfort Zone zu verlassen und mich selbstständiger gemacht.“ Noch so eine Erfahrung sei die Rolle als Ausbildungsbotschafterin an drei Schulen gewesen. „Toll war das IHK-Training im Vorfeld: Wir wurden ermutigt, uns ganz authentisch zu geben – ein Rat, den ich in den Job mitgenommen habe.“ Dazu gehöre für sie auch, mit KollegInnen offen über Probleme zu sprechen. Antonia Noth wird weiter im 5-Sterne-Haus arbeiten, wie gewünscht im Food&Beverage-Bereich. An die Arbeitszeiten hat sich längst gewöhnt. Ob irgendwann das Ausland wartet? Sie lässt es auf sich zukommen. SchülerInnen rät sie, schon früh Praktika einzuplanen. Manchmal ist der Weg zum Traumjob nämlich gar nicht so weit.
