„Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei!“



VON JORIS ZIELINSKI
Die bundesweite Aktion „Heimat shoppen“ zur Unterstützung des lokalen Handels war auch 2025 ein voller Erfolg. Alle teilnehmenden Gemeinden aus dem Bezirk der IHK Gießen-Friedberg betonen die Wichtigkeit der Aktion und wollen auch 2026 daran teilnehmen.
Alle Jahre wieder setzen sich Gewerbevereine gemeinsam mit der IHK im Rahmen der Aktion „Heimat shoppen“ für lokale Unternehmen und lebendige Innenstädte ein. 2025 stellten die hessischen IHKs sowie der hessische Industrie- und Handelskammertag mit einem ID.Buzz in auffälligem Design einen Werbebus zur Verfügung. Frank Wendzinski, Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik der IHK Gießen-Friedberg, und sein Stellvertreter Daniel Kaiser besuchten die teilnehmenden Gemeinden und nutzten die Gelegenheit für gemeinsames Werben und regen Austausch. Die Bewertung der Aktion durch die lokalen Gewerbevereine fiel sehr positiv aus.
„Die Aktion war genauso erfolgreich wie die Jahre zuvor“, versichert Ulrich Lerch, Ressortleiter „AlsGuthaben + Tourismus“ des Alsfelder Verkehrsvereins AlsAktiv e.V. Die Vogelsberger Fachwerkstadt verband „Heimat Shoppen“ erneut mit der „Zauberhaften Einkaufsnacht“, in der die Geschäfte bis Mitternacht geöffnet hatten. „Im vergangenen Jahr wurde die Altstadt mit sehr vielen Strahlern und Lichteffekten beleuchtet, was eine einzigartige Atmosphäre schuf“, unterstreicht Lerch. Während des gesamten Aktionszeitraums hätten die Einzelhandelsunter „Heimat shoppen“-Tüten zur Dekoration der Schaufenster genutzt. „Einige verwenden sie sogar das ganze Jahr über, weil sie das Design und die Aussage dahinter wertschätzen.“ Für Ulrich Lerch und AlsAktiv steht aus diesen Gründen die Teilnahme an der Initiative im Jahr 2026 bereits fest.

Bad Nauheim erstmals dabei

Zum ersten Mal nahm der Kurort Bad Nauheim an der „Heimat shoppen“-Aktion teil. Die Vorstandsvorsitzende des Erlebnis Bad Nauheim e.V. Natascha Schmidt verbucht das erste Jahr als großen Erfolg. „Wir haben viele positive Rückmeldungen der Unternehmen bekommen, die 2026 gern erneut dabei sind“, freut sie sich. Sowohl das Jugendstilwochenende als auch die Bad Nauheimer Kerb wurden genutzt, um Tüten zu verteilen und auf das Thema „Heimat shoppen“ aufmerksam zu machen. „Es ging uns darum, für die Wichtigkeit des Einkaufens vor Ort zu sensibilisieren", erklärt Schmidt. Bei der zweiten Teilnahme der Stadt 2026 soll die Initiative „Bad Nauheim für Bad Nauheimer“ weiter ausgebaut werden, in der die teilnehmenden Unternehmen sich gegenseitig unterstützen.

In Lauterbach viel Aufmerksamkeit durch das Stadtfest

Dasselbe gilt auch für die Vogelsberger Kreisstadt Lauterbach. „‚Heimat shoppen‘ ist immer gut. Es ist eine gemeinsame Aktion lokaler Einzelhändler, die ein wichtiges Zeichen für das Einkaufen in der Region setzt“, betont Martin Hank, Vorstandssprecher des Stadtmarketing e.V. Die Stadt Lauterbach hatte die Initiative mit dem Stadtfest inklusive eines verkaufsoffenen Sonntags im September verbunden. „Die ganze Stadt ist voller Kunden gewesen, die mit den ‚Heimat shoppen‘- Tüten unterwegs waren“, erinnert sich Hank. Auf diese Weise werde für die Bedeutung des lokalen Handels geworben. „Die Konsumenten nehmen das wahr und werden angeregt, darüber zu sprechen“, erklärt er.
„Das Wichtigste an der Aktion ist, dass sie Kunden wachrüttelt und dabei hilft, das Einkaufen vor Ort als Möglichkeit wahrzunehmen“, stimmt Michael Schneider, erster Vorsitzender des Gewerbevereins Feldatal, zu. Verstärkt wurde die Aktion 2025 durch den ID.Buzz und sein auffälliges Design. „Es geht darum, ‚Heimat shoppen‘ präsent in den Köpfen der Kunden zu machen“, unterstreicht Schneider. Der Gewerbeverein Feldatal habe sich aus diesem Grund bereits das fünfte Jahr in Folge an der Initiative beteiligt und dies werde nicht das letzte Mal sein. 2025 machte Feldatal im Rahmen der Aktion auf regionale Apotheken und deren Gefährdung durch den Online-Handel aufmerksam. „Nur vor Ort kann ein Apotheker sich persönlich um die Belange der Patienten kümmern und medizinischen Rat geben“, erklärt Schneider. Dies könne durch die Bestellung von Medikamenten im Internet nicht ersetzt werden.

Wachsendes Interesse

„Durch ‚Heimat shoppen‘ erkennen Menschen die Chancen vor Ort“, betont Markus Pfeffer, Geschäftsführer des Business Improvement District (BID) Seltersweg. Aus diesem Grund werde sich auch Gießen 2026 wieder an „Heimat shoppen“ beteiligen.
„Wir sind im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei“, bestätigt auch Patrick Kempf, erster Vorsitzender des Gewerbevereins Butzbach Aktiv e.V. Die Initiative wurde 2025 erneut mit einem „Late Night Shopping“ verbunden. Der ID.Buzz der gemeinsamen Kampagne der IHKs in Hessen stand für zwei Tage in der Butzbacher Innenstadt und warb für das regionale Einkaufen. Vom 4. bis 6. September 2025 fand „Heimat shoppen“ in Büdingen statt. Tanja Kolb vom Gewerbe- und Verkehrsverein Büdingen e.V. freut sich über den Erfolg der Aktion: „‚Heimat shoppen‘ war ein großer Erfolg und hat einmal mehr viele Büdinger sowie Gäste auf die Vielfalt unserer lokalen Anbieter aufmerksam gemacht.“

Ein voller Erfolg auch in Bad Vilbel

„Anfangs haben sich nur einzelne Handelsgeschäfte für eine Teilnahme interessiert“, erzählt Simone Zwecker, Bad Vilbeler Citymanagerin. „Als die Aktion jedoch näher rückte und die Einkaufstüten ankamen, ist das Interesse gewachsen und immer mehr kleinere und größere Einzelhändler kamen auf uns zu. Das ‚Heimat shoppen‘-Motto sprach unseren Unternehmern aus der Seele“, freut sich Zwecker. Aus diesem Grund wurde die erste Teilnahme der Quellenstadt Bad Vilbel ein voller Erfolg. Verbunden wurde die Initiative mit einem Aktionstag im September, der aus einem Quellenlauf, einem Weinfest sowie einem verkaufsoffenen Sonntag bestand. „Wir haben sowohl inhaltlich als auch für die Gestaltung sehr positive Resonanz der Unternehmen bekommen“, bestätigt die Citymanagerin. Für 2026 rechnet sie deswegen mit noch mehr Zulauf des regionalen Einzelhandels.
Stand: 06.01.2026