Weihnachten in Schweden: „God Jul“ aus dem Norden
In Schweden beginnt die Weihnachtszeit mit dem ersten Advent, doch richtig feierlich wird es am 13. Dezember, wenn das Land das Luciafest begeht. Die Heilige Lucia bringt Licht in die dunkle Jahreszeit: In Schulen und Gemeinden ziehen Mädchen mit weißen Kleidern, roten Bändern und einem Kranz aus Kerzen auf dem Kopf durch die Straßen, begleitet von Jungen mit spitzen „Sternen-Hüten“.
Am Heiligabend (Julafton) kommt die Familie zusammen, um gemeinsam zu feiern. Ein fester Bestandteil des Tages ist das Weihnachtsbuffet „Julbord“ – eine festliche Tafel mit Klassikern wie Julskinka (Weihnachtsschinken), Köttbullar (Fleischbällchen), Prinskorv (kleine Würstchen) und Gravlax (marinierter Lachs). Auch Glögg, der schwedische Glühwein mit Mandeln und Rosinen, darf dabei nicht fehlen.
Eine skurrile, aber beliebte Tradition ist das gemeinsame Fernsehen: Punkt 15 Uhr schaut ganz Schweden „Kalle Anka och hans vänner önskar God Jul“ – eine alte Donald-Duck-Weihnachtssendung, die seit den 1960ern jedes Jahr läuft und Kultstatus hat.
Und wer bringt die Geschenke? In Schweden kommt der „Jultomte“, eine Art Weihnachtswichtel, der dem Weihnachtsmann ähnelt. Er klopft am Heiligabend höchstpersönlich an die Tür und fragt: „Finns det några snälla barn här?“ – „Gibt es hier brave Kinder?“ Dann verteilt er die Geschenke und verschwindet wieder in der kalten Winternacht.
Zur Weihnachtszeit duftet es in schwedischen Häusern nach Pepparkakor – knusprigen Lebkuchenplätzchen – und nach Julgröt, einem süßen Milchreisbrei, in dem traditionell eine Mandel versteckt ist. Wer sie findet, soll im kommenden Jahr Glück haben – oder, wie man scherzhaft sagt, bald heiraten.
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