Neue Wertgrenzen zur Beteiligung an europaweiten Ausschreibungen ab 1. Januar 2022

Seit dem 01.01.2022 gelten im Vergaberecht die neuen EU-Schwellenwerte für alle europaweiten Vergabeverfahren, die ab 2022 eingeleitet werden. Sie sind gegenüber den bisherigen Schwellenwerten leicht angehoben worden.
Die Europäische Kommission hat die Schwellenwerte mit der Verordnung vom 10.11.2021 ( Amtsblatt der Europäischen Union v. 11.11.2021 L 398, S. 19 ff.) bekanntgemacht und gegenüber den bisherigen Werten etwas erhöht. Sie gelten bis Ende 2023. Die entsprechende Bekanntmachung durch das BMWi im Bundesanzeiger ist noch nicht erfolgt.
Die neuen Schwellenwerte lauten:
  • Bauaufträge (alle Bereiche): EUR 5.382.000 statt bisher EUR 5.350.000.
  • Liefer- und Dienstleistungsaufträge außerhalb des Sektorenbereichs: EUR 215.000 statt bisher EUR 214.000.
  • Liefer- und Dienstleistungsaufträge der obersten und oberen Bundesbehörden: EUR 140.000 statt bisher EUR 139.000.
  • Konzessionen (alle Bereiche): EUR 5.382.000 statt bisher EUR 5.350.000.
  • Liefer- und Dienstleistungsaufträge im Sektorenbereich und im Bereich Verteidigung und Sicherheit: EUR 431.000 statt bisher EUR 428.000.
Bei den sozialen und anderen besonderen Dienstleistungen bleibt es bei der Wertgrenze von 750.000 Euro für öffentliche Auftraggeber und 1.000.000 Euro für Sektorenauftraggeber.
Bei allen Schwellenwertbeträgen handelt es sich um Nettowerte ohne Umsatzsteuer. Sie gelten für alle Vergabeverfahren, die ab dem 01.01.2022 bekannt gemacht werden.