Firmen & Leute | Mai 2022

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Zeit-Spendenaktion für Mitarbeiter-Ehepaar, dessen Kind ein Spenderherz brauchte. Das Ergebnis: 20 Monate gespendete Zeit – für jeden von ihnen.
Ein Mitarbeiter-Ehepaar von Groninger erhielt die schlimme Nachricht, dass ihr jüngstes Kind an einer krankhaften Erweiterung des Herzmuskels und besonders der linken Herzkammer leide. Der kleine Junge, der wegen des Verdachts einer Bronchitis im Krankenhaus untersucht wurde, schwebte von einem auf den anderen Moment in Lebensgefahr. Sein Herz war massiv vergrößert und drohte zu versagen.
Der 5-Jährige kommt in die Universitätsklinik nach Freiburg, wartet dort fortan auf ein Spenderherz. Mindestens ein Elternteil ist in dieser Zeit immer bei ihm – ein großer zeitlicher Aufwand, der sich mit dem Abbau von Überstunden oder Urlaub dauerhaft freilich nicht aufbringen lässt.
Als die Groninger-Geschäftsführung und -Belegschaft vom Schicksal des Kindes erfahren, ist man sich sofort einig: Man möchte unterstützen, so gut es geht.
Das Unternehmen ruft zu einer internen Zeit-Spendenaktion auf: Beschäftigte können Urlaub und Überstunden an das Ehepaar übertragen und ihnen die Zeit schenken, die sie so dringend brauchen, um für ihr Kind da zu sein. 320 Kolleginnen und Kollegen beteiligen sich an der Aktion, räumen ihr Überstundenkonto leer oder spenden Urlaubstage. Das Resultat ist überwältigend: „Nach Auszählung sind wir auf knapp über 20 Monate Zeit gekommen – für beide. Also tatsächlich sowohl für den Vater als auch die Mutter“, fasst Geschäftsführer Jens Groninger das Spendenergebnis zusammen und ergänzt: „Wir von Groninger wünschen der Familie das Allerbeste und hoffen, dass wir ihnen mit dieser Aktion den Alltag in dieser schwierigen und emotional belastenden Zeit zumindest etwas erleichtern konnten.“

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Matthias Marquart
Matthias Marquart
Redakteur | Pressearbeit