Aus- und Weiterbildung

Fachkraft im Fahrbetrieb

Ausbildungsdauer:
3,0 Jahre
ausbildende Unternehmen: ... finden Sie im Atlas der Ausbildungsbetriebe
Berufsschulstandort:
Mühlhausen
Fortbildungsmöglichkeiten:
(Höhere Berufsbildung)
Geprüfter Fachwirt für Güterverkehr und Logistik
Geprüfter Betriebswirt
Gebühren für IHK-Mitgliedsunternehmen:
Die Gebühren für Eintragung und Prüfung entnehmen Sie bitte unserem aktuellen Gebührentarif.
Materialkosten für Prüfungen:
Für die Bereitstellung von Prüfungsmaterial durch den Prüfungsbetrieb entstehen zusätzliche Kosten, je nach Aufwand.

Informationen zum Beruf

Ob in Straßenbahnen, U-Bahnen oder hinter dem Steuer moderner Reisebusse – gut qualifiziertes und zuverlässiges Fahrpersonal wird immer gebraucht. Neben dem Ausbildungsberuf Berufskraftfahrer gibt es deshalb seit 2002 den Beruf „Fachkraft im Fahrbetrieb".
Mit Fahren allein ist es nicht getan. Denn am Ende der Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb steht ein Allrounder, der sich mit Planung, Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Kundenservice auskennt, aber auch mal Fahrkarten verkaufen, Kunden beraten oder Beschwerden von Kunden bearbeiten muss.
Die Zahl der Unternehmen, die Fachkräfte im Fahrbetrieb ausbilden, ist im Bereich der IHK Erfurt stabil. Die in den letzten Jahren neu geschaffenen gesetzlichen Bestimmungen machen es den Unternehmen leichter, auch Jugendliche in diesem Beruf auszubilden und so mit jungen Menschen für den Fachkräftenachwuchs zu sorgen. Aber Personenbeförderung in vollem Umfang ist auch weiterhin erst mit 21 Jahren möglich. Deshalb haben auch ältere Bewerber in diesem Beruf gute Chancen, besonders wenn sie mit einem Führerschein und einem „sauberen“ Punktekonto in Flensburg ein gewisses Maß an Erfahrung und Verantwortungsbewusstsein nachweisen können.
Die Aufgabe der Fachkräfte ist es, Personen von A nach B zu befördern sei es mit Bussen, Straßenbahnen oder U-Bahnen. Dabei müssen sie das jeweilige Fahrzeug sicher und umsichtig führen und auf den übrigen Verkehr, die Fahrbahnsituation sowie die Wetterverhältnisse achten. Die Arbeit selbst erfolgt meist im Schichtdienst.
Die Tätigkeit ist vielfältig und erstreckt sich mitunter auch auf Bahnsteige, Haltestellen oder  Servicebüros. Dort verkaufen sie Fahrscheine und beraten die Fahrgäste über Tarife, Fahrpläne sowie Angebote. Auch die Kommunikation mit Fahrgästen aus anderen Ländern wird heutzutage immer wichtiger, weshalb Fremdsprachenkenntnisse fast schon unerlässlich sind.
Während der Fahrten kommunizieren sie mit der Leitstelle, wenn es zum Beispiel um die Übermittlung von Verspätungen, technischen Störungen und Notsituationen geht. Besondere Umsicht ist gefragt, wenn in der Region gerade eine Großveranstaltung stattfindet, wie z. B. ein Fußballspiel oder ein Rockkonzert. Dann kann es vorkommen, dass Konfliktsituationen entstehen, auf die die Fachkraft deeskalierend einwirken muss.
Der Einsatz kann aber auch im Innendienst eines jeweiligen Verkehrsbetriebes erfolgen. Hier müssen Fahrpläne gestaltet und Routen geplant werden. Auch die Auswertung von Routen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit ist ein wichtiges Thema, ebenso wie die Planung des Personaleinsatzes für die jeweiligen Fahrtstrecken. Denn daraus ergeben sich letztlich die Preise und Tarife.
Viele Verkehrsbetriebe unterhalten Kunden- oder Informationszentren in denen die  Fachkräfte Kunden beraten. Das gehört zum modernen Dienstleistungsangebot ebenso, wie die Entgegennahme und Beantwortung von Kundenbeschwerden, Anfragen und Anregungen.
Verantwortungsbewusstsein, Freundlichkeit und technisches Verständnis sind Grundanforderungen, die Unternehmen an ihre Bewerber stellen. In der Ausbildung werden unter anderem die erforderliche fachliche Kompetenz und das sichere und gewandte Fahren vermittelt.