Seite 32 - mitteldeutsche wirtschaft IHK Halle-Dessau

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wirtschaft
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Charly“ leitete. „So begann ich,
mich zunächst nebenberuflich
selbstständig zu machen“, schildert
Gabriele Schmidt. In Nürnberg qua-
lifiziert sie sich und besucht eine
Scherschule. Ein Hund soll in seiner
Rasse erkennbar sein. Von Moden-
trends bei Fellfrisuren oder dem Ein-
satz von Sprays hält sie gar nichts.
Im Januar 2013 wagt sie vollends
den Schritt in die Selbstständigkeit.
Unerwartet war die Besitzerin des
Hundesalons gestorben. „Ich stand
ganz allein da stand. Das musste ich
nun meistern". Gute Unterstützung
ihres Mannes Thilo ist ihr auf diesem
Weg sicher. Auch vor wenigen Wo-
chen, als sie mit dem Salon nur ei-
nen Steinwurf vom angestammten
Ladenlokal umzog. Nun hat das
Dienstleistungscenter für Hunde ei-
nen separaten Eingang, einen Fri-
sier- und Waschraum. Die Chefin
meint: „ Die Atmosphäre ist viel
schöner für die Vierbeiner und ihre
Herrchen und Frauchen."
Einmal pro Woche ist die Salonbe-
sitzerin jedoch nicht im Salon zu fin-
den. Sie sitzt auf der Schulbank. Man
lernt nicht aus, kommentiert sie die
Weiterbildung bei der IHK. Mit Zah-
len könne sie zwar gut umgehen,
doch ein Unternehmer müsse schon
exakt wissen, wo was hingehört. Die-
ses Wissen hole sie sich nun im Bil-
dungszentrum der IHK Halle-Dessau
in der Weißenfelser Geschäftsstelle.
Standortleiter Dr. Volker Bart kann es
nur empfehlen, dass sich Existenz-
gründer egal welchen Alters hier
Fachkompetenz einholen. „Viele
Jungunternehmer haben ihr speziel-
les Fachwissen, hinken aber in Sa-
chen Recht, Management, Werbung
oder Rechnungswesen hinterher“,
sagt er aus Erfahrung. Nach dem ers-
ten Kurs legt Gabriele Schmidt nach
und hängt eine erweiterte Schulung
dran. Mehr noch: Gabriele Schmidt
plant jährlich mindestens eine fach-
liche Qualifizierung als Hundefrisö-
se zu machen. „Ich will nur das Bes-
te für meine Kunden.“
Petra Wozny
regional
report
gen wir bei 80. Bis jetzt stehen bereits
130
in unserem Terminkalender“,
rechnet die Weddingplanerin.
Das Haus lässt wirklich keine Wün-
sche offen. Gewölbe, herrschaftliche
Treppen und prunkvolle Säle bieten
die Location für eine unvergessliche
Atmosphäre und die Kulisse für ein-
zigartige Fotos. Karin Friedrich macht
auf ein paar Besonderheiten auf-
merksam. Im Schlossgarten befindet
sich ein Hubschrauber- und Heiß-
luftballonlandeplatz. Kutschen, Old-
timer oder Limousinen können bis in
den Schlosshof fahren. An der Saale
befindet sich ein Bootsanleger. „Die
Gesellschaften können also zu Was-
ser, in der Luft oder über die Straße
den Hafen der Ehe ansteuern“, meint
sie lachend. Und auch hier darf sich
das Paar entscheiden: standesamtlich
oder kirchlich. Gleich neben der
Hochzeitsuite befindet sich das Trau-
zimmer mit Kamin, im Schlosshof
die geweihte Kapelle. „Für uns gibt es
nichts Ungewöhnliches“, resümiert
die Planerin, zu der meist ein Jahr
vor der Eheschließung Kontakt auf-
genommen wird. „Ich helfe dann
nach allen Kräften, die Verpackung
so schön als möglich zu machen“
schildert Friedrich. Dazu gehören die
Tischdekorationen, die Hochzeitstor-
te, die Brautsträuße, der Fotograf, die
Saaldekoration, das Menü, die Musik,
der Ablauf der Trauung bis hin zum
Feuerwerk. „Wir pflegen über die
Jahre sehr gute Kontakte zu örtli-
chen Dienstleistern, auf die wir uns
hundertprozentig verlassen können“,
so Friedrich. Besonders freut es sie,
wenn sich die Paare zu ihrem schöns-
ten Tag im Leben etwas Originelles
einfallen lassen. So habe ein Paar
samt seiner Gäste einmal in baro-
cken Kostümen geheiratet – ein Er-
lebnis auch für die Schloss-Mann-
schaft. Nicht selten seien auch Hoch-
zeiten, bei denen ein Partner Aus-
länder sei. Geheiratet wurde so schon
mit einem Hauch japanisch im Ki-
mono, chinesisch in dekorativem Tüll
und amerikanisch mit viel Pomp.
Einmal jährlich findet auf Schloss
Schkopau eine Hochzeitsmesse statt
in diesem Jahr ist sie am 4. und 5.
Oktober. „Die Gäste können sich al-
les ansehen. Wir rechnen mit mehr
als 600 Besuchern. Und wenn eini-
ge dabei sind, die dann bei mir vor-
sprechen, ist es perfekt“, findet
Hochzeitsplanerin Karin Friedrich,
die sich selbst mit dem Heiraten
noch Zeit nimmt, wie sie gesteht.
Petra Wozny
Burgenlandkreis
Hundefrisöse sitzt auf
der Schulbank
Lucky schaut aus seinen großen
schwarzen Augen ungläubig. Naja,
wenn es denn sein muss, scheint der
Blick des Fünfjährigen zu sagen. Ar-
tig steht er in der blauen Wanne,
nimmt brav die warme Dusche. Wa-
schen, scheren, föhnen ist bei ihm,
einem Stammkunden, mal wieder
dran. Die Freude, danach als hüb-
scher Yorki dem Weißenfelser Herr-
chen noch besser zu gefallen, hält
sich bei dem kleinen Hund in Gren-
zen. Gabriele Schmidt, Inhaberin des
Hundesalons „Charly“ in Weißenfels
kennt ihre Kunden ganz genau. Be-
ruhigend, ja vertraut redet sie mit ih-
ren vierbeinigen Kunden. „Ich be-
gegne ihnen während der Fell- und
Krallenpflege mit Respekt, weiß, wer
Angst oder wer etwas vorlaut ist.“
Vor einem Jahr hat sich die heute
53-
Jährige selbstständig gemacht.
So ganz freiwillig sei der Schritt
nicht gewesen, erklärt die Lösauerin,
doch ihr eigenes als auch fremdes
Schicksal hätten die Existenzneu-
gründung beschleunigt. Die studier-
te Ökonomin, die eigentlich mal Ve-
terinär werden wollte, wurde ar-
beitslos. Der Zufall, oder sagen wir
ihr eigener Hund Struppi brachten
sie in den Hundesalon. Hier traf sie
zunächst privat auf Silvia Schön-
burg, die den Weißenfelser Salon
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Das Schloss Schkopau von
seiner schönsten Seite.
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Gabriele Schmidt bringt
das Fell von Lucky in Form.
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kontakt
Ringhotel Schloss Schkopau
Am Schloss
06258
Schkopau
Tel. 03461 7490
-
schkopau.de
Hundesalon Charly
Promenadengasse 3
06667
Weißenfels
Tel.: 0176 56226662
-
weissenfels.net