TECHNISCHE AUSBILDUNG
Industriemechaniker/-in: Vom ersten Span zur fertigen Baugruppe
Von der Feilbank bis zur Pneumatiksteuerung: Hier legst du das Fundament für einen der gefragtesten Metallberufe Deutschlands.
Praxis von Anfang an: Der Grundlehrgang der überbetrieblichen Ausbildung verbindet Betrieb, Berufsschule und überbetriebliche Ausbildung (ÜBA) zu einem aufeinander abgestimmten Lernkonzept – mit stetig steigendem technischen Anspruch und echten Werkstücken ab Tag eins.
Dieser Lehrgang richtet sich an Auszubildende im Beruf Industriemechaniker/-in – in der Regel im 1. und 2. Ausbildungsjahr. Er ergänzt die betriebliche Ausbildung und die Berufsschule gezielt um praxisnahe Fertigkeiten, die in jedem Industriebetrieb gebraucht werden.
🏭 Maschinenbau
⚡Anlagentechnik
🔩 Fertigungstechnik
🔧 Instandhaltung
🚗 Automotive
🏗️ Anlagenbau
Ausbildungseinblicke für die ersten 11 Monate in der überbetrieblichen Ausbildung:
Berufsbildung
- Langsame Steigerung des technischen Anspruchs von Bauteilen und Baugruppen
- Sozialer Umgang mit Arbeitskolleg/-innen erlernen
- Zusammenarbeit mit der Berufsschule (Lernortkooperation)
Arbeitssicherheit
- Gefahren erkennen, vermeiden und Schutzvorschriften anwenden
- Verhalten bei Unfällen und Sicherheitsregeln beachten
- Sicherer Umgang mit Zerspanungsmaschinen und Handwerkzeug
Umweltschutz
- Umweltbelastungen vermeiden und Ressourcen schonen
- Umweltvorgaben im Betrieb einhalten
- Energie und Materialien effizient nutzen
Technische Kommunikation
- Informationen recherchieren und fachgerecht bewerten
- Zeichnungen, Skizzen und Stücklisten lesen und anwenden
- Toleranzen, Normen und Vorschriften berücksichtigen
- Teamarbeit, Datenschutz und IT-Sicherheit beachten
- Technische Abläufe verstehen und weitergeben
Arbeitsplanung & Bewertung
- Arbeitsplatz und Materialien bedarfsgerecht bereitstellen
- Abläufe, Aufgaben und Teamarbeit strukturiert planen
- Qualitätsmanagement und Lean-Methoden anwenden
- Prüfergebnisse dokumentieren und Prozesse optimieren
Werk- & Hilfsstoffe
- Werkstoffe nach Eigenschaften beurteilen und zuordnen
- Hilfsstoffe fachgerecht verwenden und entsorgen
- Recycling und Dokumentation umsetzen
Betriebsmittel warten
- Betriebsmittel prüfen, pflegen und dokumentieren
- Schäden erkennen und Bauteile instand setzen
- Spiralbohrer manuell schleifen
- Betriebsstoffe auswählen, einsetzen und entsorgen
- Wartung in den Betriebsablauf integrieren und nachweisen
Qualitätsmanagement
- Prüfverfahren anwenden – z. B. zerstörungsfreie Prüfung
- Fehler systematisch beheben und Prüfprozesse dokumentieren
Manuelles Spanen
- Feilen auf Maß und Form
- Sägen nach Anriss mit Handsäge
- Gewindeschneiden (Innen & Außen) mit Handwerkzeugen
Maschinelles Spanen
- Bohren, Senken und Reiben auf Maß
- Drehen mit verschiedenen Drehmeißeln
- Fräsen auf Maß und Oberfläche mit verschiedenen Fräsern
Trennen & Umformen
- Scherschneiden von Feinblechen mit Hand- und Hebelscheren
- Werkstücke nach Abwicklung herstellen
Fügen
- Schweißen von Stahlblechen (Stumpf-, Kehl-, Ecknähte)
- Kraft- und formschlüssige Verbindungen herstellen
- Maßhaltigkeit und Funktion gefügter Teile prüfen
Steuerungstechnik
- Grundlagen der Pneumatik: Bauteile und Schaltungen
- Inbetriebnahme einer eigenen Baugruppe
- Signalverarbeitung und Einführung in Mechanik & Thermodynamik
Alle Inhalte richten sich nach dem Ausbildungsrahmenplan für den Beruf Industriemechaniker/-in (BBiG).
Häufige Fragen
Was macht ein Industriemechaniker/-in?
Industriemechaniker/-innen stellen Maschinen, Anlagen und Baugruppen her, montieren und warten sie. Sie arbeiten mit Zerspanungsmaschinen, führen Qualitätsprüfungen durch und setzen Steuerungssysteme in Betrieb – in Industrie- und Fertigungsunternehmen aller Branchen.
Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Industriemechaniker/-in
Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und findet dual statt: im Ausbildungsbetrieb, in der Berufsschule und in überbetrieblichen Ausbildungseinheiten (ÜBA) – wie diesem Grundlehrgang.
Was ist die überbetriebliche Ausbildung?
Die ÜBA ergänzt die betriebliche Ausbildung gezielt um Fertigkeiten, die im Betrieb allein nicht immer vollständig vermittelt werden können – z. B. manuelles und maschinelles Spanen, Schweißen oder Pneumatik. Sie findet im IHK-Bildungshaus statt für Auszubildende im 1. Lehrjahr.
Welche Voraussetzungen brauche ich für die Ausbildung?
Empfohlen werden technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und Interesse an Maschinen und Fertigungsprozessen.
Wie wird die Abschlussprüfung Teil 1 (AP1) vorbereitet?
Der Lehrgang ist so aufgebaut, dass alle prüfungsrelevanten Grundfertigkeiten systematisch erarbeitet und vertieft werden. Die inhaltliche Steigerung des Anspruchs orientiert sich am Ausbildungsrahmenplan und bereitet gezielt auf die AP1 vor.
Weitere Artikel:Der Mechatroniker – wo Mechanik auf Elektronik trifft.Elektroniker ausbilden – solide, sicher, zukunftsfest.IHK-Bildungshaus der Region Stuttgart: Dein Partner für die überbetriebliche Ausbildung
Zukunft gestalten – gemeinsam durchstarten!
Du bist Ausbilder oder Auszubildender? Dann abonniere jetzt unseren Newsletter!
Erhalte wertvolle Tipps, aktuelle Infos und spannende Impulse rund um Ausbildung, Digitalisierung und Zukunftskompetenzen – direkt in dein Postfach.
Jetzt anmelden und immer einen Schritt voraus sein!
Du bist Ausbilder oder Auszubildender? Dann abonniere jetzt unseren Newsletter!
Erhalte wertvolle Tipps, aktuelle Infos und spannende Impulse rund um Ausbildung, Digitalisierung und Zukunftskompetenzen – direkt in dein Postfach.
Jetzt anmelden und immer einen Schritt voraus sein!
