01.09.2025
Gründungsreport 2024 der Region Heilbronn-Franken
Mit dem Gründungsreport 2024 legt die IHK Heilbronn-Franken eine aktuelle Analyse zur Entwicklung der Unternehmensgründungen in der Region vor. Grundlage sind die Daten des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg. Der Bericht bietet einen umfassenden Überblick über das Gründungsgeschehen in Heilbronn-Franken, macht regionale Unterschiede sichtbar und zeigt strukturelle Veränderungen im Gründungsverhalten auf.
- 1. Neugründungen in Heilbronn-Franken bleiben stabil
- 2. Start-up Ökosystem Heilbronn-Franken bietet vielfältige Unterstützung
- 3. Stetiger Anstieg substanzieller Betriebsgründungen
- 4. Nebenerwerb prägt das Gründungsgeschehen
- 5. Die Gründungskraft verlagert sich sichtbar
- 6. Einzelunternehmen häufigste Gründungsform
1. Neugründungen in Heilbronn-Franken bleiben stabil
Im Jahr 2024 wurden in der Region Heilbronn-Franken 8.276 neue Unternehmen angemeldet. 6.699 davon waren tatsächliche Neugründungen, bereinigt um Zuzüge, Umwandlungen und Übernahmen. Trotz neuer wirtschaftlicher Unsicherheiten und veränderter Rahmenbedingungen zeigen sich die Gründungszahlen stabil.
Die Gründerinnen und Gründer halten an ihren Vorhaben fest und beweisen damit Ausdauer und Anpassungsfähigkeit. Die Region Heilbronn-Franken behauptet sich damit weiterhin als verlässlicher Standort für Unternehmertum.
Die Gründerinnen und Gründer halten an ihren Vorhaben fest und beweisen damit Ausdauer und Anpassungsfähigkeit. Die Region Heilbronn-Franken behauptet sich damit weiterhin als verlässlicher Standort für Unternehmertum.
2. Start-up Ökosystem Heilbronn-Franken bietet vielfältige Unterstützung
Die Region Heilbronn-Franken hat sich zu einem attraktiven Standort für Gründerinnen, Gründer und Start-ups entwickelt. Sie verbindet eine große Branchenvielfalt mit einem starken Unterstützungsnetzwerk, das von klassischer Beratung über spezialisierte Programme bis hin zu praxisnahen Formaten reicht. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Vernetzung, denn der Austausch mit anderen Gründern, Institutionen und Partnern liefert wertvolle Impulse für den unternehmerischen Erfolg.
Ein ausgeprägter Gründergeist, der Mut zum Risiko und Offenheit für neue Wege fördert, prägt die Region. Die stabilen Gründungszahlen verdeutlichen, dass Heilbronn-Franken mit seinen breit gefächerten Unterstützungsangeboten gut aufgestellt ist. Gerade in wirtschaftlich und politisch schwierigen Zeiten vermittelt diese Stabilität Mut und Zuversicht für die Zukunft.
Die IHK Heilbronn-Franken versteht sich dabei als verlässlicher Partner in allen Phasen der Selbständigkeit. Sie begleitet gründungsinteressierte Personen von der Geschäftsidee bis hin zur Nachfolge. Sie bietet praxisnahe Beratung, schafft Orientierung und vernetzt als aktiver Lotse im regionalen Gründungsökosystem. Damit trägt sie zu einer vielfältigen und zukunftsorientierten Gründerlandschaft bei, die Impulse für Fortschritt und Wandel setzt.
3. Stetiger Anstieg substanzieller Betriebsgründungen
Die stabile Entwicklung der Neugründungen zeigt sich auch bei den wirtschaftlich bedeutenden Gründungen. Von den 6.699 Neugründungen im Jahr 2024 waren 1.193 nach der Definition des Statistischen Landesamtes aufgrund ihrer Rechtsform und Beschäftigtenzahl von größerer wirtschaftlicher Bedeutung. Das ist der höchste Stand der vergangenen fünf Jahre und unterstreicht die Tragfähigkeit vieler Vorhaben in der Region.
4. Nebenerwerb prägt das Gründungsgeschehen
Im Haupterwerb wurden 2024 insgesamt 2.458 Unternehmen gegründet. Das ist der höchste Wert der letzten fünf Jahre und entspricht einem Anteil von 36,5 Prozent. Die Zahl der Nebenerwerbsgründungen lag bei 4.272 und macht damit 63,5 Prozent aller Gründungen aus. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine moderate Annäherung zwischen Haupt- und Nebenerwerbsgründungen. Dennoch bleibt die beständige Dominanz der Nebenerwerbsgründungen ein prägendes Merkmal des regionalen Gründungsgeschehens.
5. Die Gründungskraft verlagert sich sichtbar
Im Jahr 2024 zeigt sich die Gründungsdynamik in der Region Heilbronn-Franken vor allem im Dienstleistungssektor. Mit 2.833 neuen Betrieben entfällt hier der größte Anteil der Neugründungen. Auch der Einzelhandel bleibt mit 1.361 Gründungen eine zentrale Säule, wenn auch mit leicht sinkendem Anteil. Im produzierenden Gewerbe wurden 988 Unternehmen gegründet, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang bedeutet.
Zuwächse verzeichneten zudem die Bereiche Information und Kommunikation sowie der Kfz-Handel und die Kfz-Reparatur. Rückläufig entwickelte sich hingegen das Gastgewerbe, das als einziger Bereich deutlicher nachgelassen hat. Insgesamt bestätigt sich damit eine Verschiebung hin zu den Dienstleistungssektoren, während klassische Branchen wie Handel und Produktion etwas an Bedeutung verlieren.
6. Einzelunternehmen häufigste Gründungsform
Das Einzelunternehmen bleibt auch 2024 mit einem Anteil von 81,6 Prozent die mit Abstand am häufigsten gewählte Rechtsform. Besonders Kleingewerbe, Solo-Selbständige und Dienstleistungsbetriebe nutzen diesen einfachen Zugang in die unternehmerische Tätigkeit. Kapitalgesellschaften werden seltener gewählt. Die GmbH kommt auf 9,7 Prozent, die UG auf 1,5 Prozent. Personengesellschaften wie die GbR erreichen 5,2 Prozent. Komplexere Rechtsformen wie die GmbH & Co. KG oder sonstige Varianten spielen nur eine untergeordnete Rolle.
Damit bleibt das Gründungsgeschehen stark durch kleine, personengetragene Unternehmen geprägt, die häufig ohne weitere Beschäftigte operieren.
Damit bleibt das Gründungsgeschehen stark durch kleine, personengetragene Unternehmen geprägt, die häufig ohne weitere Beschäftigte operieren.