25.06.2021

Lieferkettengesetz – Was kommt auf Lieferanten zu?

Das neue nationale Lieferkettengesetz soll Menschenrechtsverletzungen und zugehörige Umweltrisiken entlang der Lieferkette vermeiden helfen und „die Rechte der von Unternehmensaktivitäten betroffenen Menschen in den Lieferketten“ stärken.
Was wird auf Lieferanten durch das Gesetz zukommen? Das Gesetz tritt am 1. Januar 2023 für Unternehmen mit mindestens 3.000 Arbeitnehmer und ihre Lieferanten in Kraft. Ab dem 1. Januar 2024 dann für Unternehmen mit mindestens 1.000 Arbeitnehmer und ihre Lieferanten.
Voraussetzung dafür: Die belieferten Unternehmen mit mindestens 3.000 oder dann 1.000 Arbeitnehmern haben ihre Hauptverwaltung, Hauptniederlassung beziehungsweise ihren Verwaltungssitz oder satzungsmäßigen Sitz in Deutschland.
Der Gesetzgeber selbst geht von etwa 3.000 Unternehmen aus, die das Gesetz selbst betrifft. Wichtig: Im Gesetz explizit eingebaut ist eine Evaluation zwischen heute und bis spätestens 30. Juni 2024, ob dieser Schwellenwert weiter gesenkt werden sollte (Gesetzesbegründung, Allgemeiner Teil, S. 32). Dadurch können künftig auch Lieferanten von Kunden mit weniger als 1.000 Beschäftigten als Lieferanten vom Gesetz betroffen sein.
Hierzu finden Sie im Downloadbereich eine Analyse auf Basis des Gesetzentwurfs von Matthias Kruse und Oliver Falk.
Quelle: IHK Rhein-Neckar