Pinata, Posada und die Nacht der Rettiche: Mexiko zur Weihnachtszeit

Das Weihnachtsfest in Mexiko unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom hiesigen, nicht zuletzt wegen der warmen Temperaturen zur Jahreszeit. Eine besonders wichtige Rolle spielt dort die Piñata, die fester Bestandteil vieler Weihnachtsfeiern ist. Dieser Brauch sorgt vor allem bei Kindern für große Begeisterung: Eine mit Süßigkeiten und Obst gefüllte Figur aus Papier oder Ton wird aufgehängt, und die Kinder versuchen, sie mit verbundenen Augen und einem Stock zu zerschlagen. Wer es schafft, darf sich als Erstes etwas aus dem Inneren aussuchen.
Ein wesentlicher Unterschied zur deutschen Tradition besteht darin, dass die Bescherung in Mexiko erst am 6. Januar, dem Dreikönigstag, stattfindet. Diese zeitliche Verschiebung orientiert sich an der biblischen Erzählung, nach der das Jesuskind an diesem Tag von den Heiligen Drei Königen ihre Gaben erhielt.
Ähnlich wie an Halloween ziehen Kinder während der Adventszeit von Haus zu Haus – dieser Brauch wird „Posada“, also „Herberge“, genannt. Dabei wird nicht nur gefeiert, sondern auch musiziert und gesungen. Öffnen die Bewohner ihre Türen, dürfen die Kinder eintreten, eine Piñata zerschlagen und sich über die darin enthaltenen Leckereien freuen.
Ein besonders einzigartiges Ereignis ist die „Noche de Rábanos“ („Nacht der Rettiche“), die jedes Jahr am 23. Dezember in Oaxaca gefeiert wird. Dabei präsentieren Händler:innen und Künstler:innen kunstvoll geschnitzte Rettiche, die Weihnachtsmotive, Tiere oder lokale Bauwerke darstellen. Diese Werke werden oft als Krippenszenen arrangiert und verkauft – das schönste Rettichkunstwerk wird mit einem Preis ausgezeichnet.
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