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Energie sparen, Kosten senken: So profitieren Unternehmen von Nachhaltigkeit
Die wenigsten unserer Kunden sind zunächst begeistert davon, dass sie ein Energieaudit machen müssen“, sagt Christoph Barth, Geschäftsführer der Energiekosten 360 GmbH in Bad Vilbel. Häufig gelinge es ihm und seinem Team im Verlauf der Beratung dann aber, Unternehmen für die Sache zu gewinnen. Denn gerade in der Energieeinsparung stecke noch viel Potenzial, das Betrieben hilft, Kosten zu sparen.
Zu Energieaudits sind viele größere Unternehmen gesetzlich verpflichtet. „Wir erstellen auf Basis der Verbrauchsaufnahme und Datenanalyse einen Maßnahmenplan, bewerten die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen und geben konkrete Umsetzungsempfehlungen“, so Barth. Aus seiner Erfahrung seien in vielen Unternehmen 10 bis 30 Prozent Energieeinsparung möglich. Nicht alles davon sei wirtschaftlich sinnvoll, es gebe in der Regel aber immer mehrere Maßnahmen, mit denen der Betrieb Kosten sparen könne.
Hoher Verbrauch verpflichtet
Transformationspläne oder Energiemanagementsysteme nach ISO 50001 führen weiter als die Energieaudits. Sie sind längerfristig angelegt und zielen auf eine kontinuierliche Verringerung des Energieeinsatzes. Unternehmen mit hohem Energieverbrauch sind per Gesetz daran gebunden, andere können sich freiwillig dafür entscheiden. Barth hebt die Vorteile der Transformationspläne hervor: „Für diesen Weg erhalten Unternehmen aller Größen Förderung vom Bund.“
Von diesen Energieeffizienz-Maßnahmen profitieren Unternehmen häufig:
Messtechnik und Monitoring: Verbrauchstransparenz und automatische Hinweise auf Auffälligkeiten
Steuerungs- und Regeltechnik: zum Beispiel programmierbare Thermostate von Heizungen, dadurch automatische Regulation am Wochenende oder bei offenen Fenstern
Moderne Beleuchtung: Umrüstung auf hocheffiziente LED-Systeme mit Präsenz- und Tageslichtsteuerung. LEDs haben zuletzt nochmals deutlich an Effizienz gewonnen.
Messtechnik und Monitoring: Verbrauchstransparenz und automatische Hinweise auf Auffälligkeiten
Steuerungs- und Regeltechnik: zum Beispiel programmierbare Thermostate von Heizungen, dadurch automatische Regulation am Wochenende oder bei offenen Fenstern
Moderne Beleuchtung: Umrüstung auf hocheffiziente LED-Systeme mit Präsenz- und Tageslichtsteuerung. LEDs haben zuletzt nochmals deutlich an Effizienz gewonnen.
Wärmepumpen und Photovoltaik nutzen
Ein Beispiel aus Barths Beratungspraxis: In einem Tagungshotel wurde die alte Kälteanlage durch eine Wärmepumpe ersetzt, die sowohl für die Kühlung als auch für die Heizung eingesetzt wird. Die konventionelle Heizung dient nur noch als Spitzenlast. Ergebnis: reduzierte Energiekosten, deutlich weniger CO₂-Emissionen und ein zusätzlicher Komfortgewinn durch klimatisierte Räume im Sommer.
Die Frage ist: Möchte ich mich als Unternehmen von äußeren Einflüssen abhängig machen – oder kopple ich mich so gut wie möglich davon ab?
Energieberater Christoph Barth
Photovoltaik spielt in vielen Betrieben eine zunehmend wichtige Rolle. Den Unterschied macht hier der lokale Eigenverbrauch: „Das Ziel einer Photovoltaikanlage sollte heute immer sein, den Strom vor Ort zu verbrauchen. Wenn mindestens rund 80 Prozent des erzeugten Stroms im Betrieb genutzt werden, sehen wir in der Regel sehr gute Wirtschaftlichkeiten“, erläutert Barth. Die Kombination mit dem Laden von E-Fahrzeugen aus dem unternehmenseigenen Fuhrpark kann zu einer hohen Rentabilität beitragen.
Fördermittel beantragen
Viele Maßnahmen für mehr Energieeffizienz erfordern in einem ersten Schritt Investitionen – etwa in neue Beleuchtung, Wärmepumpen, Gebäudetechnik oder Photovoltaik. Die öffentliche Hand unterstützt solche Vorhaben mit Förderprogrammen. „Viele Förderungen können die Unternehmen nicht selbst beantragen, weil hierfür ein Energieberater notwendig ist“, führt Barth aus. Energieberater würden aber eindeutige Empfehlungen geben und durchrechnen, welche Investition sich lohne (siehe konkrete Beispiele in der Tabelle). Maßgeblich sei hierfür der Kapitalwert – dieser zeige nach Abzug aller Kosten und auf die Nutzungsdauer abgezinst, wie viel Profit das Unternehmen mit der Maßnahme mache. Gut zu wissen: Dem Energieberater zufolge werden 15 bis 50 Prozent des Fördergeldes als Zuschuss gewährt, der nicht zurückgezahlt werden muss.
Die eigene Versorgung resilient aufstellen
Barth gibt zu bedenken: „Wir laufen jetzt in die zweite beziehungsweise dritte Energiekrise innerhalb von eineinhalb Jahrzehnten. Die Frage ist: Möchte ich mich als Unternehmen von diesen äußeren Einflüssen abhängig machen – oder kopple ich mich so gut wie möglich davon ab?“ Die Einsparung von Energie und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen seien Möglichkeiten, sich resilienter aufzustellen.
Beispiele für Einsparpotenziale aus realen Projekten
| Photovoltaikanlage | Reversible Wärmepumpe | Spülmaschinen mit Warmwasseranschluss | |
| Nutzungsdauer | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre |
| Investitionskosten | 360.805 € | 83.000 € | 10.000 € |
| Förderhöhe | 0 € | 24.900 € | 0 € |
| Energieeinsparung | 287.378 kWh/a | 214.260 kWh/a | 44.989 kWh/a |
| Kosteneinsparung | 67.286 €/a | 23.406 €/a | 2.264 €/a |
| Einsparung Co2 | 125.009 kg/a | 27.340 kg/a | 9.002 kg/a |
| Amortisationszeit | 6 Jahre und 7 Monate | 7 Jahre und 4 Monate | 4 Jahre und 11 Monate |
| Kapitalwert | 162.146 € | 18.367 € | 8.988 € |
| Einesparte Energieträger | Strom | Strom, Erdgas | Erdgas |
Quelle: Energiekosten 360 GmbH
Kontakt
Andrea Bette
Stand: 29.04.2026