Fachkräfte
iwd-Auswertung zeigt: Frauenanteil in Ingenieurberufen ist gestiegen
Eine aktuelle Auswertung des Informationsdienstes des Instituts der deutschen Wirtschaft (iwd) zeigt: In den letzten Jahren ist der Anteil von Frauen als Beschäftigte in Ingenieurberufen angestiegen.
Kernaussagen des iwd-Beitrags:
- Über 25 Prozent aller Studierenden in den Ingenieurwissenschaften an deutschen Hochschulen waren im Jahr 2023 weiblich, 2015 lag der Anteil noch bei nur rund 22 Prozent.
- Zwischen Ende 2012 und Juni 2025 hat sich die Anzahl der Frauen, die sozialversicherungspflichtig in Ingenieurberufen beschäftigt sind, nahezu verdoppelt und liegt inzwischen bei 217.400.
- Die Verteilung auf die unterschiedlichen Ingenieurberufsgruppen ist sehr unterschiedlich: In den Bereichen „Rohstofferzeugung und -gewinnung“ (44,6 %), „Kunststoffherstellung und Chemische Industrie“ (49,4 %) sowie „Bau, Vermessung und Gebäudetechnik, Architekten“ (33 %) war der Anteil der weiblichen Beschäftigten im 2. Quartal 2025 am höchsten.
- Trotz dieser positiven Entwicklung ist in Deutschland eine Gleichverteilung zwischen Ingenieurinnen und Ingenieuren sowohl auf dem Arbeitsmarkt als auch in der Wissenschaft noch lange nicht gegeben. Um die Chancen für Frauen langfristig zu verbessern, müssen bereits in der Schule die entsprechenden Grundlagen geschaffen werden.
- Durch gezielte Aktivierungsmaßnahmen könnte die Anzahl der Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen bis zum Jahr 2035 um gut 56.000 höher ausfallen, als es ohne solche Maßnahmen zu erwarten wäre.
Der gesamte Beitrag sowie der Link zu einem entsprechenden Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sind auf der iwd-Website zu finden.
Talente von morgen fördern: Einstieg über das Niedersachsen‑Technikum
In Niedersachsen können Unternehmen junge Frauen z. B. mit dem Niedersachsen-Technikum dabei unterstützen, Erfahrungen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu sammeln. Bei diesem Angebot nehmen Teilnehmerinnen mit Abitur oder Fachhochschulreife an einem 6-monatigen Programm im MINT-Bereich teil. Dabei absolvieren sie an 4 Tagen in der Woche ein bezahltes Unternehmenspraktikum und an einem Tag pro Woche nehmen sie an einem Schnupper-Studium an einer niedersächsischen Hochschule oder Universität teil. Im Gebiet der IHK Hannover beteiligten sich die Hochschule Hannover, die Leibniz Universität Hannover sowie die Universität Hildesheim an dem Programm. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Niedersachsen-Technikum-Website.
Stand: 18.05.2026
