TECHNISCHE WEITERBILDUNG
Wichtig: Du brauchst keine klassische Elektroausbildung, um teilzunehmen – die Weiterbildung ist genau für den Quereinstieg aus verwandten technischen Berufen konzipiert.
Theorie und Praxis werden dabei eng verzahnt: Du lernst nicht nur die normativen Grundlagen, sondern wendest sie direkt an konkreten Übungsaufbauten an.
Das unterscheidet die Geprüfte Elektrofachkraft von der kürzeren Qualifizierung "Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten", die nur für klar abgegrenzte, sich wiederholende Arbeiten im spannungsfreien Zustand berechtigt. Falls du unsicher bist, welche der beiden Qualifikationen zu deinem Bedarf passt, findest du eine ausführliche Gegenüberstellung aller Elektro-Weiterbildungen (inklusive Hochvolt-Schulungen) in unserem Vergleichsartikel zu Elektrofachkraft, Hochvolt und Elektromobilität.
Der Abschluss verbessert nicht nur deine Aufstiegschancen, sondern erhöht auch die elektrotechnische Sicherheit in deinem Unternehmen – ein Argument, das sich auch gut für die Kostenübernahme durch deinen Arbeitgeber nutzen lässt.
Geprüfte Elektrofachkraft (IHK): Dein Weg zur anerkannten Fachkraft für Elektrotechnik
Du arbeitest im technischen Bereich, hast aber keine klassische Elektroausbildung – und stößt beruflich immer öfter an eine Grenze, sobald es um elektrotechnische Aufgaben geht? Genau hier setzt die Weiterbildung zur Geprüften Elektrofachkraft (IHK) an. Sie qualifiziert dich für die eigenverantwortliche Planung, Installation, Prüfung und Instandhaltung elektrischer Anlagen – unabhängig davon, ob du aus der Metallbranche, dem Handwerk oder der Instandhaltung kommst.
In diesem Artikel erfährst du, was die Weiterbildung genau beinhaltet, wer sie machen kann, wie die Prüfung abläuft und welche Karrierechancen sich danach eröffnen.
Was ist eine Geprüfte Elektrofachkraft (IHK)?
Die Geprüfte Elektrofachkraft (IHK) ist eine anerkannte Weiterbildungsqualifikation für gewerblich-technische Fachkräfte, die elektrotechnische Aufgaben eigenverantwortlich übernehmen möchten – ohne dafür eine vollständige Erstausbildung in einem Elektroberuf zu durchlaufen. Der Abschluss ist einer vollständigen Ausbildung in einem anerkannten Elektroberuf gleichwertig und wird bundesweit von Arbeitgebern anerkannt.
Anders als bei kürzeren Unterweisungen für einzelne, festgelegte Tätigkeiten deckt die Geprüfte Elektrofachkraft ein breites Aufgabenspektrum ab: von der Planung über die Installation bis zur normgerechten Prüfung elektrischer Anlagen und Maschinen.
Für wen eignet sich die Weiterbildung?
Die Weiterbildung richtet sich an gewerblich-technische Mitarbeitende mit abgeschlossener Berufsausbildung oder mehrjähriger Tätigkeit in einem technischen Beruf, zum Beispiel:
- Industriemechaniker/-innen
- Servicetechniker/-innen
- Instandhalter/-innen
- Montagemitarbeitende
- Fachkräfte aus Metallberufen mit technischem Grundverständnis
Wichtig: Du brauchst keine klassische Elektroausbildung, um teilzunehmen – die Weiterbildung ist genau für den Quereinstieg aus verwandten technischen Berufen konzipiert.
Voraussetzungen für die Teilnahme
Abgeschlossene Berufsausbildung in einem technischen Beruf (oder vergleichbare Berufserfahrung)
Ein Sehtest ist erforderlich, da eine Rot-Grün-Sehschwäche für sicherheitsrelevante Arbeiten an elektrischen Anlagen ausgeschlossen werden muss.
Ein Sehtest ist erforderlich, da eine Rot-Grün-Sehschwäche für sicherheitsrelevante Arbeiten an elektrischen Anlagen ausgeschlossen werden muss.
Inhalte des Lehrgangs
Der Lehrgang vermittelt vertiefte Kenntnisse u. a. in folgenden Bereichen:
- Sicherheitstechnik und Schutzmaßnahmen – normgerechter Umgang mit elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln
- Schaltungsanalyse – Lesen und Verstehen elektrotechnischer Schaltpläne
- Mess- und Prüfverfahren – u. a. Prüfungen nach DIN VDE 0701-0702, 0100-600, 0105-100 und 0113-1
- Steuerungstechnik – SPS-Grundlagen, Diagonosfunktionen, Programmdokumentation
- Fehlersuche und Dokumentation – systematische Analyse und normgerechte Protokollierung
- Installation und Verdrahtung – praktische Umsetzung an realen Betriebsmitteln
Theorie und Praxis werden dabei eng verzahnt: Du lernst nicht nur die normativen Grundlagen, sondern wendest sie direkt an konkreten Übungsaufbauten an.
Dauer und Ablauf
Der Lehrgang umfasst 350 Unterrichtseinheiten und kann je nach Kurstermin in Voll- oder Teilzeit absolviert werden. Er schließt mit einer Prüfung und einem IHK-Zertifikat ab.
Was darfst du nach der Weiterbildung?
Mit dem Abschluss als Geprüfte Elektrofachkraft (IHK) darfst du elektrotechnische Arbeiten eigenverantwortlich durchführen – ohne Beschränkung auf einzelne, vorab festgelegte Tätigkeiten. Das umfasst:
- Planung elektrischer Anlagen
- Installation und Inbetriebnahme
- Prüfung nach den relevanten VDE-Normen
- Instandhaltung und Fehlerbehebung
Das unterscheidet die Geprüfte Elektrofachkraft von der kürzeren Qualifizierung "Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten", die nur für klar abgegrenzte, sich wiederholende Arbeiten im spannungsfreien Zustand berechtigt. Falls du unsicher bist, welche der beiden Qualifikationen zu deinem Bedarf passt, findest du eine ausführliche Gegenüberstellung aller Elektro-Weiterbildungen (inklusive Hochvolt-Schulungen) in unserem Vergleichsartikel zu Elektrofachkraft, Hochvolt und Elektromobilität.
Karrierechancen und Einsatzbereiche
Die Geprüfte Elektrofachkraft (IHK) ist in nahezu jeder Branche gefragt, die elektrische Anlagen betreibt oder wartet:
- Industrie und Produktion
- Handwerksbetriebe
- Gebäudetechnik und Facility Management
- Netzbetrieb und Energieversorgung
- Instandhaltung und technischer Service
Der Abschluss verbessert nicht nur deine Aufstiegschancen, sondern erhöht auch die elektrotechnische Sicherheit in deinem Unternehmen – ein Argument, das sich auch gut für die Kostenübernahme durch deinen Arbeitgeber nutzen lässt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen einer Elektrofachkraft und einer Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten?
Eine Geprüfte Elektrofachkraft (IHK) darf elektrotechnische Arbeiten eigenverantwortlich und ohne Einschränkung auf bestimmte Tätigkeiten durchführen, einschließlich Planung, Installation und Prüfung. Eine Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten darf dagegen nur klar definierte, vom Unternehmen festgelegte Arbeiten im spannungsfreien Zustand ausführen.
Eine Geprüfte Elektrofachkraft (IHK) darf elektrotechnische Arbeiten eigenverantwortlich und ohne Einschränkung auf bestimmte Tätigkeiten durchführen, einschließlich Planung, Installation und Prüfung. Eine Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten darf dagegen nur klar definierte, vom Unternehmen festgelegte Arbeiten im spannungsfreien Zustand ausführen.
Kann ich die Weiterbildung ohne Elektroausbildung machen?
Ja. Die Weiterbildung richtet sich gezielt an Fachkräfte mit einer anderen technischen Berufsausbildung, etwa aus dem Metallbereich, der Instandhaltung oder dem Service. Eine klassische Elektroausbildung ist keine Voraussetzung.
Ja. Die Weiterbildung richtet sich gezielt an Fachkräfte mit einer anderen technischen Berufsausbildung, etwa aus dem Metallbereich, der Instandhaltung oder dem Service. Eine klassische Elektroausbildung ist keine Voraussetzung.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur Geprüften Elektrofachkraft (IHK)?
Der Lehrgang umfasst 355 Unterrichtseinheiten und wird sowohl in Vollzeit- als auch in Teilzeitform angeboten.
Der Lehrgang umfasst 355 Unterrichtseinheiten und wird sowohl in Vollzeit- als auch in Teilzeitform angeboten.
Ist der Abschluss bundesweit anerkannt?
Ja. Der IHK-Abschluss als Geprüfte Elektrofachkraft ist einer vollständigen Ausbildung in einem anerkannten Elektroberuf gleichwertig und wird von Arbeitgebern bundesweit anerkannt.
Ja. Der IHK-Abschluss als Geprüfte Elektrofachkraft ist einer vollständigen Ausbildung in einem anerkannten Elektroberuf gleichwertig und wird von Arbeitgebern bundesweit anerkannt.
Welche Aufgaben darf ich nach dem Abschluss übernehmen?
Du darfst elektrotechnische Anlagen eigenverantwortlich planen, installieren, in Betrieb nehmen, prüfen und instand halten – ohne Beschränkung auf einzelne, vorab festgelegte Tätigkeiten.
Du darfst elektrotechnische Anlagen eigenverantwortlich planen, installieren, in Betrieb nehmen, prüfen und instand halten – ohne Beschränkung auf einzelne, vorab festgelegte Tätigkeiten.
Brauche ich für die Teilnahme einen Sehtest?
Ja. Ein Sehtest zum Ausschluss einer Rot-Grün-Sehschwäche ist Voraussetzung, da diese für sicherheitsrelevante Arbeiten an elektrischen Anlagen ausgeschlossen werden muss.
Ja. Ein Sehtest zum Ausschluss einer Rot-Grün-Sehschwäche ist Voraussetzung, da diese für sicherheitsrelevante Arbeiten an elektrischen Anlagen ausgeschlossen werden muss.
In welchen Branchen wird die Qualifikation nachgefragt?
Die Geprüfte Elektrofachkraft (IHK) wird in der Industrie, im Handwerk, in der Gebäudetechnik, im Netzbetrieb sowie in der Instandhaltung und im technischen Service eingesetzt.
Die Geprüfte Elektrofachkraft (IHK) wird in der Industrie, im Handwerk, in der Gebäudetechnik, im Netzbetrieb sowie in der Instandhaltung und im technischen Service eingesetzt.
Hier geht es zu den Terminen für die Geprüfte Elektrofachkraft (IHK).
Zum Weiterlesen:
Elektrofachkraft & Hochvolt: Weiterbildungen in Elektrotechnik, Elektrik und Elektromobilität (IHK)
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