Weihnachtszeit in Italien: Buon Natale mit der Hexe Befana

Eine der ältesten Traditionen ist die Krippe (presepe oder presepio) als Herzstück der Weihnachtsdekoration. Sie wird oft schon am 8. Dezember aufgestellt, die Figur des Jesuskinds wird allerdings erst am 24. Dezember in die Krippe gelegt. Besonders berühmt sind die Krippen aus Neapel mit ihren minutiösen Figuren aus der Bibel aber auch aus dem Alltag.
In Neapel gibt es sogar eine ganze Straße mit Krippenbauern, die Via San Gregorio Armeno. Auch der Weihnachtsbaum (Albero di Natale) wird dann oft schon aufgestellt. Ab dem 16. Dezember beginnt besonders in ländlichen Gegenden die „Novena“, eine neuntägigen Gebetszeit, oft begleitet von Gesängen und kleinen Umzügen.
Am 24. Dezember, dem Heiligabend (la Vigilia di Natale) wird in der Regel ein fleischloses Abendessen serviert – oft mit Fischgerichten, zum Beispiel Baccalà (ein Stockfisch). Um Mitternacht besuchen viele die „Messa di Mezzanotte“, die Mitternachtsmesse. Der 25. Dezember ist der Hauptfeiertag mit vielen Geschenken und einem großen Familienessen, bei dem der Panettone oder Pandoro, ein süßes Hefegebäck, oder der Torrone (Nougat mit Mandeln oder Haselnüssen) sehr beliebt sind. Auch der 26. Dezember wird als Feiertag mit Verwandtenbesuchen und weiterem Festessen begangen. Am 6. Januar bringt dann die „gute Hexe“ Befana den Kindern Süßigkeiten oder Kohle (aus Zucker), in manchen Regionen sogar erst die Geschenke.
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