Service & Infos | 23.09.2021

Neue Abgabebeschränkungen für Biozide im Handel

Ratten- oder Ameisengifte, Holzschutzmittel und ähnliche Produkte dürfen ab 2025 beispielsweise in Apotheken, Drogerien und Baumärkten, nicht mehr frei an die Kunden verkauft werden. Das sieht die neue Biozidrechts-Durchführungsverordnung (ChemBiozidDV) vor. Sie enthält aber auch Neuregelungen, die bereits heute oder ab 2022 greifen.
Von Petra Blum
Sofort in Kraft getreten ist ein allgemeines Abgabeverbot für bestimmte Biozidprodukte: In den Fällen, bei denen die Verwendung nur für bestimmte Nutzer – etwa spezielle Berufsgruppen oder Fachkundige – zugelassen ist, dürfen die Produkte nur noch an diesen Personenkreis abgegeben werden. Wiederverkäufer sind davon ausgenommen.
Zum  1. Januar 2022 löst die ChemBiozidDV zudem die Biozid-Melde- und die Biozid-Zulassungsverordnung ab: Der neue Abschnitt 2 regelt dann das Erfordernis von und die Erteilung von Registriernummern für Biozide.
Ab dem  1. Januar 2025 gilt für viele Biozidprodukte im Einzel- und Onlinehandel ein Selbstbedienungsverbot. Abgegeben werden dürfen diese Artikel dann nur noch von sachkundigem Personal nach einem Abgabegespräch. Hiervon ausgenommen sind Biozidprodukte, die im vereinfachten Zulassungsverfahren zugelassen wurden – etwa, weil sie natürliche Wirkstoffe enthalten.
Alle Details der neuen Verordnung sind im  Bundesanzeiger veröffentlicht.

Kontakt

Anabelle Plieninger
Referentin Umwelt