Innovation
Bundesbericht zeigt leichten Anstieg bei Forschung und Entwicklung
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt hat den Bericht für Forschung und Innovation vorgelegt, welcher Entwicklungen im Forschungs- und Innovationssystem der letzten zwei Jahre zusammenfasst.
Wichtigster durchführender Sektor für Forschung und Entwicklung ist demnach weiterhin die Wirtschaft, die 2024 nach vorläufigen Angaben 92,5 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung investierte. Im Vergleich zum Vorjahr war dies nominal ein Zuwachs um 2,3 %. Allerdings stehen die FuE-Aktivitäten in zentralen Branchen, wie Automotive, Chemie und Pharmaka sowie der metallerzeugenden Industrie unter Druck.
Die Hochschulen und öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen steigerten ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung im gleichen Zeitraum vergleichsweise stärker: um 7,1 % bzw. um 2,9 Mrd. Euro auf 44,5 Mrd. Euro.
Im internationalen Vergleich hat Deutschland zuletzt an Dynamik verloren und wurde in mehreren entsprechenden Innovationsindikatoren überholt – im Global Innovation Index fiel Deutschland 2025 von Platz 9 auf Platz 11 hinter Dänemark und China zurück.
Die deutsche Quote für Forschung und Entwicklung (Anteil interner Ausgaben für FuE am BIP) lag im Jahr 2024 bei 3,17 Prozent und stieg somit gegenüber 2023 (3,13 Prozent) leicht auf den höchsten Wert seit 1995 an.
Um die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Zielmarke von 3,5 Prozent bis 2030 zu erreichen, beschäftigt sich der Report mit der sogenannten Hightech Agenda und darin enthaltene Schlüsseltechnologien, strategische Forschungsfelder sowie Transfer und Förderstrukturen. Basis des Reports ist unter anderem das aktuelle Jahresgutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation.
Stand: 08.06.2026
