Innovation

Niedersächsischer Innovationspreis 2025 vergeben

In diesem Jahr hatten sich fast 100 Projekte auf den Innovationspreis beworben. Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger, mit bio- und medizintechnologischen Lösungen, kommen aus Göttingen und Hannover. Sie erhielten je ein Preisgeld von 20.000 Euro.
Gewonnen in der Kategorie Schlüsseltechnologien hat die Avocet Bio GmbH aus Göttingen mit ihrem neuartigen Verfahren zu Bekämpfung von Viruserkrankungen. Ein ähnliches Prinzip nutzt das Projekt iGUARD der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), das den Innovationspreis Niedersachsen 2025 in der Kategorie Wissens- und Technologietransfer bekommen hat. Zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM) entwickelt sie RNA-Therapeutika, die durch eine spezielle und patentierte chemische Struktur direkt in die Lunge inhaliert werden können. Das verringert Nebenwirkungen und hilft Menschen mit schweren Lungenerkrankungen.
Die Schirmherren, Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne und Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs, übereichten die Auszeichnungen und Preisgelder von je 20.000 Euro.
Insgesamt waren sechs Projekte nominiert, drei je Kategorie. Sie alle wurden mit einem professionellen Imagefilm belohnt, der sie dabei unterstützen soll, ihre Innovation bekannter zu machen, weiterzuentwickeln und zu etablieren. Bei den Schlüsseltechnologien hatte es die HAIP Solution GmbH aus Hannover mit ihrer Hyperspektralkamera zur präziseren Trennung von Abfallkunststoffen unter die Nominierten geschafft, ebenso wie die INVENT GmbH aus Braunschweig, die einen Leichtbau-Wasserstofftank für die Luftfahrt entwickelt hat. Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit einem Projekt zur nachhaltigen Wasserbedarfsplanung für Kommunen und Versorger und die Medizinische Hochschule Hannover sowie Unternehmen Ottobock mit einem Exzellenzzentrum für Versorgung bei Amputationen, waren in der Kategorie Wissens- und Technologietransfer nominiert.
Der Preis würdigt seit 2016 jährlich zukunftsweisende Ideen, die den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fördern oder technologische Durchbrüche ermöglichen – und dabei zur Bewältigung aktueller Herausforderungen beitragen.
Die Jury des Innovationspreises Niedersachsen besteht aus Niedersachsen.next und Vorstandsmitgliedern des Innovationsnetzwerks Niedersachsen. Hier sind Hochschulen, Technologiezentren, Kammern, Forschungseinrichtungen, Transferstellen und kommunale Wirtschaftsförderer aus Niedersachsen Mitglied. Es versteht sich als branchen- und ressortübergreifende Plattform und Schnittstelle zur Landesregierung und hat das Ziel, die verschiedenen Innovationsförderer in Niedersachsen miteinander zu vernetzen.
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Stand: 10.11.2025