Coronavirus

Corona-Schnelltests und 3G am Arbeitsplatz

Bundestag und Bundesrat haben am Freitag, 18. März 2022, dem neuen Infektionsschutzgesetz zugestimmt, mit dem die meisten Corona-Beschränkungen im öffentlichen Leben weggefallen sind. An ihre Stelle sind einige Basisschutzmaßnahmen getreten, schärfere Schutzmaßnahmen sind nur noch in Infektions-Hotspots möglich. Die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes soll bis zum 23. September 2022 gelten.  Die in Hamburg geltende Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 sieht in einer Übergangsregelung noch eine Fortführung bestimmter bisherigen Maßnahmen bis zum 30. April 2022 vor.  
Für Arbeitgeber und Beschäftigte gelten seit dem 20. März neue Bedingungen zum Corona-Schutz am Arbeitsplatz.
Das neue Infektionsschutzgesetz sieht generell nur noch wenige allgemeine Schutzmaßnahmen etwa bei Tests und Masken vor. Etwa in Alten- und Pflegeheimen sowie weiteren Einrichtungen für gefährdete Gruppen. In Bussen, Bahnen und Flugzeugen kann weiterhin Maskenpflicht gelten. 
Arbeitgeber müssen zukünftig selbst die Gefährdung durch das Virus einschätzen und in einem betrieblichen Hygienekonzept Maßnahmen zum Infektionsschutz festlegen. Über Schutzmaßnahmen wie Abstands- und Hygieneregeln oder eine Maskenpflicht entscheiden Betriebe nun selbst. Der Arbeitgeber hat im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu prüfen ob und welche Maßnahmen erforderlich sind, um die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit zu gewährleisten. Dabei ist insbesondere das regionale Infektionsgeschehen sowie besondere tätigkeitsspezifische Infektionsgefahren zu berücksichtigen.
Damit sind die Corona-Schutzmaßnahmen nicht mehr unmittelbar per Arbeitsschutzverordnung vorgeschrieben. Prüfen sollen Arbeitgeber zum Beispiel, ob sie den Beschäftigten einen Corona-Test pro Woche anbieten, ob sie Schutzmasken bereitstellen und ob Beschäftigte im Homeoffice arbeiten sollen. Die bislang bundesweit geregelte Homeoffice-Pflicht ist hinfällig.
Die neuen Regeln zum Schutz am Arbeitsplatz sind zunächst bis einschließlich 25. Mai in Kraft.

Die häufigsten Fragen zu 3G am Arbeitsplatz

Arbeitgeber sollen im Rahmen eines betrieblichen Hygienekonzeptes selbst festlegen, welche Schutzmaßnahmen im Betrieb weiterhin gelten. 3G-Nachweise, Homeoffice und Maskenpflicht sind also nur noch verpflichtend, wenn der Arbeitgeber diese im betrieblichen Hygienekonzept vorschreibt. 
Weitere Antworten zu den häufigsten Fragen rund um 3G am Arbeitsplatz finden Sie hier.

Firmen können weiterhin Corona-Tests anbieten

Arbeitgeber können in ihren Betrieben allen Mitarbeitenden, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, regelmäßige Selbst- oder Schnelltests anbieten, um die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu sichern. 
Ab einer bestimmten Betriebsgröße und unter bestimmten weiteren Voraussetzungen sind Arbeitgeber berechtigt Testbescheinigungen auszustellen. Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier.
Gemäß der Hamburger Corona-Eindämmungsverordnung sind bestimmte Betriebe (z.B. soziale Einrichtungen, körpernahe Dienstleistungen, Gastronomie) verpflichtet, ein betriebliches Testkonzept zu erstellen sowie ein Test-Logbuch über die durchgeführten Tests zu führen.
Weiterhin sollen Arbeitgeber Beiträge zur Erhöhung der Impfbereitschaft leisten, indem sie Beschäftigte über die Risiken einer COVID-19 Erkrankung und bestehende Möglichkeiten einer Impfung informieren, die Betriebsärzte bei betrieblichen Impfangeboten unterstützen sowie Beschäftigte zur Wahrnehmung außerbetrieblicher Impfangebote freistellen.
Wohneinrichtungen der Pflege müssen weiterhin ein Schutzkonzept erstellen und nicht geimpfte Besucherinnen und Besucher müssen sich vor dem Besuch einem Schnelltest unterziehen, dessen Ergebnis negativ ausfallen muss.
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Die häufigsten Fragen und Antworten zu Corona-Schnelltests in Unternehmen

Unternehmen können ihren in Präsenz beschäftigten Mitarbeitenden im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch Selbsttests anbieten.
Diese können von Laien durchgeführt werden und bedürfen - im Gegensatz zu den professionellen Antigen-Schnelltests - keines geschulten Personals. Bei Selbsttests ist grundsätzlich keine Dokumentation der Ergebnisse durch Dritte vorgesehen. 

(Video-)Podcast-Reihe zur Umsetzung betrieblicher Corona-Tests

Mit #GemeinsamGegenCorona​ unterstützt die IHK-Organisation Unternehmen mit Webinaren und digitalen Tools bei der Umsetzung betrieblicher Coronatests, denn #WirtschaftTestet​. Aus der Podcast-Reihe von DIHK und DIHK-Bildungs-GmbH ist am 1. April 2021 eine Episode mit dem Schwerpunkt “Selbsttests” erschienen, in der Mirko Drotschmann mit dem Experten Thomas Friedrich über Beschaffung, Durchführung und Dokumentation der Tests in Unternehmen spricht.
#GemeinsamGegenCorona​ – (Video-)Podcast, Folge 1:
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#GemeinsamGegenCorona​ – (Video-)Podcast, Folge 2:
Im zweiten Teil der Podcast-Reihe sprechen Mirko Drotschmann und Experte Thomas Friedrich über Schnelltests im Unternehmen.
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Weitere Informationen

Jede Bürgerin und jeder Bürger kann sich kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Eine Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums, die dies regelt, ist seit Samstag, 13. November 2021, in Kraft. Der Anspruch gilt für mindestens einen kostenlosen Antigen-Schnelltest pro Woche –unabhängig vom Impf-, Genesenen oder Gesundheitsstatus.
In der  Übersichtskarte finden Sie Apotheken, Krankenhäuser, Hilfsorganisationen, Labore und durch den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) beauftragte Leistungserbringer, die einen Schnelltest kostenfrei anbieten. Zusätzlich bieten viele Arztpraxen ebenfalls Testmöglichkeiten an. Die verfügbaren Angebote in Arztpraxen können Sie unter  https://eterminservice.de/terminservice einsehen und buchen oder Sie melden sich direkt bei Ihrer Hausarztpraxis.