15.12.2023

EU-Angola: Abkommen über die Erleichterung nachhaltiger Investitionen

Am 17. November 2023 haben die EU und Angola ein Abkommen über die Erleichterung nachhaltiger Investitionen (Sustainable Investment Facilitation Agreement, SIFA) unterzeichnet. Durch die Verbesserung des Geschäftsklimas soll Angola für Investoren aus der EU attraktiver werden.
Als sechstgrößtes Investitionsziel der EU in Afrika möchte Angola seine Wirtschaft über den Öl- und Gassektor hinaus diversifizieren und Investitionen in anderen Sektoren anziehen. Durch seine Verpflichtungen, die Transparenz und Vorhersehbarkeit von investitionsrelevanten Maßnahmen zu verbessern, die Genehmigungsverfahren für Investitionen zu vereinfachen sowie die Vereinfachung der Kommunikation zwischen den Investoren und Verwaltung zu gewährleisten, möchte Angola das Geschäftsklima verbessern und ein attraktiver Standort für Investoren werden. Dabei wird die EU technische Unterstützung bei der Umsetzung des Abkommens leisten.
Darüber hinaus steht die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt des Abkommens. Durch spezielle Bestimmungen in den Bereichen Umwelt, Klima und Arbeitnehmerrechte verankert das SIFA Verpflichtungen für beide Vertragsparteien. Demnach dürfen weder Umwelt- noch Arbeitsrechte- und normen aufgeweicht werden, um Investitionen anzulocken. Zudem sollen internationale Übereinkommen in diesen Bereichen wirksam umgesetzt und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln gefördert werden.