Coronavirus

Digitale Kontaktnachverfolgung

Aktuell ist die Kontaktnachverfolgung in der Hamburger Corona-Eindämmungsverordnung obsolet, da die 2G+ Regelung, wie bei Veranstaltungen, bereits Zutrittskontrollen enthält. Daher verzichtet Hamburg auf die Kontaktnachverfolgung bei Veranstaltungen, Einrichtungen und in der Gastronomie ab dem 5. Februar 2022. 
Das Dokument zur Kontaktnachverfolgung lassen wir vorerst für Sie in der hk24 stehen. Die aktuelle Eindämmungsverordnung für Hamburg finden Sie hier.

Worauf Sie bei der Kontaktdatenerhebung achten müssen

Die bekanntesten Werkzeuge sind die Luca-App und die Corona-Warn-App (CWA), die jeweils spezifische Funktionen haben.
In Hamburg gibt es für die Kontaktdatenerhebung die Möglichkeit, die Luca-App zu nutzen oder die Daten auf Papier zu erfassen.
Um den Gesundheitsämtern die Kontaktnachverfolgung zu erleichtern, hat der Senat im April 2021 eine Lizenz für die Nutzung des Luca-Systems einschließlich der Luca-App erworben.
Die Corona-Warn-App (CWA) ermöglicht nicht die Kontaktdatenverfolgung durch die Hamburger Gesundheitsämter. Anders als die Luca-App nutzt die Corona-Warn-App ein dezentrales Protokoll für die Datenspeicherung. Ein Check-In wird lokal auf dem Smartphone gespeichert und nach zwei Wochen automatisch gelöscht. Die Nutzerdaten sind dabei nicht einzusehen. Sie wird genauso bedient wie die Luca-App und ist kostenfrei.

Corona-Warn-App für Veranstalter

So funktioniert die Corona-Warn-App für Veranstalter oder Gewerbetreibende. Die App ist kostenfrei für Sie und Ihre Teilnehmer:
  1. App herunterladen
  2. In der App eine Veranstaltung planen
  3. Daten zur Veranstaltung anlegen (Arbeitsstätte, Handwerksbetriebe, Bildungsstätte, Öffentliches Gebäude, etc.)
  4. Informationen zum Ort anlegen (Aufenthaltsdauer, Adresse, Bezeichnung, etc.)
  5. QR Code zur Verfügung stellen. 

Wer benötigt die Corona-Warn-App?

B esucher:innen, Gäste, Kundinnen und Kunden oder Mitarbeiter:innen scannen einfach Ihren QR-Code und werden automatisch eingecheckt. Sollte Teilnehmer:innen später positiv auf Corona getestet werden, werden die verbundenen Kontakte über die App informiert und gebeten, sich in Quarantäne zu begeben und mit dem Gesundheitsamt Kontakt aufzunehmen.

Wie Sie die Luca-App in Ihrem Unternehmen einrichten können

Wie auch bei anderen Apps, können Nutzer:innen durch die Luca-App die Anwesenheit einfach und sicher dokumentieren. So können Sie Ihren Kundinnen und Kunden, Besucher:innen oder auch Mitarbeiter:innen eine digitale Kontaktnachverfolgung anbieten, ohne sich händisch in Listen eintragen zu müssen. Stattdessen reicht das Scannen eines QR-Codes. Unternehmen aus dem Gastgewerbe oder der Veranstaltungswirtschaft können sich als Location einfach registrieren. Hierfür benötigen Sie ein Smartphone auf Android- oder iOS-Basis. Die Registrierung und die Nutzung der Luca-App sind für Sie kostenfrei.
Als Gewerbetreibende benötigen Sie nur die App. Danach legen Sie kostenfrei Ihr Konto an und bereiten Ihre QR-Codes vor und bringen diese an. Ihr Kundinnen und Kunden oder Besucher:innen müssen diesen dann lediglich scannen. Der beschriebene Weg ist für alle Unternehmer:innen gleich. Auch Industriefirmen und ähnliche Betriebe und Unternehmen können auf die Luca-App zurückgreifen. Diese Unternehmen sollten sich allerdings mit Ihrer Personalabteilung oder Arbeitnehmervertretung abstimmen.
Die erhobenen Daten werden verschlüsselt und für das Gesundheitsamt vorgehalten. Nur dieses kann die Daten entschlüsseln, sofern eine Person positiv auf Corona getestet wird. So können Infektionsketten schnell erkannt und zu unterbrochen werden. 

Sechs Schritte zum Einsatz der Luca-App in Ihrem Unternehmen: 

  1. Neues Konto anlegen und E-Mailadresse bestätigen
  2. Einloggen und den digitalen Schlüssel herunterladen und sicher aufbewahren
  3. Location anlegen oder Location mit optionalem Check-In am Tisch einrichten
  4. Tisch-QR-Codes herunterladen, ausdrucken und auf den Tischen fixieren 
  5. CR-Code scannen
  6. Location bearbeiten
Statt einem Tisch können Sie dies auch für einen Raum oder einen Raum mit mehreren Tischen nutzen. Der Ablauf bleibt hierbei gleich. 
Für die Gastronomie empfiehlt es sich, dass Sie für jeden Tisch einen eigenen QR-Code generieren, damit Sie nachvollziehen können, welche Ihrer Gäste an welchen Tisch saßen. Die Gesundheitsämter werden in der Regel nicht alle Ihrer Gäste kontaktieren, falls jemand positiv auf Corona getestet werden sollte, sondern nur die an einem Tisch oder an diesem und den benachbarten Tischen. 

Wer benötigt die Luca-App?

Personen, die Ihr Unternehmen besuchen und sich digital in die Kontaktnachverfolgung eintragen möchten, benötigen die Luca-App nicht. Sie können sich sowohl mit als auch ohne die App eintragen. Wer die App installiert hat, wird automatisch eingecheckt. Wer die App nicht installiert hat, kommt über den QR-Code zu einer Webversion und kann sich dort manuell eintragen. Komfortabler ist also der Einsatz der App, da die Benutzerdaten nur einmal hinterlegt werden müssen. In jedem Falle ist eine aktive Internetverbindung nötig.
Die einzelnen Schritte der Registrierung bei der Luca-App werden in diesem Video anschaulich dargestellt und erklärt.
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Wie Ihre Kundinnen und Kunden die Luca-App nutzen können

Ihre Kundinnen und Kunden können die Luca-App sehr einfach auf ihrem Smartphone auf Android- oder iOS-Basis installieren. Auch für sie sind die Registrierung und die Nutzung kostenfrei.
Für alle Menschen, die kein Smartphone haben, gibt es als Alternative den sogenannten Luca-Schlüsselanhänger, das analoge Gegenstück zur Luca-App. Die Schlüsselanhänger werden kostenlos in den Kundenzentren der Bezirke am Empfang ausgegeben. Wer einen Ort besucht, der mit luca abgesichert ist, loggt sich mit seinem Smartphone unter Nutzung der vor Ort aufgeklebten Barcodes ein. Wer mit einem Schlüsselanhänger kommt, der wendet sich an das Personal vor Ort, damit der Schlüsselanhänger gescannt wird. Das Auschecken geht entweder automatisch beim Verlassen des Orts mit der App oder manuell.

Der analoge Weg: Kontaktdaten auf Papier 

Für die Kundinnen und Kunden, die kein Smartphone haben, sollten Sie weiterhin die Kontaktdatenerfassung auf Papier ermöglichen. Wichtig ist, dass Sie den Namen, die Wohnanschrift und eine Telefonnummer Ihrer Kundinnen und Kunden vollständig und zutreffend festhalten, ergänzt um das Datum und die Uhrzeit des Einkaufs, des Beratungsgesprächs oder des Besuchs.
Für die Nachverfolgung von Infektionsketten oder zur Prüfung, ob Sie die Verpflichtungen einhalten, müssen Sie diese Kontaktdaten vier Wochen aufzubewahren. Sie müssen sicherstellen, dass unbefugte Dritte hiervon keine Kenntnis erlangen können.
Nach vier Wochen müssen die Aufzeichnungen der Kontaktdaten löschen oder vernichten. Näheres hierzu finden Sie in der Corona-Verordnung.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der luca-App. Ebenfalls sind hier weitere FAQs nachzulesen.

Die Luca-App und der Datenschutz

Die Luca-App ist ein Produkt des Berliner Unternehmens neXenio GmbH. Sie bietet, so die Information des Unternehmens, die „datenschutzkonforme, dezentrale Verschlüsselung von persönlichen Daten, übernimmt für Veranstalter und Betreiber die Dokumentationspflicht [und] entlastet die Gesundheitsämter. 
Die Datenschutzkonformität des Schlüsselanhängers wurde in jüngster Zeit mehrfach kritisiert. So berichtete der Spiegel am 14. April 2021 in seiner Onlineausgabe, dass die Bewegungshistorie im Luca-Schlüsselanhänger schlecht geschützt sei und sich von Fremden auslesen ließe. Um Missbrauch zu vermeiden, empfehlen die Entwickler, wie der Spiegel weiter berichtet, “den persönlichen Schlüsselanhänger mit QR-Code nur zum Check-in in dafür vorgesehenen Betrieben zu verwenden und kein Foto des eigenen, individuellen Schlüsselanhängers im Internet zu veröffentlichen”.

Schulungen

Weitere Onlinepräsentationen bietet das Berliner Unternehmen neXenio GmbH an, das die Luca App entwickelt hat. Sie richten sich speziell an Unternehmen und Locations.