Top-Thema | April 2020

So entlasten sich Unternehmen selbst

Unternehmen können über eine gute Organisation von Abläufen und Prozessen zwar nicht die Last der regulatorischen Vorgaben lindern, aber doch Belastungen, die aus ihrer Erfüllung entstehen.
Vom DIHK
Vor allem die Digitalisierung bietet erhebliches Entlastungspotenzial, da Prozesse dokumentiert, Daten praktisch unbegrenzt gespeichert und Dokumente auch nach langer Zeit gesucht und ausgegeben werden können. Auch hier gilt: Selbst wenn die öffentliche Verwaltung noch nicht digitalisiert ist, ist das kein Grund für Unternehmen, die eigene Digitalisierung nicht voranzutreiben. Denn viel Bürokratie entsteht auch in Unternehmen selbst: Urlaubsanträge, Beschaffungs-formulare und Reisekostenabrechnungen sind nur ein paar Beispiele, die noch heute viel zu häufig umständlich und zudem papierbasiert abgewickelt werden. Auch für Buchhaltung oder Personalverwaltung gibt es längst günstige digitale Angebote, die über externe Schnittstellen auch die Kommunikation mit Steuerberater und Finanzamt vereinfachen. 

Information und Beratung

Die gute Kenntnis relevanter bürokratischer Anforderungen hilft ebenfalls. Gerade bei Projekten, die außerhalb des täglichen Kerngeschäfts liegen – der Bau einer neuen Lager-halle, der erstmalige Export in ein Land, das mit Sanktionen belegt ist, die Übernahme eines Wettbewerbers – ist es wichtig, sich im Vorfeld über die relevanten Regularien zu informieren, um nicht mitten im Projekt auf unerwartete Hürden zu stoßen. Gerade in unternehmerischen Sondersituationen bietet es sich an, auf externe Hilfe und Know-how zurückzugreifen – wie etwa Steuerberater, Spezialisten für öffentliche Ausschreibungen oder bei grundsätzlichen Problemen auch die IHK. Werden diese Experten frühzeitig für betriebliche Projekte in Anspruch genommen, lässt sich so manches bürokratische Dickicht erheblich lichten.

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Matthias Marquart
Matthias Marquart
Redakteur | Pressearbeit