17.04.2026

USA führen neue Zusatzzölle auf Pharmazeutika ein

Die USA führen ab Juli 2026 neue Zusatzzölle auf patentgeschützte Pharmazeutika ein – in Einzelfällen von bis zu 100 Prozent. Für die EU und weitere Partnerländer gelten jedoch Sonderregelungen mit deutlich niedrigeren Zollsätzen.
Mit der Präsidialproklamation 11020 vom 2. April 2026 führen die USA Zölle von bis zu 100Prozent auf patentgeschützte Arzneimittel sowie entsprechende Wirkstoffe ein (AnhangI). Bestehende Handelsabkommen werden dabei jedoch berücksichtigt: Für die Europäische Union, Südkorea, Japan, die Schweiz und Lichtenstein gilt eine Obergrenze von 15Prozent, während für das Vereinigte Königreich ein Zollsatz von 10Prozent vorgesehen ist. Unternehmen aus Ländern mit entsprechenden Abkommen können somit von deutlich niedrigeren Zollsätzen profitieren.
Wichtiger Hinweis: Die Zusatzzölle treten stufenweise in Kraft. Ab dem 31. Juli 2026 gelten sie für alle Unternehmen, die in Anhang III der Proklamation aufgeführt sind. Für alle übrigen Unternehmen erfolgt die Einführung am 29. September 2026.
Von den neuen Zöllen ausgenommen sind Produkte, die in AnhangIV der Präsidialproklamation 11020 genannt werden.
Neben der Prüfung anhand der Anhänge im Gesetzestext können Unternehmen die potenzielle Betroffenheit ihrer Produkte auch über die EU‑Zolldatenbank „Access2Markets“ sowie über die US‑amerikanische Zolldatenbank ermitteln.
Quelle: Federal Register, GTAI