BIS-Zertifizierung für Indien: Vorschriften für Exporteure

Unternehmen, die Waren nach Indien exportieren, müssen zunehmend die Anforderungen der indischen Produktzertifizierung beachten. Für zahlreiche Produkte gelten die vom Bureau of Indian Standards (BIS) festgelegten Indian Standards (IS). Besonders betroffen sind elektronische Produkte, Stahlwaren sowie zunehmend Holz- und Möbelerzeugnisse.

Was ist die BIS-Zertifizierung?

Das Bureau of Indian Standards (BIS) ist die nationale Normungs- und Zertifizierungsbehörde Indiens. Für bestimmte Produktgruppen ist eine BIS-Zertifizierung verpflichtend, bevor die Waren auf dem indischen Markt verkauft oder eingeführt werden dürfen.
Die Zertifizierung erfolgt in Indien und wird in der Regel für zwei Jahre erteilt. Importierte Produkte müssen die jeweiligen indischen Standards erfüllen und entsprechend gekennzeichnet sein.

BIS erweitert die Liste zertifizierungspflichtiger Produkte

Die indische Zertifizierungsbehörde erweitert kontinuierlich den Kreis der betroffenen Waren. Zu den jüngsten Änderungen gehören:
ol {margin-bottom:0in;margin-top:0in;}ul {margin-bottom:0in;margin-top:0in;}li {margin-top:.0in;margin-bottom:8pt;}ol.scriptor-listCounterResetlist!list-Solo0 {counter-reset: section;}ol.scriptor-listCounterlist!list-Solo0 {list-style-type:bullet;}li.listItemlist!list-Solo0::before {counter-increment: section;content: none; display: inline-block;}
  • seit 1. Januar 2025: Scharniere
  • seit Februar 2025: Holzprodukte wie Spanplatten und Sperrholz
  • seit 20. März 2025: weitere Schrauben und Verbindungselemente
Für diese Produktgruppen sind sowohl eine Produktprüfung als auch eine Auditierung der Produktionsstätte erforderlich.

Welche Produkte benötigen eine BIS-Zertifizierung?

Ob ein Produkt der Zertifizierungspflicht unterliegt, kann direkt über die BIS-Datenbank recherchiert werden.
Zu den betroffenen Waren zählen unter anderem:
ol {margin-bottom:0in;margin-top:0in;}ul {margin-bottom:0in;margin-top:0in;}li {margin-top:.0in;margin-bottom:8pt;}ol.scriptor-listCounterResetlist!list-Solo1 {counter-reset: section;}ol.scriptor-listCounterlist!list-Solo1 {list-style-type:bullet;}li.listItemlist!list-Solo1::before {counter-increment: section;content: none; display: inline-block;}
  • Milchpulver
  • Säuglingsnahrung
  • Mineralwasser
  • Reifen und Schläuche aus Kautschuk
  • bestimmte Stahlprodukte
  • elektrotechnische Haushaltsgeräte
  • Schalter und Sicherungen
  • Stromkabel
  • Stromzähler
  • Gasflaschen und Zubehör
  • medizinische Röntgengeräte
Für Exporteure empfiehlt sich eine frühzeitige Prüfung der Produktklassifizierung, um Verzögerungen bei der Einfuhr nach Indien zu vermeiden.

BIS-Pflicht für Möbel ab Februar 2026

Seit dem 14. Februar 2026 benötigen zahlreiche Möbelprodukte bei der Einfuhr nach Indien eine BIS-Zertifizierung im Rahmen des ISI-Mark Scheme.
Betroffen sind unter anderem:
ol {margin-bottom:0in;margin-top:0in;}ul {margin-bottom:0in;margin-top:0in;}li {margin-top:.0in;margin-bottom:8pt;}ol.scriptor-listCounterResetlist!list-Solo2 {counter-reset: section;}ol.scriptor-listCounterlist!list-Solo2 {list-style-type:bullet;}li.listItemlist!list-Solo2::before {counter-increment: section;content: none; display: inline-block;}
  • Büromöbel
  • Tische
  • Schränke
  • Betten
Neben der Produktzertifizierung muss auch das Produktionswerk erfolgreich auditiert werden. Die Zertifizierung kann ausschließlich vom Hersteller beantragt werden.
Händler und Importeure sollten daher frühzeitig mit ihren Lieferanten abstimmen, ob die erforderliche BIS-Zertifizierung bereits vorliegt. Die entsprechenden Produkte müssen zudem ordnungsgemäß gekennzeichnet sein.

Welche Maßnahmen sind für Exporte nach Indien erforderlich?

Für zertifizierungspflichtige Produkte muss zunächst eine Konformitätsbewertung durchgeführt und die Registrierung beim BIS beantragt werden.
Für bestimmte elektronische Produkte gilt zusätzlich das Compulsory Registration Scheme (CRS). Dies betrifft beispielsweise:
ol {margin-bottom:0in;margin-top:0in;}ul {margin-bottom:0in;margin-top:0in;}li {margin-top:.0in;margin-bottom:8pt;}ol.scriptor-listCounterResetlist!list-Solo3 {counter-reset: section;}ol.scriptor-listCounterlist!list-Solo3 {list-style-type:bullet;}li.listItemlist!list-Solo3::before {counter-increment: section;content: none; display: inline-block;}
  • Smartphones
  • Drucker
  • Datenverarbeitungsgeräte
  • Mikrowellenherde
  • weitere elektronische Verbraucherprodukte
Vor der Registrierung ist eine Prüfung durch ein vom BIS akkreditiertes Prüflabor vorgeschrieben.
Je nach Produktgruppe reicht die Zertifizierung des Produkts aus. Insbesondere im Stahlbereich verlangen die indischen Behörden jedoch häufig zusätzlich eine Zertifizierung beziehungsweise Auditierung der Produktionsstätte.

Maschinen und Anlagen: Scheme X aufgehoben

Für Maschinen und Anlagen der HS-Kapitel 84 und 85 gibt es eine wichtige Erleichterung: Das indische Ministerium für Schwerindustrie hat bestätigt, dass die ursprünglich vorgesehene Zertifizierungspflicht im Rahmen von Scheme X endgültig aufgehoben wurde.

Fazit: BIS-Anforderungen frühzeitig prüfen

Die Anforderungen für den Export nach Indien entwickeln sich dynamisch. Unternehmen sollten daher bereits vor Vertragsabschluss prüfen, ob ihre Produkte einer BIS-Zertifizierung unterliegen. Besonders Hersteller von Elektronik-, Stahl-, Holz- und Möbelprodukten sollten ausreichend Zeit für Produktprüfungen, Werksaudits und Registrierungsverfahren einplanen.
Eine frühzeitige Vorbereitung hilft, Verzögerungen bei der Zollabfertigung und zusätzliche Kosten beim Markteintritt in Indien zu vermeiden.