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EU - wozu? Zehn gute Gründe

Ohne das gemeinsame Europa wären viele Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft deutlich schlechter.

Von Freya Lemcke, Sonderbeauftragte Europawahl des DIHK in Brüssel

 

1. Der Binnenmarkt mit Zollunion senkt Kosten und Barrieren Durch den gemeinsamen europäischen Markt gibt es keine Zölle und weniger Hürden beim grenzüberschreitenden Handel mit Waren und Dienstleistungen.

2. Keine Schlangen an der Grenze Die meisten EU-Staaten verzichten auf Basis des Schengener Abkommens auf Grenz- oder Passkontrollen. Auch Güter überqueren die Grenzen ohne Wartezeiten.

3. Niederlassungsfreiheit für Unternehmen und Arbeitnehmer Die EU macht grenzüberschreitende Investitionen und Verträge einfacher: Betriebe und Bürger haben das Recht, sich EU-weit niederzulassen und wirtschaftlich tätig zu werden.

4. Nur eine Währung innerhalb der Eurozone In 19 EU-Staaten zahlt man mit dem Euro. Somit fallen Umtauschgebühren und Wechselkursrisiken bei Transaktionen im Euroraum weg.

5. Ein starker Global Player Als größter Wirtschaftsraum der Welt hat die EU auf globaler Ebene mehr Gewicht - etwa in internationalen Organisationen, bei der Verhandlung von Handelsabkommen, bei der Einigung auf Standards etc.

6. Planungssicherheit durch angeglichene Rechtsrahmen Wer in einem anderen EU-Land wirtschaftlich tätig ist, muss wegen des gemeinsamen EU-Rechts weniger Anpassungen vornehmen. Das bedeutet auch geringeren Verwal­tungsaufwand und bietet besseren Schutz, etwa durch europaweite Patente.

7. Förderung von Wachstum in schwächeren Regionen Mit Mitteln aus speziellen EU-Fonds werden Standortnachteile von struktur­schwächeren Regionen ausgeglichen – auch in Deutschland. Das verbessert die Infrastruktur für die Wirtschaft vor Ort.

8. Nachbarschaftspolitik – stabile Märkte jenseits der EU-Grenze Die EU trägt zur Stabilisierung und wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Nachbarn bei und erleichtert Wirtschaftsbeziehungen durch die Verbreitung ihrer Regeln und Standards.

9. Innovationsvorsprung durch Forschungsförderung Mit Programmen wie Horizon 2020 fördert die EU grenzüberschreitende Spitzenforschung und unterstützt so innovative Unternehmen.

10. Mehr als 60 Jahre Frieden und Stabilität Nicht nur ein Wirtschaftsfaktor: Seit der Gründung der Europäischen Wirtschafts­gemeinschaft im Jahr 1957 ringen die beteiligten Staaten manchmal um schwierige Kompromisse. Auch das beschert Europa die bislang längste Friedensperiode seiner Geschichte und damit politische Stabilität für unternehmer­isches Handeln.