Neues aus der Welt

Was Europa entscheidet und die Weltwirtschaft bewegt – Wieso Kanada als strategisch wichtiger Partner für Deutschland interessant ist, wie man bei einer Oldtimer-Ausstellung Geschäftskontakte in Frankreich knüpfen kann und welche Änderung bei den US-Zöllen in Kraft getreten ist.

Von A wie Ahornsirup bis Z wie Zukunftstechnologien: EU und Kanada stärken ihre Partnerschaft

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und Kanada entwickeln sich zu einer echten Erfolgsgeschichte. Seit der vorläufigen Anwendung des Freihandelsabkommens CETA im Jahr 2017 ist der bilaterale Handel mit Waren und Dienstleistungen um mehr als 80 Prozent auf rund 130 Milliarden Euro gestiegen. Unternehmen profitieren dabei von einem nahezu zollfreien Handel, vereinfachten Verfahren und besseren Marktzugängen.
Doch die Partnerschaft geht inzwischen weit über klassische Handelsfragen hinaus. Vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten und zunehmender Handelskonflikte mit den USA planen die EU und Kanada, ihre Zusammenarbeit auf eine neue Ebene zu heben. Im Gespräch ist eine sogenannte „assoziierte Mitgliedschaft“, die Kanada noch enger an europäische Programme und Initiativen anbinden könnte. Diskutiert werden unter anderem Kooperationen bei kritischen Rohstoffen, sauberer Energie, Künstlicher Intelligenz, Cybersicherheit, Forschung und Verteidigung.
Die Voraussetzungen dafür sind gut: Bereits heute verbindet beide Seiten eine enge strategische Partnerschaft. Kanada beteiligt sich an europäischen Forschungsprogrammen und gilt für die EU als wichtiger Partner bei der Sicherung von Lieferketten für Lithium, Nickel, Kobalt und andere Rohstoffe, die für Batterien, Elektromobilität und Zukunftstechnologien benötigt werden.
Für Unternehmen ist die Entwicklung ein positives Signal. CETA hat gezeigt, dass offene Märkte und verlässliche Regeln Wachstum fördern können. Die nun diskutierte Vertiefung der Beziehungen könnte zusätzliche Chancen für Handel, Investitionen und Innovation schaffen und die transatlantische Partnerschaft weiter stärken.
Falls Sie mehr darüber wissen wollen, was für Chancen für deutsche Unternehmen im kanadischen Markt stecken und was es mit nationalen Ahornsirup-Reserven auf sich hat, lesen Sie unser Interview mit Yvonne Denz, der Geschäftsführerin der Deutsch-Kanadischen Auslandshandelskammer

Zahl des Monats

636 Millionen Euro an Zöllen haben Unternehmen aus der EU im Jahr 2024 im Handel mit Kanada durch das CETA-Abkommen gespart!

Neues aus Frankreich

Oldtimer bestaunen und Geschäftskontakte in Frankreich knüpfen? Das Networking-Event des Interreg-Projekts Business Twin am 3. November 2026 im Automobilmuseum Mulhouse verbindet beides. Nutzen Sie die Gelegenheit zum grenzüberschreitenden Austausch, erweitern Sie Ihr Netzwerk und lernen Sie potenzielle Geschäftspartner aus dem deutsch-französischen Wirtschaftsraum kennen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Und sonst in der Welt?

US-Zölle auf pharmazeutische Produkte und Wirkstoffe
Seit dem 29. September 2026 gelten gemäß Section 232 Trade Expansion Act für alle betroffenen Unternehmen zusätzliche Zölle auf Einfuhren von (patentierten) pharmazeutischen Produkten und Wirkstoffen. Die wichtigsten Informationen zu den aktuellen Zollbestimmungen in den USA finden Sie in unserem Artikel USA: Zoll & Exportvorgaben

Unsere nächsten Veranstaltungen

Datum Thema Format Kosten
26.10.2026 Online-Sprechstunde “Lieferantenerklärung” online kostenfrei
27.10.2026 Grundlage der Exportkontrolle online 140 €
03.11.2026 Zoll kompakt - Grundlagen für den internationalen Handel in Präsenz 140 €
04.11.2026 Arbeitskreis USA: DSGVO trifft USA - Datenschutz zwischen zwei Rechtswelten in Präsenz kostenfrei
10.11.2026 Kanada Calling: Märkte, Chancen und EU-Freihandelsabkommen in der Praxis online kostenfrei

Bleiben Sie zu internationalen Themen auf dem Laufenden: Über unseren Newsletter „grenzenlos tätig“ erhalten Sie regelmäßig das Update International direkt in Ihr Postfach. Zur Anmeldung gelangen Sie hier.
een_eu_de_IHKStuttgart