International
Neue Zolldrohung von Donald Trump – und wieder keine Klarheit
Wer gehofft hatte, dass es im US-Zollrecht erst kurz vor dem 24. Juli wieder unruhig wird, sieht sich getäuscht: Die Debatte ist schon jetzt zurück. Und hier geht es nicht um die seit dem 24. Februar geltenden temporären Zusatzzölle von 10 Prozent, die eben nur noch bis Mitte Juli gelten dürfen, sondern um eine Zollerhöhung für aus der Europäischen Union importierte Fahrzeuge.
Am 1. Mai stellte Donald Trump neue Zölle von 25 Prozent auf Autos und Lkw aus der EU in Aussicht, möglicherweise bereits ab dieser Woche. Ob und wann sie tatsächlich kommen, ist jedoch unklar: Bislang gibt es dazu nur einen Beitrag des US-Präsidenten auf Truth Social; offizielle Dokumente auf den Seiten des Weißen Hauses oder der U.S. Customs and Border Protection gibt es derzeit nicht.
Als Begründung für die Zollerhöhung wirft Trump Brüssel vor, sich nicht an das im August 2025 vereinbarte umfassende Handelsabkommen zu halten. Hier wurden zahlreiche Bereiche unter Dach und Fach gebracht – unter anderem eine Obergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA. Damit sollte auch eine rückwirkende Senkung der Zölle für EU-Autoexporte in die USA auf 15 Prozent von zuvor 27,5 Prozent einhergehen. Die Europäische Union verpflichtete sich hingegen, Zölle auf US-Industriegüter abzuschaffen und für einer Vielzahl von US-Meeresfrüchten und Agrarerzeugnissen einen bevorzugten Marktzugang zu gewähren.
Der Grönland-Konflikt, weitere Zolldrohungen von Donald Trump sowie neue Unsicherheit nach dem Gerichtsurteil US Supreme Court, das viele US-Zölle für rechtswidrig erklärte, bremsten allerdings die weitere Umsetzung des Abkommens. Welche Punkte in dem Abkommen nun allerdings Anlass der jüngsten Zolldrohungen des Präsidenten sind, ist unklar.
Es bleibt damit beim altbekannten Dilemma: Wir bewegen uns weiterhin in einem Umfeld maximaler Unsicherheit. Zwischen Section 122, Section 232, möglichen Rückerstattungen nach Gerichtsentscheidungen und neuen Zolldrohungen gilt mehr denn je: Von Planungssicherheit kann keine Rede sein.
US-Zölle: Verstehen. Bewerten. Handeln – Online Briefing am 5. Mai
In einem kompakten Online-Briefing am Dienstag, 5. Mai (15:00–16:30 Uhr), erhalten Unternehmen einen Überblick über die aktuellen US-Zollregelungen für Exporte in die USA, Orientierung beim Umgang mit dem Harmonized Tarif Schedule sowie Hinweise zur Erstellung von Einsprüchen im ACE-Portal Zudem können individuelle digitale Beratungsgespräche mit einer Expertin vereinbart werden; eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist heute noch online möglich.
In einem kompakten Online-Briefing am Dienstag, 5. Mai (15:00–16:30 Uhr), erhalten Unternehmen einen Überblick über die aktuellen US-Zollregelungen für Exporte in die USA, Orientierung beim Umgang mit dem Harmonized Tarif Schedule sowie Hinweise zur Erstellung von Einsprüchen im ACE-Portal Zudem können individuelle digitale Beratungsgespräche mit einer Expertin vereinbart werden; eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist heute noch online möglich.
Und was noch kommt:
Auf ein Treffen mit US-Generalkonsul Scott Woodard
Am 16. Juni heißt es beim Gesprächskreis USA der IHK Hannover „Auf ein Treffen mit US-Generalkonsul Scott Woodard. Das Programm ist zwar noch nicht finalisiert, die Eckdaten stehen jedoch bereits; eine Anmeldung ist bereits möglich.
USA: Regeln kennen. Risiken minimieren. Chancen nutzen.
Darüber hinaus bietet die IHK Hannover Unternehmen am 22. Juni in der IHK Hannover die Möglichkeit persönliche Beratungsgespräche mit US-Experten aus den Bereichen Recht, Steuern sowie Personal/Fachkräfte zu führen. Die Details zu diesem Angebot finden sich unter dem Titel „USA: Regeln kennen. Risiken minimieren. Chancen nutzen.“ im Veranstaltungskalender der IHK Hannover.
Auf ein Treffen mit US-Generalkonsul Scott Woodard
Am 16. Juni heißt es beim Gesprächskreis USA der IHK Hannover „Auf ein Treffen mit US-Generalkonsul Scott Woodard. Das Programm ist zwar noch nicht finalisiert, die Eckdaten stehen jedoch bereits; eine Anmeldung ist bereits möglich.
USA: Regeln kennen. Risiken minimieren. Chancen nutzen.
Darüber hinaus bietet die IHK Hannover Unternehmen am 22. Juni in der IHK Hannover die Möglichkeit persönliche Beratungsgespräche mit US-Experten aus den Bereichen Recht, Steuern sowie Personal/Fachkräfte zu führen. Die Details zu diesem Angebot finden sich unter dem Titel „USA: Regeln kennen. Risiken minimieren. Chancen nutzen.“ im Veranstaltungskalender der IHK Hannover.
Stand: 05.05.2026
