Förderprogramm "Digital Jetzt"

Aktuelle Information (09.06.2021):
Das Förderportal für Digital Jetzt ist für neue Registrierungen dauerhaft geöffnet. Die verfügbaren Kontingente für die Antragstellung werden seit Januar 2021 in monatlich durchgeführten, softwaregestützten Losverfahren vergeben. Die Ziehung erfolgt jeweils am 15. eines Monats. Die aktive Bestätigung, dass Sie am Losverfahren für das nächste monatliche Kontingent teilnehmen möchten, ist für jeden Ziehungszeitpunkt erneut notwendig. Zur Teilnahme an der monatlichen Ziehung melden Sie sich als registrierte Antragstellerinnen und Antragsteller im Förderportal für Digital Jetzt an und füllen das Formular unter „Losverfahren“ aus.
Richtlinien zum Förderprogramm “Digital jetzt-  Investitionsförderung für KMU”

Das Förderprogramm Digital Jetzt läuft bis Ende 2023. Insgesamt stehen für das Programm aktuell 203 Millionen Euro zur Verfügung.
Das Förderprogramm steht allen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft von drei bis 499 Mitarbeitern offen. Hiervon eingeschlossen sind Unternehmen des Handwerks sowie die freien Berufe.
Neben dem breiten Spektrum an Antragsberechtigten für dieses Förderprogramm ist vor allem interessant, dass nicht nur
  • Investitionen in Hard- und Software (Modul 1), sondern auch
  • Investitionen in die (Weiter-)Bildung von Mitarbeitern (Modul 2)
förderfähig sind. Das Qualitätsniveau der Weiterbildungsanbieter der Qualifizierungsmaßnahmen muss durch eine Zertifizierung nach der ISO 9001-Norm oder eine Akkreditierung nach AZAV belegt sein.
Alle Ausgaben müssen in einem so genannten Digitalisierungsplan eingebunden sein. Diesem Plan kommt besondere Bedeutung zu, da dieser Voraussetzung einer Förderung ist und mit dem Antrag einzureichen ist. Der Digitalisierungsplan soll folgendes beschreiben:
  • Status quo der Digitalisierung im Unternehmen,
  • die zu erreichenden Ziele des Investitionsvorhabens (insbesondere die zu erwartenden langfristigen technischen und wirtschaftlichen Effekte sowie die Auswirkungen der geplanten Investitionen auf die Wettbewerbsfähigkeit und den Digitalisierungsgrad des Unternehmens)

Was wird gefördert?

Modul 1: Gefördert werden Investitionen in konkrete digitale Technologien und damit verbundene Prozesse und Implementierungen.
Hierzu gehören insbesondere Investitionen in Hard- und Software, welche die interne und externe Vernetzung der Unternehmen fördern unter Beachtung verschiedener Aspekte wie beispielsweise datengetriebener Geschäftsmodelle, Künstliche Intelligenz, Cloud-Anwendungen, Big-Data, Einsatz von Hardware (beispielsweise Sensorik, 3D-Druck) sowie IT-Sicherheit und Datenschutz.
Modul 2: Gefördert werden Investitionen in Qualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter des geförderten Unternehmens im Umgang mit digitalen Technologien.
Hierzu gehören insbesondere Qualifizierungen oder Weiterbildungsmaßnahmen zur Digitalen Transformationen, zur Digitalen Strategie, in digitalen Technologien, in IT-Sicherheit und Datenschutz, zu Digitales und agiles Arbeiten oder in digitalen Basiskompetenzen.
Von der Förderung ausgeschlossen sind u.a.
  • Standardsoftware (übliche Betriebssysteme oder Bürosoftware)
  • Ersatz- oder Routineinvestitionen, beispielsweise zusätzliche Computer für wachsende Mitarbeiteranzahl oder Updates von Software ohne grundlegende neue Funktionen
  • Beschaffung einer erstmaligen IKT-Grundausstattung

Wieviel wird gefördert?

Die Zuschüsse werden in Form einer Anteilsfinanzierung gewährt. Die maximalen Förderquoten sind nach Unternehmensgröße bis zum 30. Juni 2021 wie folgt:
–Bis 50 Mitarbeiter:  bis zu 50 Prozent
–Bis 250 Mitarbeiter: bis zu 45 Prozent
–Bis 499 Mitarbeiter: bis zu 40 Prozent
Ab dem 1. Juli 2021 sind die maximalen Förderquoten  nach Unternehmensgröße wie folgt:
–Bis 50 Mitarbeiter:  bis zu 40 Prozent
–Bis 250 Mitarbeiter: bis zu 35 Prozent
–Bis 499 Mitarbeiter: bis zu 30 Prozent
Bonusprozentpunkte sind vorgesehen für:
  • Gleichzeitige Investitionen mehrerer Unternehmen innerhalb einer Wertschöpfungskette bzw. –netzwerks (+5 Prozentpunkte)
  • Investitionen in Qualifizierung und in Technologien mit Schwerpunkt im Bereich IT-Sicherheit, einschließlich Datenschutz (+ 5 Prozentpunkte).
  • Investition von Unternehmen in strukturschwachen Regionen (+ 10 Prozentpunkte).
Bei Erfüllung aller drei Erhöhungstatbestände steigt die individuelle Förderquote um insgesamt 20 Prozentpunkte.
Die Untergrenze für die beantragte Fördersumme beträgt 17000 Euro im Modul 1 sowie bei kombinierter Inanspruchnahme der Module 1 und 2. Für das Modul 2 beträgt die Untergrenze 3000 Euro. Hintergrund für recht hohen Untergrenzen sind vorhandene Länderprogramme, die weniger hohe Segmente abdecken und das Bestreben, diese sinnvoll zu ergänzen, beispielsweise der Digitalbonus Thüringen.

weitere Informationen

Mit der Abwicklung des Förderprogramms wurde der DLR Projektträger (DLR-PT) betraut. Kontakt:  digitaljetzt@dlr.de; Telefon: +49 228 3821 2390
Link zur Registrierung: https://www.digitaljetzt-portal.de/