Ab in die Mitte 2026 „Bring wieder Leben in die Stadt!“

Der hessische Landeswettbewerb „Ab in die Mitte!“ ist seit vielen Jahren ein wichtiges Instrument, um Innenstädte und Ortskerne mit neuen Ideen zu beleben. Die Runde 2026 stand unter dem Motto „Bring wieder Leben in die Stadt!“ und zeigte erneut, wie engagiert Kommunen, Vereine und Initiativen ihre Zentren weiterentwickeln. Bei der Preisverleihung am 24. April 2026 wurden 19 Projekte ausgezeichnet – darunter mit Büdingen eine Kommune aus dem Bezirk der IHK Gießen-Friedberg.

Der Wettbewerb „Ab in die Mitte!“ – Ziel und Rahmen

„Ab in die Mitte!“ ist der hessische Landeswettbewerb für Innenstadt-, Zentren- und Ortskernentwicklung. Gesucht werden Projekte, die dazu beitragen, Innenstädte zu stärken, neue Nutzungen anzustoßen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Typisch sind Aktionen und Formate, die Handel, Gastronomie, Kultur, Vereine und Bürgerschaft zusammenbringen und damit ein positives Signal für die Innenstadt senden.
Für 2026 stellt das Land Hessen ein Gesamtbudget von 250.000 Euro zur Verfügung. Für einzelne Projekte sind Preisgelder von bis zu 25.000 Euro möglich. Die Mittel sollen vor allem dazu dienen, neue Ideen zu erproben, Kooperationen vor Ort zu stärken und gute Beispiele sichtbar zu machen, die auch andere Kommunen übernehmen können.
Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen und Wettbewerbsunterlagen sind auf der zentralen Wettbewerbsseite zu finden unter www.abindiemitte-hessen.de.

Ablauf 2026: Teilnahme und Preisverleihung

Die Ausschreibung 2026 stand erneut Kommunen, Stadtmarketingorganisationen, Werbegemeinschaften, Gewerbevereinen und Initiativen offen, die gemeinsam mit lokalen Partnern ein tragfähiges Innenstadtprojekt entwickeln. Voraussetzung ist in der Regel ein schlüssiges Konzept, das über eine Einzelaktion hinausweist, lokale Akteure einbindet und eine nachhaltige Wirkung für den Standort erwarten lässt.
Der Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge 2026 war der 14. Februar 2026. Insgesamt wurden 77 Bewerbungen eingereicht. Eine Fachjury wählte daraus 19 Preisträgerprojekte aus. Die feierliche Preisverleihung fand am 24. April 2026 bei der RINN Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG in Heuchelheim an der Lahn statt, einem langjährigen Sponsor und Partner des Wettbewerbs. Die ausgezeichneten Projekte werden im Anschluss auf der Wettbewerbsseite vorgestellt und bieten zahlreiche Anregungen für eigene Aktivitäten vor Ort.

Preisträger 2026 aus dem Bezirk der IHK Gießen-Friedberg

Aus dem Bezirk der IHK Gießen-Friedberg wurde 2026 ein Projekt ausgezeichnet, das exemplarisch zeigt, wie sich mit kreativen Ideen und starker Vernetzung Innenstadtbereiche beleben lassen.
Büdingen: „Raus aus dem Alltag – Rein in die Stadt – Jugend gestaltet Büdingens Mitte mit“ (15.000 Euro)
Büdingen stellt die junge Generation in den Mittelpunkt der Innenstadtentwicklung. Unter dem Motto „Raus aus dem Alltag – Rein in die Stadt“ entstehen Musikfestivals, kreative Workshops in Leerständen und gemeinschaftliche Pflanzaktionen, bei denen Jugendliche öffentliche Räume aktiv mitgestalten. So werden neue, lebendige Aufenthaltsorte geschaffen, die den sozialen Zusammenhalt stärken und die Identifikation mit der historischen Innenstadt erhöhen. Das Projekt knüpft an bestehende Netzwerke vor Ort an und zeigt, wie sich Beteiligung und Innenstadtbelebung sinnvoll verbinden lassen.

Erfolge aus dem Kammerbezirk in den vergangenen Jahren

Kommunen aus dem Bezirk der IHK Gießen-Friedberg nutzen „Ab in die Mitte!“ seit vielen Jahren, um Innenstadt- und Ortskernprojekte zu realisieren. In unterschiedlichen Wettbewerbsrunden wurden immer wieder Ideen ausgezeichnet oder gefördert, die sich direkt auf die Attraktivität der Zentren ausgewirkt haben. Dazu zählen etwa Projekte, die leerstehende Ladenlokale temporär neu bespielen, gemeinsame Aktionstage von Handel und Gastronomie organisieren oder kulturelle Formate gezielt in die Innenstadt holen.
Wiederkehrende Themen sind die Stärkung des stationären Handels, die bessere Verzahnung von Online- und Offline-Angeboten, die Aufwertung von Plätzen und Stadträumen sowie Formate, die die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit „ihrer“ Innenstadt erhöhen. Viele Kommunen verbinden Wettbewerbsbeiträge mit bereits bestehenden Initiativen wie Stadtmarketingvereinen oder Gewerbevereinen. So entstehen Netzwerke, die auch nach Ablauf des Projektzeitraums weiterarbeiten und neue Projekte anstoßen.
Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass sich gerade kleinere und mittlere Kommunen über „Ab in die Mitte!“ in der landesweiten Wahrnehmung positionieren können. Erfolgreiche Projekte wirken damit nicht nur nach innen für die eigene Bürgerschaft, sondern auch nach außen für das Standortmarketing. Innerhalb der IHK-Region lassen sich zahlreiche Beispiele finden, in denen ein Wettbewerbsbeitrag Ausgangspunkt für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Innenstadtaktivitäten geworden ist.
Die Teilnahme am Landeswettbewerb kann für Kommunen und Stadtmarketingakteure ein guter Anlass sein, vorhandene Ideen zu bündeln und neue Partnerschaften zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft einzugehen.
Stand: 05.05.2026