Wasserstoff
DIHK-Studie zu Wasserstoff
Ob als Raketentreibstoff, Prozessgas in der Kraftstoffherstellung oder als Grundelement in Düngemitteln - Wasserstoff hat bereits heute viele Einsatzbereiche. Im Energiesystem stellt Wasserstoff bisher dennoch eine untergeordnete Rolle dar. Die DIHK hat untersuchen lassen, wie der Markthochlauf von Wasserstoff gelingen könnte.
Die DIHK-Studie “Meilensteine für einen erfolgreichen Wasserstoffhochlauf bis 2040 unter Einbeziehung konkreter Handlungshindernisse und Umsetzungsperspektive aus Sicht der Unternehmen” zeigt Wege zu einem funktionierenden H2-Ökosystem auf.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Hochlauf stockt systemisch: Der Wasserstoffhochlauf scheitert nicht an einem einzelnen Engpass, sondern am fehlenden Gleichklang von Wirtschaftlichkeit, regulatorischer Klarheit, verlässlicher Nachfrage und koordinierter Infrastrukturentwicklung.
- Grüner Wasserstoff ist noch nicht wettbewerbsfähig: Aktuelle Endverbraucherpreise liegen weit über denen fossiler Alternativen. Studien erwarten erst bis 2040 sinkende Großhandelspreise – mit einer sehr großen Bandbreite von 2,50 bis 7,50 Euro pro Kilogramm.
- Investitionen bleiben aus: Regulatorische Komplexität, unklare Zertifizierungsanforderungen und offene Netzentgeltfragen verhindern tragfähige Investitionsentscheidungen bei Produzenten wie Abnehmern gleichermaßen.
- Die Infrastruktur ist noch nicht bereit: Verteilnetze fehlen weitgehend, der Speicheraufbau ist kaum angeschoben, und Importkorridore sowie Hafenprojekte befinden sich mehrheitlich noch in frühen Planungs- oder Finanzierungsphasen.
- Handlungsdruck ist hoch: Die Studie identifiziert drei prioritäre Ansatzpunkte bis 2030, 2035 und 2040. Nach Einschätzung der Autoren gilt es, sofort zu beginnen, um Projektabbrüche zu vermeiden und den Hochlauf anschlussfähig zu halten.
Quelle: DIHK