Energiekosten-Dämpfungsprogramm bis September

Das Energiekostendämpfungsprogramm fördert energie- und handelsintensive Unternehmen, deren Strom- und Gaskosten sich mindestens verdoppelt haben, in Form eines zeitlich befristeten und eng umgrenzten Kostenzuschusses. 
Die Grundförderung beträgt max. 30 Prozent der gestiegenen Kosten. Mehr erhalten Unternehmen, die zudem einen Betriebsverlust nachweisen und noch einmal mehr besonders energieintensive Branchen auf der EU-Liste des Temporary Crisis Framework (TCF). Insgesamt stehen 5 Milliarden Euro zur Verfügung. Anträge müssen bis zum 30. September 2022 gestellt werden. 
Die Zuschüsse werden zu den Kosten für Strom und Erdgas im Zeitraum von Februar bis September 2022 gezahlt, wenn sich die Kosten gegenüber 2021 verdoppelt haben. Die dreistufige Förderung ist wie folgt aufgebaut:
  • 30 Prozent der Preisdifferenz und bis zu 2 Millionen Euro erhalten Unternehmen, die einer energie- und handelsintensiven Branche zu den Klima-, Umwelt- und Energiebeihilfeleitlinien (KUEBLL) angehören und mindestens 3 Prozent Energiebeschaffungskosten nachweisen.
  • 50 Prozent der Preisdifferenz und bis zu 25 Millionen Euro erhalten Unternehmen, die die zuvor genannten Voraussetzungen erfüllen und zudem einen Betriebsverlust in dem jeweiligen Monat aufgrund der zusätzlichen Energiekosten nachweisen. Nach den Vorgaben des TCF wird für die Berechnung des Betriebsverlusts das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ohne einmalige Wertminderungen (EBITDA) herangezogen. Die Förderung darf nicht 80 Prozent des Betriebsverlusts übersteigen. 
  • 70 Prozent der Preisdifferenz und bis zu 50 Millionen Euro erhalten Unternehmen aus den in Anhang 1 des TCF gelisteten 26 besonders betroffenen Sektoren (dazu gehören u. a. Chemie, Glas, Stahl, Metalle, Keramik), die sämtliche zuvor genannte Voraussetzungen erfüllen.
Die Fördersätze werden im Juli für die restliche Laufzeit des Programms einmalig um 10 Prozentpunkte abgeschmolzen. Verbrauchtes Erdgas wird in den Fördermonaten Juli - September nur bis zu 80 Prozent derjenigen Menge bezuschusst, die das Unternehmen im gleichen Vorjahreszeitraum verbraucht hat. In einfach gelagerten Fällen sind Abschlagszahlungen in Höhe von 80 Prozent innerhalb weniger Wochen nach der Antragstellung möglich. 
Die “Richtlinie zum Energiekostendämpfungsprogramm” wurde am 15. Juli 2022 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Verlängerung der Antragsfrist, die ursprünglich am 31. August endete, erfolgte am 26. August 2022. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des BAFA.