Kritische Rohstoffe
Rohstoffe sind das Rückgrat der Wirtschaft. Dabei besteht fast immer eine Abhängigkeit von der Lieferkette. Doch für viele Rohstoffe gibt es weitere Lieferanten, wenn der gewohnte Vertragspartner einmal ausfällt. Bei den kritischen Rohstoffen ist das häufig nicht der Fall, obwohl sie oft unverzichtbar sind. Dazu gehören vor allem bestimmte Metallerze und -konzentrate.
Engpässe bei kritischen Rohstoffen entstehen vor allem durch die starke Konzentration ihrer Verarbeitung und Veredelung in China, weshalb chinesische Exportbeschränkungen deutsche Unternehmen besonders treffen. Zugleich setzen immer mehr asiatische und afrikanische Länder solche Beschränkungen als geopolitisches und geoökonomisches Instrument ein. Deshalb sollten Unternehmen ihre Lieferketten diversifizieren.
Engpässe bei kritischen Rohstoffen entstehen vor allem durch die starke Konzentration ihrer Verarbeitung und Veredelung in China, weshalb chinesische Exportbeschränkungen deutsche Unternehmen besonders treffen. Zugleich setzen immer mehr asiatische und afrikanische Länder solche Beschränkungen als geopolitisches und geoökonomisches Instrument ein. Deshalb sollten Unternehmen ihre Lieferketten diversifizieren.
Europäisches Gesetz zu kritischen Rohstoffen
Mit dem Europäisches Gesetz zu kritischen Rohstoffen (Critical Raw Materials Act) (CRMA) will die EUR beim Aufbau von Kapazitäten helfen und die Abhängigkeiten von einzelnen Ländern langfristig verringern. Er ist am 23.05.2024 in Kraft getreten und enthält folgende Ziele für die EU bis 2030:
- Deckung von 10 Prozent des Bedarfes an strategischen Rohstoffen aus Bergbau in der EU,
- Deckung von 40 Prozent des Bedarfes an weiterverarbeiteten Rohstoff-Produkten aus der EU,
- Deckung von 25 Prozent des Bedarfes an strategischen Rohstoffen aus EU-Recycling,
- Keine Importabhängigkeit von einem Land über 65 Prozent des Bedarfes an jedem einzelnen strategischen Rohstoff.
Besonders durch die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren bei Rohstoffprojekten sollen Unternehmen unterstützt werden.
EU-Zentrum für kritische Rohstoffe
Die EU baut ein Zentrum für die gemeinsame Beschaffung und Verwaltung von Lagerbeständen strategischer Rohstoffe auf, um Unternehmen den Zugang zu kritischen Rohstoffen zu erleichtern. Seit Dezember 2025 gibt es den RESourceEU-Aktionsplan der Europäischen Kommission, der auf dem CRMA aufbaut. Damit soll europäischen Unternehmen der Zugang zu kritischen Rohstoffen erleichtert werden.
In diesem Rahmen wurde eine EU-Matchmaking-Plattform (EU Energy and Raw Materials Platform) geschaffen, die Unternehmen bei der gemeinsamen Beschaffung von Rohstoffen unterstützt. Dort werden unter anderem gebündelt Anbieter und Nachfrager von 17 strategischen Rohstoffen zusammengebracht.
Rohstofffonds der Bundesregierung
Der Rohstofffonds dient der Absicherung von Rohstoffinvestitionen. Er soll einen Beitrag zur Förderung von Projekten mit nachhaltiger Nutzung, Sicherung oder Entwicklung von Rohstoffen deutscher Unternehmen leisten und damit die Resilienz der Lieferketten stärken. Die Antragsstellung erfolgt über die KfW.
Anlaufstelle für Unternehmen
Zur Stärkung der Unternehmen koordiniert die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) das German Mining and Resources Network Schwerpunkte sind dabei:
- Rohstoffversorgung
- Bergbautechnik
- Kreislaufwirtschaft
Zusammen mit Deutschen Rohstoffagentur und der Germany Trade & Invest ist damit eine zentrale Anlaufstelle für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft geschaffen worden. Auf dieses globale Netzwerk können Unternehmen zurückgreifen, wenn Sie Geschäftsbeziehungen mit rohstoffreichen Ländern aufnehmen wollen. Besonders kleine und mittlere Unternehmen erhalten praktische Unterstützung.
Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) ist das rohstoffwirtschaftliche Kompetenzzentrum und die zentrale Informations- und Beratungsplattform zu mineralischen Rohstoffen und Recyclingrohstoffen für die deutsche Wirtschaft. Es gibt regelmäßige Monitorings zu Rohstoffverfügbarkeit und Versorgungssituation sowie Rohstoffpotenziale und Rohstoffeffizienz.
Die Außenwirtschaftsagentur des Bundes beschäftigt sich auch mit Rohstoffen. Hier finden Sie aktuelle Analysen zu Rohstoffen und Bergbau sowie Unternehmensreisen mit dem Schwerpunkt Rohstoffe.
DIHK-Positionspapier
Für eine sichere, bezahlbare und nachhaltige Rohstoffversorgung.
Die DIHK hat im November 2025 Eckpunkte für eine zukunftsfeste Rohstoffstrategie festgelegt. Ihre Handlungsempfehlungen reichen von Internationaler Rohstoffsicherung, heimischen Rohstoffzugang, Kreislaufwirtschaft und Innovation bis zur Finanzierung. Das DIHK-Positionspapier kann hier abgerufen werden.
Delegationsreisen
Delegationsreisen bieten eine Möglichkeit neue Lieferanten und Geschäftspartner kennenzulernen, ihre Beschaffungsquellen zu diversifizieren und direkte Einblicke in Förder- und Verarbeitungsprojekte zu erhalten. Zudem bietet die Reise die Möglichkeit, Marktinformationen aus erster Hand zu gewinnen, Kooperationen anzubahnen und die eigenen Lieferketten widerstandsfähiger zu gestalten.
Hier finden Sie eine Übersicht der aktuellen Reisen zum Thema Rohstoffe:
25. – 30.10.2026 Australien: MEP Rohstofftour und Besuch IMARC –
09. – 13.11.2026 Südafrika: MEP Rohstofftour
23. – 25.11.2026 Ghana: German-African Business Summit
08. - 11.02.2027 Südafrika: Mining Indaba Delegation
07. – 10.03.2027 Kanada: PDAC, Delegation
Stand: 30.09.2026