Kaufmann/-frau für Büromanagement

Ausbildungsdauer:
3 Jahre
ausbildende Unternehmen: ... finden Sie im Atlas der Ausbildungsbetriebe
Berufsschulstandorte:
Leinefelde, Nordhausen, Bad Salzungen, Mühlhausen, Meiningen, Gotha, Weimar, Erfurt, Jena, Gera, Saalfeld-Rudolstadt, Hildburghausen, Ilmenau
Fortbildungsmöglichkeiten:
(Höhere Berufsbildung)
Gepr. Wirtschaftsfachwirt
Gepr. Personalfachkaufmann
Gepr. Bilanzbuchhalter
Gepr. Betriebswirt
Gepr. Fachwirt für  Büro- und Projektmanagement
Gebühren für IHK-Mitgliedsunternehmen:
Die Gebühren für Eintragung und Prüfung entnehmen Sie bitte unserem aktuellen Gebührentarif.

Informationen zum Beruf

Wer Kaufmann für Büromanagement in seine Ausbildung startet, erwirbt eine breite und solide kaufmännische Basis. Kaufleute für Büromanagement sind als echte Allrounder nicht nur in Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen gefragt, sie können ebenso in Handwerksbetrieben oder im Bereich des öffentlichen Dienstes ausgebildet werden und später dort arbeiten.
In der Liste der beliebtesten Ausbildungsberufe rangiert der Kaufmann/frau für Büromanagement mit ganz oben. Über 700 Jugendliche werden in der Thüringer Wirtschaft jährlich in diesem Beruf ausgebildet. Der Anteil an weiblichen Lehrlingen ist mit 80 Prozent sehr hoch.
Der Erfolg eines Unternehmens beruht unter anderem auch darauf, ständig den Überblick über alle Prozesse im Unternehmen zu behalten. Gute Fachleute in der Produktion oder bei Dienstleistungen sind nur eine Seite. Jederzeit müssen Zahlen und Fakten über die Lage des Unternehmens griffbereit sein. Wer als Kaufmann für Büromanagement in seine Ausbildung startet, erwirbt eine breite und solide kaufmännische Basis. Kaufleute für Büromanagement sind echte Allrounder und arbeiten später in Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie in Handwerksbetrieben oder im Bereich des öffentlichen Dienstes.
Kaufleute für Büromanagement organisieren und koordinieren bürowirtschaftliche sowie projekt- und aufgabenbezogene Abläufe. Sie übernehmen Sekretariats- und Assistenzaufgaben, koordinieren Termine, bereiten Besprechungen vor und bearbeiten den Schriftverkehr. Verwaltungs- und Organisationstalent sind deshalb unbedingte Voraussetzungen für diesen Beruf. Gute kommunikative Fähigkeiten sind dabei wichtig. Täglich gibt es neue Herausforderungen und je kleiner das Unternehmen ist, desto größer ist die Komplexität der Aufgaben. Das „Büro“ übernimmt praktisch die Aufgabe eines „Navigators“. Terminkalender führen und verwalten, Geschäftspost erledigen und Unterschriftenmappen verwalten, Zahlungsein- und -ausgänge kontrollieren, Steuer- und Versicherungsfragen klären, Einleitung von Mahnverfahren, Personalakten führen, Bilanzen zur laufenden Betriebskontrolle und Berichterstattung – das ist die Welt der Kaufleute. 
Sie sind zudem Profis in der Informationsverarbeitung, recherchieren Daten und
Informationen und bereiten diese für Präsentationen auf. Sie bearbeiten Beschaffungsvorgänge, unterstützen bei personalbezogenen Aufgaben und wenden Buchungssysteme sowie Instrumente des Rechnungswesens an. Dabei müssen rechtliche Vorgaben ebenso beachtet werden wie der Datenschutz und die Datensicherheit.
 
Die Kaufleute stehen häufig unter selbst unter Termindruck. Ihr Tagesablauf ist oft nicht planbar, viele Aufgaben müssen spontan eingefügt werden und dazwischen klingelt ständig noch das Telefon. Die Büromitarbeiter sind die ersten Ansprechpartner im Unternehmen. Freundlichkeit und ein klarer und gewandter Ausdruck sind deshalb gefragt, ebenso wie eine genaue Kenntnis der Zuständigkeiten von Kollegen und Vorgesetzten. Kommunikation ist nicht nur im Umgang mit Besuchern, im Telefonkontakt mit den Kunden und Geschäftspartnern wichtig, sondern auch für die Arbeit im Team und im Umgang mit Vorgesetzten.
Der Kaufmann für Büromanagement ist ein moderner Beruf und verfügt als solcher über eine gestreckte Abschlussprüfung. Teil 1 der Prüfung wird zur Hälfte der Ausbildungszeit abgelegt und beinhaltet die EDV-Prüfung, welche an einem PC in zwei Stunden absolviert werden muss. Teil 2 der Prüfung folgt zum Ende der Ausbildung und besteht aus einer ganztägigen schriftlich Prüfung und einer anschließenden mündlichen Prüfung. Die mündliche Prüfung kann in zwei Varianten abgelegt werden, von der der/die Auszubildende eine auswählt.
Für die Ausbildung in diesem Beruf ist kein bestimmter Schulabschluss festgeschrieben. Erwartet werden aber meist gute Leistungen in Mathematik und Deutsch und Fremdsprachenkenntnisse.