Zusatzqualifikationen

Kammergeregelte Zusatzqualifikationen sind Teil eines umfangreichen Angebots in der beruflichen Erstausbildung

Im Bereich der Berufsausbildung hat sich in den letzten Jahren viel getan, um die veränderten Anforderungen in der Arbeitswelt aufzugreifen. Zum einen nehmen Novellierungen der Ausbildungsordnungen die Veränderungen in das jeweilige Berufsbild auf, zum anderen wird das Angebot an zusätzlichen Qualifizierungen ausgebaut.

Unter einer Zusatzqualifikation wird eine Maßnahme verstanden, die über das Ausbildungsberufsbild hinaus zusätzliche berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt. Zusatzqualifikationen (ZQ) richten sich an Auszubildende in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf, finden während der Ausbildung statt und ergänzen die Ausbildung um zusätzliche Inhalte.

ZQs für Auszubildende

Für Auszubildende stellen Zusatzqualifikationen ein attraktives Format dar, denn der Erwerb zusätzlicher berufsspezifischer oder berufsübergreifender Kompetenzen wertet den Berufsabschluss auf und verbessert die Chancen beim Eintritt in den Arbeitsmarkt. Mit Zusatzqualifikationen können Auszubildende einen Nachweis erwerben, mit dem sie dokumentieren, dass sie ihre beruflichen Kompetenzen vertieft, erweitert oder sich bereits auf einen Fortbildungsabschluss vorbereitet haben.

ZQs für Betriebe

Für Betriebe sind Zusatzqualifikationen ein flexibel einsetzbares und vielseitig gestaltbares Instrument, um eine vorausschauende Qualifizierungspolitik zu betreiben. Sie ermöglichen es Unternehmen, aktuelle und spezifische Anforderungen - zum Beispiel durch den digitalen Wandel - schon während der Ausbildung zusätzlich zu integrieren. Gleichzeitig können Unternehmen mit dem Angebot von ZQs ihre Ausbildungsplätze attraktiv machen für engagierte Bewerber guter schulischer Leistung, Abitur, Fachhochschulreife oder auch Studienzweifler.