20.03.2026

DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2025

Deutschlands Mittelstand sucht dringend Nachfolger – doch die Lücke zwischen abgabebereiten Betrieben und geeigneten Übernehmern wird größer. Der DIHK-Report 2025 zeigt, warum das Schließungsrisiko steigt und wo jetzt gehandelt werden muss.
Die Unternehmensnachfolge entwickelt sich 2025 zu einer der größten Strukturfragen des deutschen Mittelstands. Immer mehr Unternehmerinnen und Unternehmer wollen abgeben oder müssen aus Alters- und Belastungsgründen aussteigen – während geeignete Nachfolger oft fehlen. Fachkräftemangel, hohe Kosten, schwache Konjunktur und überbordende Regulierung verschärfen die Lage zusätzlich. Der DIHK-Report zeigt, wo die Engpässe liegen, was Übernahmen bremst und welche Maßnahmen notwendig sind, damit der Generationswechsel in deutschen Betrieben gelingt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Historischer Höchststand: 2024 führten die IHKs fast 10.000 Beratungen mit abgabewilligen Unternehmen – ein Plus von 16 Prozent und Rekordwert.
  • Große Lücke zwischen Angebot und Nachfrage: Rund 5.620 Betrieben steht kein Nachfolgeinteressent gegenüber.
  • Schließungsrisiko steigt: 27 Prozent der beratenen Unternehmen erwägen eine Betriebsaufgabe, meist weil 92 Prozent keinen Nachfolger finden.
  • Demografischer Druck: 72 Prozent der Alt-Inhaber wollen aus Altersgründen aufhören.
  • Fachkräftemangel als Doppelproblem: Er erschwert die Übergabe – und senkt gleichzeitig die Zahl potenzieller Übernehmer.
  • Mehr Interessenten – aber nicht genug: 2024 meldeten sich 4.016 Personen, die übernehmen möchten – deutlich mehr als im Vorjahr, aber zu wenig für den Bedarf.
  • Finanzierungslage leicht besser: Bürgschaften werden häufiger als hilfreich bewertet; Bankkredite bleiben aber schwierig.
  • Frauenpotenzial bleibt ungenutzt: Nur ein Viertel der Übernahmeinteressierten sind Frauen.
  • Kaufpreis & Vorbereitung zentrale Hürden: 36 Prozent der Alt-Inhaber erwarten überhöhte Preise, 38 Prozent bereiten die Übergabe zu spät vor.